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Reisemagazin Apulien

Lust auf Italien: Ist Apulien noch ein echter Geheimtipp?

Kennst du Apulien? Wir haben uns mit Autorin Tanja Neumann über ihr neues Reisemagazin Apulien in Italien unterhalten

spaness.de

Lust auf Italien: Ist Apulien noch ein echter Geheimtipp?



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Ehrlich gesagt: Über eine Reise nach Apulien habe ich mir bisher erstaunlich wenig Gedanken gemacht. Vielleicht, weil ich diese Region auf der Landkarte Italiens nur grob verorten konnte? Oder weil ich das Gefühl hatte, schon viele andere Ecken des Landes zu kennen?

Blick in das Apulien Reisemagazin

Doch manchmal reicht ein Buch, um den Blick zu verändern. In meinem Fall war es das Reisemagazin „Reisemomente Apulien“ von Autorin Tanja Neumann. Beim Lesen wurde schnell klar: Apulien ist mehr als Trulli, Olivenhaine und weiße Dörfer. Die Region im Absatz Italiens erzählt ihre ganz eigenen Geschichten – von Landschaften zwischen Adria und Ionischem Meer, von genussvoller Küche und von Begegnungen, die lange nachwirken.

Neugierig geworden? Dann geht es dir vielleicht wie mir. Ich durfte Tanja Neumann deshalb ein paar Fragen stellen, über ihr Buch, über besondere Orte in Apulien und darüber, was diese Region so unverwechselbar, nicht nur für sie, macht.

Eine Frage durfte dabei natürlich nicht fehlen: Was sollen Leserinnen und Leser fühlen, wenn sie das Apulien Reisemagazin zuklappen? Tanjas Antwort ist so einfach wie verheißungsvoll: 
„Neugier – und Lust, es selbst zu erleben. Dazu ein klares Bild im Kopf: Welche Orte ziehen mich an, welche Route passt zu meinem Tempo, was möchte ich schmecken, sehen, verstehen.“

Reisemagazin Apulien

Wo genau liegt Apulien, und warum ist diese Region geografisch so besonders?

Apulien liegt im Südosten Italiens, im „Absatz“ des Stiefels. Die Region grenzt auf zwei Seiten ans Meer: an die Adria und an das Ionische Meer. Dazu kommt eine extrem lange Küstenlinie – rund 800 Kilometer. Und dann dieses Licht: Apulien zählt zu den sonnigsten Gegenden Europas, mit etwa 300 Sonnentagen im Jahr.

Würdest du Apulien als Geheimtipp bezeichnen?

Ein Teil davon ist es nicht mehr. Orte wie Polignano a Mare oder Alberobello sind längst bekannt. Apulien bleibt dennoch eine Region, in der man schnell eigene Entdeckungen macht – weil sie groß ist, weil zwischen den Highlights auch authethisches Italien liegt. Locorotondo am Hügelrand oder Trani mit seinem Hafen und der Kathedrale am Wasser beispielweise.

Hinterhof in Locorotondo Reisemagazin Apulien

Was war dein erster Moment in Apulien, bei dem du gespürt hast: Das ist anders als „klassisches“ Italien?

Ich habe mich sofort in dieses Stück Italien verliebt. Italien mochte ich schon immer – Apulien hat dieses Gefühl noch einmal geschärft. Da ist die Weite zwischen Olivenhainen und Meer, das klare Licht auf weißen Fassaden, und eine Kulinarik, die zum Alltag gehört. Dazu die Kontraste auf kurzer Strecke: ein Hafen wie Trani, barocke Pracht in Lecce, ein Runddorf auf dem Hügel. Apulien fühlt sich für mich an wie authethisches „Bella Italia“ und überall entdeckt man Besonderheiten, tolle Küstenabschnitte und Italien voller Leidenschaft.

„Reisemomente Apulien“: Warum bewusst „Momente“ und kein klassischer Reiseführer?

Weil ich Apulien über Szenen erzählen wollte. „Momente“ meint: Augenblicke, Orte, Geschmack, kleine Beobachtungen – Dinge, die man erinnert. Das Magazin bündelt genau diese Ausschnitte zu einer kuratierten Reise: Geschichten, Eindrücke und konkrete Orte.

Dein Buch wirkt persönlicher, ruhiger. Was war dein Anspruch bzw. der Auslöser beim Schreiben? Warum Apulien?

Ich wollte Orientierung geben, ohne Apulien in Listen zu pressen. Mir war wichtig, dass man beim Lesen merkt, wie die Region wirkt: über Atmosphäre, über Architektur, über Essen, über Begegnungen. Dazu kommen praktische Hinweise, klar.

Der Ton bleibt nah dran an dem, was ich selbst erlebt habe – damit Leser eine echte Vorstellung bekommen und ihre Reise gut planen können.

Das Buch ist gewachsen: Notizen, Gespräche, Orte, die hängen geblieben sind. Der Auslöser war am Ende ganz simpel: Ich habe gemerkt, wie oft Apulien Fragen auslöst – „Wo fängt man an?“, „Was lohnt sich wirklich in Apulien?“, „Welche Orte passen zu mir?“ Apulien war für mich der passende Start, weil die Region unglaublich vielfältig ist und gleichzeitig in Deutschland noch nicht so selbstverständlich „gesetzt“ wirkt wie manche Klassiker.

Apulien Genuss und Essen Tipps im Reisemagazin Apulien

Apulien wird oft mit Trulli, Olivenhainen und weißen Dörfern verbunden vielleicht sogar darauf reduziert: Greifen diese Bilder zu kurz? Was überrascht Reisende vor Ort wirklich? Was sind echte Apulien Geheimtipps?

Alberobello mit seinen Trulli-Häusern könnte Schlumpfhausen sein! Klar, es ist inzwischen touristisch, aber trotzdem lohnenswert! Vor allem, wenn die Tagesbesucher gegangen sind, entfaltet sich am Abend eine ganz besondere Atmosphäre. Die charmanten, kegelförmigen Bauten sind ebenso skurril wie bezaubernd und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Was viele überrascht: wie unterschiedlich Apulien ist. Trani zum Beispiel: eine Kathedrale direkt am Meer, klarer Stein, Hafenleben. Lecce: Barock, üppig, fantastische Lichtspiele. Dazu Landschaften, die durch Oliven geprägt sind – in Apulien stehen rund 60 Millionen Olivenbäume, viele davon sehr alt. Und dann gibt es diese Orte, die man auf Bildern selten mit Apulien verbindet: die Grotten von Castellana, wo die Region plötzlich unterirdisch wird – und Castel del Monte, das viele nicht ohne Grund die „Krone Apuliens“ nennen.

Gibt es einen Ort oder eine Landschaft, die sinnbildlich für die Region steht?

Für mich führt der schönste Streifzug durch das Valle d’Itria nach Ostuni und Locorotondo. Ostuni – Apuliens weiße Schönheit – sitzt wie eine helle Krone auf dem Hügel, mit Gassen, die sich in Kurven verlieren, Treppen, die plötzlich zur Aussicht werden, und Türen, vor denen Katzen so wirken, als gehörten sie zur Stadtverwaltung. Und dann Locorotondo: rund, ordentlich, freundlich – ein Ort, der einen automatisch langsamer gehen lässt.

Was macht Apulien im Vergleich zu anderen italienischen Destinationen so unverwechselbar?

Die Kombination aus zwei Meeren, großer Küste und einer starken Alltagskultur. Apulien ist kein kleiner Ausschnitt, es ist eine ganze Welt für sich: rund 800 Kilometer Küste, etwa 4 Millionen Einwohner, viel Geschichte, viel Landwirtschaft, viel Genusskultur. Und vor allem: die herzlichen Menschen!

Blick auf die weissen Haeuser von Ostuni Apulien Reisemomente

Genuss & Essen spielen in Apulien eine zentrale Rolle. Was unterscheidet die Küche jenseits von Burrata und Orecchiette?

Apulische Küche lebt von den regioanlen Produkten: gutes Olivenöl, Gemüse, Hülsenfrüchte, Hartweizen, dazu je nach Gegend Fisch und Meeresfrüchte. Viele Gerichte sind einfach aufgebaut, sie leben von Qualität und Handwerk. 
In Apulien werden traditionell meist nur drei Gewürze verwendet: Salz, Pfeffer und ein weiteres Gewürz oder Kräuter. In Apulien mag man es etwas reduzierter und verwendet normalerweise keine Gewürzmischungen oder viele Kräuter in einem Gericht.

Welche Begegnung ist dir besonders in Erinnerung geblieben und warum?

Die Zeit mit Claudio Iacopetta. Er kann über Apulien sprechen, ohne dass es wie ein Vortrag klingt: über Produkte, über Rituale, über seine Nonna, über die kleinen Unterschiede von Ort zu Ort. Diese Mischung aus Genuss und Hintergrundinformationen hat mich sehr geprägt – und sie findet sich auch im Apulien-Reisemagazin wieder.

Was bedeutet „Geheimtipp Apulien“ für dich und was ist im Gegenzug keiner mehr?

Ein Geheimtipp ist für mich kein Ort ohne Besucher. Ein Geheimtipp ist ein Ort, der noch stark in der Region verankert ist. Polignano a Mare und Alberobello sind längst auf den großen Listen. Das „Geheime“ liegt oft im Dazwischen: kleine Häfen, Nebenstraßen, ein Markt am richtigen Tag, eine Bar, die am Abend plötzlich zum Treffpunkt wird.

Gibt es Momente, die man nicht planen kann – sondern nur erlebt, wenn man sich Zeit nimmt?

Ja, Apulien schenkt einem diese Szenen, wenn der Tagesplan Luft lässt: eine Piazza, die sich am Abend zum Aperitif füllt, ein Gespräch, das entsteht, ein Sonnenaufgang am östlichsten Punkt Italiens – in Otranto geht die Sonne als Erstes über dem Land auf.

Apulien Magazin Reisemomente Grotten di Castellana

Für welche Art von Reisenden ist Apulien besonders geeignet? Und wer könnte sich dort schwertun?

Apulien passt sehr gut zu Menschen, die gern individuell unterwegs sind: kleine Städte, Küste, Essen, Märkte, Fotomotive – und ein Reisegefühl, das nicht von „schnell weiter“ lebt. Wer auf große Hitze empfindlich reagiert, plant besser außerhalb der Hochsommerwochen. Wer ohne Auto unterwegs sein möchte, sollte sich vorab genau überlegen, welche Orte gut miteinander funktionieren.

Welche Reisezeit empfiehlst du und warum?

April bis Juni und September bis Oktober. Dann ist das Licht großartig, die Temperaturen sind oft angenehmer, und viele Orte wirken entspannter.

Gibt es einen Ort oder ein Kapitel, das dir besonders am Herzen liegt?

Otranto. Weil dort Meer, Geschichte und dieses Gefühl von „ganz im Osten“ zusammenkommen – und weil die Details hängen bleiben. (Und ja: auch Trani, weil diese Stadt Stein und Wasser so selbstverständlich verbindet.)

Apulien Reisemagazin Tanja Neumann

Über die Autorin: Tanja Neumann ist Reiseautorin, Genuss-Bloggerin und leidenschaftliche Entdeckerin. Seit vielen Jahren bereist sie die Welt und beschäftigt sich intensiv mit Kultur, Landschaft und Alltagsleben auch abseits der großen Touristenströme. In ihrem Reisemagazin „Reisemomente Apulien“ verbindet sie persönliche Eindrücke mit atmosphärischen Geschichten und Inspiration für individuelle Entdeckungen zwischen Adria und Ionischem Meer.
Mehr über Tanja Neumann und ihre Reisen unter: vielweib.de
Das Buch „Reisemomente Apulien“ ist unter anderem bei Amazon erhältlich.

*Quellen/Offenlegung: Alle Fotos für diesen Beitrag wurden mir von Tanja Neumann zur Verfügung gestellt. Tanja und ich sind immer mal wieder gemeinsam auf Pressereise. Bereits auf dem Blog und in persönlichen Gesprächen hat sie mich immer wieder gedanklich mit nach Apulien genommen. Beim Kauf über den Amazon Link erhalte ich eine kleine Provistion, du bezahlst aber natürlich nicht mehr für das Produkt.


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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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