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„zuckerfrei“ die 40 Tage-Challenge: Ein Erfahrungsbericht

Das zuckerfrei Buch! Zuckerfrei die 40 Tage Challenge – wie geht es einem damit? Wie verläuft ein zuckerfrei Leben? Ein Erfahrungsbericht – was es bringt, ob es was bringt und ob ich es wieder machen würde?

spaness.de

„zuckerfrei“ die 40 Tage-Challenge: Ein Erfahrungsbericht



Raffinierter Haushaltszucker ist schon seit einigen Jahren in aller Munde – weil er zum einen in fast allen fertigen Lebensmitteln verarbeitet ist (wir essen ihn also jeden Tag öfter als wir denken) und weil die Diskussion über Zucker als Sucht und böser Dickmacher nicht abnimmt.

Doch stimmt das wirklich?

Wie fühlt es sich also an, wenn man 40 Tage lang auf Zucker verzichtet und somit komplett zuckerfrei leben möchte?

Blogger-Kollegin Imke hat es ausprobiert und verrät in diesem Interview, wie es ihr mit der – Zuckerfrei die 40 Tage Challenge – ergangen ist.

Reisebloggerin Imke Crappy Radio Stations
Reisebloggerin Imke testet die 40-Tage-Zuckerfrei-Challenge

Warum habt ihr euch entschlossen eine „Zuckerfrei Challenge“ zu machen?

Ich glaube das war in Wirklichkeit ein schleichender Prozess. Ich beschäftige mich berufsbedingt immer mal wieder mit verschiedenen Ernährungsformen und mit gesunder Ernährung. Dadurch komme ich natürlich mit Themen wie Low Carb, fettreduziert, selbst kochen und auch „zuckerfrei leben“ in Berührung.

In den Medien gibt es ja auch viele Berichte und Diskussionen dazu, dass Zucker böse ist und man sich wie neu geboren fühlt, wenn man sich zuckerfrei ernähren wird.

Ich bilde mir gern eine eigene Meinung und daher war ich am Ende einfach neugierig, ob das stimmt.

Zuckerfrei leben: Was hat euch dazu inspiriert? Gab es Vorbilder?

Witzigerweise war das quasi ein Kreislauf. Ich hab durch die Inspiration auf der Arbeit immer mal wieder mit meiner Schwester über solche Themen gesprochen. Sie ist grundsätzlich auch an gesunder Ernährung interessiert. Als sie Geburtstag hatte, habe ich ihr das Zuckerfrei-Challenge Buch von Hanna Frey* geschenkt – und es mir dann einige Monate später ausgeliehen um meine eigene Challenge zu starten. Es war natürlich auch motivierend zu wissen: meine kleine Schwester hat das geschafft. Da kann man als große Schwester natürlich nicht „versagen“ 😉

Wie stehst du persönlich zu Aussagen wie z.B. „Zucker ist das neue Rauchen“?

Ganz so krass würde ich es nicht formulieren. Ich denke gelegentliches Rauchen ist noch immer schlechter als gelegentlicher Zuckerkonsum. Allerdings finde ich die Menge an Zucker bedenklich, die wir heute ganz nebenbei, selbstverständlich und oft eben auch unbewußt zu uns nehmen. Ob Zucker nun böse ist oder nicht – In dieser Menge kann Zucker nicht gesund sein. Das steht für mich auch in direktem Zusammenhang damit, dass wir immer mehr Convenience-Produkte konsumieren, also Produkte, die bereits fertig oder halb fertig sind.

Wie genau läuft die Zuckerfrei-Challenge ab?

Wir haben wie gesagt die Zuckerfrei-Challenge nach Hanna Frey* gemacht. Sie unterteilt die 40-Tage-Zuckerfrei-Challenge in zwei Phasen.

Die erste Phase dauert 30 Tage und dient der Entwöhnung.

In dieser Zeit ist wirklich gar nichts Süßes erlaubt. Das gilt für Zucker, alle Zuckerersatzstoffe und auch natürliche Süßungsmittel wie Honig. Auch auf stark fructosehaltiges Obst und stärkereiche Lebensmittel wie Kartoffeln, Mais und Kürbis muss man in der ersten Phase verzichten. Tabu sind auch Weizen- und Vollkornprodukte, Alkohol, Säfte und natürlich Kuchen und Co.

Die zweite Phase dauert dann noch einmal 10 Tage.

Hier darf man wieder alle Obstsorten, alle Gemüsesorten und auch Vollkornprodukte essen. Raffinierter Zucker, Honig, Zuckerersatzstoffe und Weizenmehl sind weiter tabu. Es ist auf jeden Fall spannend, wie süß einem plötzlich ein Apfel oder eine Banane erscheint. Theoretisch dürfte man wieder Trockenobst wie Rosinen essen, aber es war mir tatsächlich zu süß.

Reisebloggerin Imke genießt in New York ein Hot Dog
Nach der Challange – Imke genießt in New York ein Hot Dog

Was ist euch besonders schwer gefallen? Was war die größte Herausforderung?

Puh, gute Frage. Anfangs dauert es eine Weile, bis man in den zuckerfrei-Flow kommt und für sich zuckerfreie Rezepte entdeckt hat, die man gerne mag. Denn seien wir ehrlich: eigentlich fällt fast alles weg, was vorher lecker war. Die ersten zwei bis drei Wochen sind deshalb echt hart. Ständig habe ich darüber nachgedacht, was ich jetzt essen könnte und dürfte.

Eine Herausforderung ist auch, dass man die Mahlzeiten aber auch Snacks viel besser planen muss. Unterwegs mal schnell ein Brötchen kaufen, wenn man Hunger hat, geht ja nicht. Selbst der gesündeste Nussriegel in der Drogerie wird mit Dattelsirup zusammengehalten. Ich will gar nicht wissen wie viel Geld wir halb ausgehungert unterwegs für Tütchen mit Nüssen ausgegeben haben.

Mich hat es manchmal genervt, dass die Zubereitung der Mahlzeiten meistens länger gedauert hat als normalerweise. Schnell mal Nudeln machen fällt ja weg. (Dazu gleich noch ein Tipp.) Mit langen Arbeitszeiten und dann noch kurz in den Supermarkt gehen war es schnell acht oder halb neun abends, bis wir gegessen haben.

Ein Rat: Auswärts essen ist leider ein sehr frustrierendes Erlebnis. Spar dir das lieber für nach der Challenge.

Das wirklich schlimmste AHA Erlebnis ist, dass ÜBERALL Zucker drin ist. Es gibt in dem Buch eine Liste, wo die Namen für Zucker und Zuckerersatzstoffe aufgelistet sind. Egal was man im Supermarkt in die Hand nimmt, irgend etwas davon ist immer verarbeitet. Und richtig schockierend ist, dass eigentlich immer mehrere Zucker- und Zuckerersatzstoffe verarbeitet wurden. Das heißt etwas besteht aus Zucker, einem anderen Zucker, noch mehr Zucker, Ersatzzucker und noch etwas mehr Zucker. Und das auch in Lebensmitteln, die gar keinen Zucker enthalten, wenn man sie selber macht.

zuckerfrei die 40 tage-challenge
Zuckerfrei die 40 Tage-Challenge

Gibt es ein positives oder auch negatives „AHA“-Erlebnis aus der Zuckerfrei-Challenge?

Die Industrie nutzt Zucker als Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel.

Wenn also viel Zucker in einem Lebensmittel steckt, muss der Hersteller weniger echte, gute und teure Zutaten verarbeiten, damit es lecker ist. Denn viele leckere Zutaten sind teuer. Zucker ist billig. Deshalb ist es für den Hersteller besser und wirtschaftlicher, weniger echte Zutaten und mehr Zucker zu benutzen.

Und genau das ist auch der Grund, warum ich die Zuckerfrei-Challenge gut finde. Weil sie dir diese Erkenntnis ins Gesicht klatscht und so brutal vor Augen führt, wie viel unnötigen Zucker wir jeden Tag essen. Nur, damit die Herstellungskosten niedrig und die Margen für Handel und Hersteller hoch sind.

Wie geht es euch nach der Zuckerfrei-Challange? Besser, schlechter, unverändert?

Ich konnte keine super krassen Veränderungen an mir feststellen, aber einige positive Effekte gab es schon. Ich hatte zum Beispiel weniger Heißhunger und hatte nicht mehr das berühmte Mittagstief im Büro. Obwohl das gar nicht gewollt war, habe ich auch abgenommen, ich schätze etwa zwei bis drei Kilogramm. Mein Bauch war schon deutlich flacher. Vielleicht waren die Veränderungen für mich nicht so offensichtlich, weil ich auch vorher schon eher wenig Süßkram gegessen habe.

Andere „zuckerfrei“ Teilnehmer haben auch berichtet, dass sich ihr Hautbild verbessert hat und sie sich insgesamt fitter gefühlt haben.

Würdest du anderen raten, die Zuckerfrei-Challenge auch mal auszuprobieren?

Ja, unbedingt! Allein für den AHA Moment, dass überall Zucker drin ist und wie viel wir davon wirklich essen. Ich persönlich wollte es einfach mal ausprobieren und schauen, was der Zuckerverzicht mit mir macht. Wenn man keine positiven Auswirkungen spürt, muss man ja nach 40 Tagen nicht weitermachen.

Zuckerfrei-Erfahrung: Würdest du auch Menschen abraten es zu probieren?

Ich bin nicht sicher wie sich das mit Vorerkrankungen und so verhält. Da müssten diejenigen am besten einen Arzt fragen, ob sie sich trotzdem zuckerfrei ernähren können. Für alle normal gesunden Menschen würde ich aber sagen: probiert es einfach mal aus.

Ich könnte mir vorstellen dass es schwierig ist, die Zuckerfrei-Challenge als Veganer zu machen. Wir haben häufig Quark und auch Käse gegessen. In vielen veganen Ersatzprodukten wird Zucker eingesetzt, zum Beispiel auch in den meisten Varianten der bekannten Marken-Produkte.

Führt ihr jetzt dauerhaft ein „zuckerfrei Leben“?

Wir leben jetzt nicht dauerhaft zuckerfrei. Doch hat die Challenge dazu geführt, dass wir im Alltag mehr darauf achten.

Ich habe mir auch vorgenommen, die Zuckerfrei-Challenge in Abständen auch zu wiederholen, aber nicht jetzt sofort. Doch ich finde, so einmal im Jahr kann man das schon machen.

Welche Tipps hättest du für die, die es einmal ausprobieren möchten?

Meine sieben besten Tipps:

  • Such dir unbedingt einen Zuckerfrei-Challenge-Partner. Das motiviert.
  • Erzähle möglichst allen Freunden, dass du gerade „zuckerfrei leben“ praktizierst, damit du beim nächsten Kuchen im Büro oder bei der Familienfeier nicht schwach wirst.
  • Finde ein paar zuckerfreie Rezepte, die du wirklich magst und die sich gut in deinen Alltag integrieren lassen.
  • Plane vor allem auch zuckerfreie Snacks im Voraus, damit du nicht vor Hunger irgendetwas essen musst.
  • Kichererbsennudeln sind dein Freund. Schmecken ganz gut und sind schnell gemacht.
  • Es ist ok, wenn du genervt oder frustriert bist. Aber gib deshalb nicht vorschnell auf.
  • Sieh es als Projekt 😉 Wenn du es schaffst, kannst du stolz sein.
Spinat-Gorgonzola Pasta
Spinat-Gorgonzola Pasta
Zuckerfrei-Challenge & Zuckerfrei leben: Buchempfehlung, Webseiten-Empfehlung, Forum, persönliche Tipps?

Wir haben die Zuckerfrei-Challenge nach Hanna Frey gemacht. Sie ist außerdem Bloggerin auf projekt-gesund-leben.de. Dort hat sie auch viele Rezepte veröffentlicht, die zur Zuckerfrei-Challenge passen.

Mein persönlicher „zuckerfrei kochen“-Favorit, der sich nachhaltig in meinem Rezeptrepertoire verankert hat, ist die One Pot Pasta Spinat-Gorgonzola. Ich liebe sie! Total lecker, schnell gemacht und nur einen Topf abwaschen 😉

Mehr zu Imkes Reisen findet ihr auf ihrem Reiseblog www.crappyradiostationsandcandybars.de


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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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