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Strahlende Zukunft

Als regelmässiger GEO-Leser bin ich in einer der letzten Ausgaben über einen interessanten Artikel gestolpert. Besonders interessant in Verbindung mit der Katastrophe in Japan und der Diskussion rund ums Thema „Atom“. Kernforscher haben bereits vor Jahrzehnten eine interessante Idee zur Verkürzung der Haltbarkeit des „strahlenden“ Atommülls gehabt. Damals wurde das…

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Strahlende Zukunft

Anti-Atom-Sonne
(Quelle/Bild) Anti-Atom-Sonne auf www.ausgestrahlt.de

Als regelmässiger GEO-Leser bin ich in einer der letzten Ausgaben über einen interessanten Artikel gestolpert. Besonders interessant in Verbindung mit der Katastrophe in Japan und der Diskussion rund ums Thema „Atom“.

Kernforscher haben bereits vor Jahrzehnten eine interessante Idee zur Verkürzung der Haltbarkeit des „strahlenden“ Atommülls gehabt. Damals wurde das Ganze nicht umgesetzt. Das vernichtende Urteil, wie so häufig, „zu teuer“. Aus den Köpfen der Forscher ist diese Lösung aber nicht verschwunden, sondern stetig weiterentwickelt worden. Heute sind Physiker und Ingenieure sogar überzeugt, dass die Transmutation auch wirtschaftlich arbeiten würde. Demonstriert werden soll das Ganze jetzt in einer Versuchsanlage in Belgien. Die Bauzeit dieser Anlage beträgt ca. 10 Jahre, geschätzte Kosten ca. eine Millarde Euro.

Und so soll es funktionieren:

Plutonium z.B. hat eine Halbwertszeit von 24.000 Jahren, strahlt also bisher weit in eine unbestimmte Zukunft. Bisher werden die Überreste aus Atomkraftwerken in Salzstöcken gelagert. Das könnte mit dieser Erfindung anders werden. Um die Transurane umzuwandeln, müssen sie zunächst vom restlichen Atommüll getrennt werden. Im Labor wurde das bereits getestet und ist gelungen. Danach werden die hochgiftigen und gefährlichen Stoffe mit Neutronen beschossen. Dabei wandeln sich die Stoffe in kurzlebigere Elemente um. Plutonium etwa zerteilt sich unter dem Beschuss in Caesium (Halbwertszeit nur noch 2 Jahre). Bei diesem Umwandlungsverfahren wird zusätzlich noch jede Menge „Wärme“ frei. Diese könnte dann in einem Kernreaktor z.B. profitabel zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Das Ziel der Forscher ist es 99,99 % der gefährlichen Transurane umzuwandeln, berichtet Joachim Knebel vom Karlsruher Institut für Technologie. Denn dann muss Atommüll nicht mehrere 100.000 Jahre gelagert werden, sondern max. nur noch 500 Jahre. Das bestehende „Atomproblem“ bekommt so eine überschaubre Dimension.

Fazit: Erscheint die derzeitige Lösung, Atommüll einfach in Salzstöcken zu „verbuddeln“ angesichts dieser Forschung nicht wirklich sehr unsinnig? Eigentlich zeigt es mal wieder, das sich alles nur ums Geld dreht.

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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