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Baden bei Wien historische Biedermeierstadt in Niederoesterreich, stimmungsvoll beleuchtet bei Nacht

Baden bei Wien: Kurzurlaub zwischen Wellness, Kultur & Wienerwald

Baden bei Wien ist eine historische UNESCO-Kurstadt in Niederösterreich, bei Wien mit Thermalquellen, kaiserlicher Geschichte, Parkanlagen und Wanderwegen im Wienerwald. Komm mit auf eine Entdeckungsreise zwischen Wellness, Kultur und Genuss

spaness.de

Baden bei Wien: Kurzurlaub zwischen Wellness, Kultur & Wienerwald



An einem sonnigen Sommerwochenende, wie aus dem Bilderbuch oder vielleicht auch wie aus einem Hochglanz-Reiseprospekt, waren wir mit einigen lieben Reisebloggerkollegen in Baden bei Wien unterwegs. Das Motto lautete: Erleben und Entspannen. Und das funktioniert in diesem hübschen, geschichtsträchtigen Städtchen ganz hervorragend.

Ein bisschen Kultur, ein Spaziergang durch romantische Parkanlagen, ein Besuch beim Heurigen, ein Picknick im Grünen, vielleicht ein Abend im Casino und zwischendurch eine Runde Wellness in der Therme oder im historischen Strandthermalbad. Klingt nach einem ziemlich gelungenen Kurzurlaub, oder?

Baden bei Wien Blick ueber die Stadt

Als die Einladung nach Baden kam, freute ich mich zunächst sehr. Wien finde ich schließlich zu jeder Jahreszeit wunderschön. „Nein, nein, nicht direkt nach Wien, sondern ins benachbarte Baden bei Wien“, erklärte mir Mitorganisatorin und Kreativbloggerin Elena. Baden bei Wien sagte mir als norddeutschem Mädel damals allerdings erst einmal nicht besonders viel. Immerhin liegen etwas mehr als 1.000 Kilometer zwischen meiner Heimat und der österreichischen Kurstadt.

Doch frei nach meinem Motto #MetropoleKannJeder freute ich mich umso mehr auf diese Reise. Und tatsächlich hat mich Baden ziemlich schnell überrascht. Denn die Stadt ist viel mehr als ein kleiner Ausflugsort vor den Toren Wiens. Hier treffen kaiserliche Geschichte, Bäderkultur, Musik, Natur und Genuss aufeinander.

Heute gehört Baden bei Wien sogar zum UNESCO-Welterbe. Ein guter Grund also, die Stadt noch einmal genauer vorzustellen und unsere damaligen Erlebnisse mit aktuellen Informationen zu ergänzen.

Baden bei Wien, Spaziergang durch den Kurpark

Baden bei Wien: Eine UNESCO-Kurstadt in Niederösterreich

Baden bei Wien liegt rund 26 Kilometer südlich der österreichischen Bundeshauptstadt Wien. Die Stadt gehört zum Bundesland Niederösterreich und liegt in der Region Wienerwald. Rund 26.000 Einwohner leben hier.

Schon die Römer wussten die warmen Schwefelquellen zu schätzen. Damals hieß der Ort „Aquae“, was übersetzt so viel wie „Bäder“ bedeutet. Die Geschichte der Badekultur reicht also weit zurück.

Über die Jahrhunderte entwickelte sich Baden zu einem bedeutenden Kurort. Besonders im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt ihre große Blütezeit. Kaiser Franz I. machte Baden zu seiner Sommerresidenz. Adelige, Künstler, Musiker und wohlhabende Gäste verbrachten hier ihre Sommerfrische und genossen die heilenden Schwefelquellen, die Parkanlagen und das gesellschaftliche Leben.

Die historische Bedeutung der Stadt ist bis heute sichtbar. Biedermeierhäuser, prachtvolle Villen, historische Badeanlagen und großzügige Gärten prägen das Stadtbild.

Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt Baden im Jahr 2021: Die Stadt wurde als österreichischer Vertreter in das transnationale UNESCO-Welterbe „Great Spa Towns of Europe“ aufgenommen. Zu diesem Welterbe gehören insgesamt elf bedeutende europäische Kurstädte in sieben Ländern. Sie erzählen gemeinsam die Geschichte der europäischen Kur- und Bäderkultur zwischen dem 18. Jahrhundert und den 1930er-Jahren.

Baden ist damit nicht nur ein schönes Ziel für einen Wellnessurlaub in Niederösterreich, sondern auch ein spannender Ort für alle, die sich für Geschichte, Architektur und Kultur interessieren.

Spaziergang durch den Kurort Baden bei Wien, Blick auf das Casino im Heilbad

Entdecke Baden bei Wien: Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Baden ist eine überschaubare Stadt, die sich wunderbar zu Fuß erkunden lässt. Wer durch die Straßen schlendert, entdeckt historische Bauwerke, kleine Plätze, gemütliche Cafés und immer wieder Spuren berühmter Persönlichkeiten.

Auf den Spuren von Kaiser Franz und Sisi durch die Biedermeierstadt

Besonders eng ist Baden mit der Geschichte der Habsburger verbunden. Kaiser Franz I. verbrachte regelmäßig die Sommermonate in der Stadt. Sein ehemaliges Kaiserhaus am Hauptplatz gehört deshalb zu den bekanntesten historischen Gebäuden Badens. Auch andere Mitglieder der kaiserlichen Familie hielten sich gern hier auf. Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als Sisi, war ebenfalls in Baden unterwegs.

Wer durch die Altstadt spaziert, sollte sich Zeit für den Hauptplatz, die Stadtpfarrkirche St. Stephan, das Stadttheater, das historische Frauenbad am Josefsplatz und die Sommerarena nehmen.

Ein besonderes Augenmerk verdient auch die Architektur. Baden wurde nach einem großen Stadtbrand im frühen 19. Jahrhundert im Biedermeierstil neu gestaltet. Bedeutende Architekten wie Josef Kornhäusel prägten das Stadtbild. Bis heute begegnet man hier einer ganz besonderen Mischung aus historischer Eleganz und gemütlichem Kleinstadtflair.

Das Kaiserhaus am Hauptplatz ist übrigens ein wichtiger Zeitzeuge der österreichischen Geschichte. Es wird heute für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Aktuell weist die Stadt allerdings auf eine Schließung hin. Vor einem Besuch lohnt sich daher ein Blick auf die offiziellen Informationen.

Blick auf Baden bei Wien in Oesterreich
Baden bei Wien Oesterreich

Beethoven und Mozart: Baden ist auch eine Stadt der Musik

Baden bei Wien war über viele Jahrzehnte ein beliebter Aufenthaltsort berühmter Künstler und Musiker. Besonders eng ist die Stadt mit Ludwig van Beethoven verbunden.

Der Komponist verbrachte mehrere Sommer in Baden und wohnte unter anderem in der Rathausgasse 10. Hier schrieb er in den Jahren 1821, 1822 und 1823 wichtige Teile seiner berühmten Neunten Symphonie.

Heute befindet sich in dem historischen Gebäude das Beethovenhaus Baden. Ein Besuch ist besonders interessant, wenn man sich für das Leben und Werk des Musikgenies interessiert. Die Ausstellung verbindet historische Wohnräume mit Beethovens Musik und erzählt von seiner Zeit in der Kurstadt.

Auch Wolfgang Amadeus Mozart hinterließ Spuren in Baden. Seine berühmte Motette „Ave verum corpus“ wurde hier uraufgeführt in der Stadtpfarrkirche St. Stephan. Wer durch Baden spaziert, wandelt also tatsächlich auf musikalischen Spuren. Und das macht den Stadtrundgang noch ein bisschen besonderer.

Unterwegs in Baden bei Wien

Ein bisschen Aufregung: Ein Besuch im Casino Baden

Wer in Baden bei Wien unterwegs ist, kommt auch am berühmten Casino kaum vorbei. Das historische Spielcasino gehört seit vielen Jahrzehnten zum gesellschaftlichen Leben der Stadt und ist eine besondere Adresse für einen etwas anderen Abend.

Bei unserem sommerlichen Wochenende haben wir dem Casino ebenfalls einen Besuch abgestattet. Ein bisschen Adrenalin und Aufregung verspüren, wenn beim Roulette die Kugel ihren Platz sucht oder es sich einfach bei einem Cocktail auf der Terrasse gemütlich machen. Wir haben uns damals für die genussvolle Variante entschieden.

Das Casino Baden bietet neben klassischen Spielmöglichkeiten auch Gastronomie, Veranstaltungen und verschiedene Erlebnisangebote. Wer lieber kulinarisch statt spielerisch unterwegs ist, kann beispielsweise einen Besuch im Casino-Restaurant einplanen.

Im Casino Garten in Baden bei Wien Oesterreich bei Nacht

Baden im Grünen: Kurpark, Rosarium und Picknickmomente

Baden ist nicht nur eine Stadt der Geschichte und Kultur. Besonders schön sind auch die zahlreichen Park- und Gartenanlagen. Sie machen den Aufenthalt angenehm entschleunigt und laden dazu ein, einfach einmal durchzuatmen.

Doblhoffpark und Rosarium: Ein Blütenmeer mitten in Baden

Einer unserer schönsten Eindrücke aus Baden war der Besuch im Doblhoffpark mit seinem berühmten Rosarium. Auf einer Fläche von rund 75.000 Quadratmetern blühen hier jedes Jahr mehr als 25.000 Rosenstöcke in über 700 verschiedenen Sorten. Die liebevoll angelegten Beete, die weitläufigen Wiesen und die alten Bäume machen den Park zu einem wunderschönen Ort für einen Spaziergang.

Besonders zur Rosenblüte im Frühsommer ist das Rosarium ein echtes Erlebnis. Aber auch außerhalb der Blütezeit lohnt sich ein Besuch. Der Doblhoffpark ist eine grüne Oase mitten in der Stadt und bietet viel Platz für eine kleine Auszeit. Der Eintritt in das Rosarium ist frei. Die Anlage kann ganzjährig besucht werden und ist barrierefrei zugänglich.

Picknick im Doblhoffpark in Baden bei Wien

Picknick im Park: Genuss unter freiem Himmel

Ein Picknick passt wunderbar zu einem Sommertag in Baden. Bei unserem damaligen Besuch haben wir uns ebenfalls eine genussvolle Pause im Grünen gegönnt.

Damals wurden in Baden spezielle Picknickkörbe angeboten, gefüllt mit regionalen Leckereien, Getränken und allem, was man für ein gemütliches Picknick benötigt. So ließ sich der Spaziergang durch den Park ganz unkompliziert mit einer kleinen Genussauszeit verbinden.

Ob dieses konkrete Picknickkorb-Angebot aktuell noch verfügbar ist, sollte vorab bei der Badener Tourist-Information erfragt werden. Und wer lieber ganz klassisch einkehrt, findet in Baden und Umgebung zahlreiche Cafés, Restaurants und Heurigen.

Picknick im Doblhoffpark, geoeffneter Picknickkorb

Wandern in Baden bei Wien: Unterwegs im Wienerwald und Helenental

Wer im Urlaub gern aktiv unterwegs ist, muss Baden nicht verlassen, um mitten in der Natur zu sein. Direkt vor den Toren der Stadt beginnt der Wienerwald mit zahlreichen Wanderwegen, Aussichtspunkten und historischen Burgruinen.

Hier lässt sich ein Kurzurlaub in Österreich wunderbar mit Bewegung und Naturerlebnissen verbinden.

Besonders beliebt sind Wanderungen durch das Helenental sowie Touren zu den historischen Ruinen Rauhenstein und Rauheneck. Auch der Beethovenwanderweg und der Pilgerweg Via Sacra bieten Möglichkeiten, die Umgebung rund um Baden zu Fuß zu entdecken.

Wandern in Baden bei Wien im Wienerwald und Helenental

Unsere Wanderung zur Burgruine Rauheneck

Eine besonders schöne Tour haben wir damals selbst ausprobiert. Ausgangspunkt war der Doblhoffpark. Von dort führte unser Weg vorbei am Thermalstrandbad und am historischen Gelände der ehemaligen Weilburg in Richtung Burgruine Rauheneck.

Unterwegs gab es immer wieder schöne Ausblicke und kleine Entdeckungen am Wegesrand. Besonders spannend waren die Höhlen, an denen wir vorbeikamen. Nach einer ausgiebigen Wanderung ging es anschließend wieder zurück Richtung Baden. Eine gemütliche Einkehr im Waldgasthaus Servus Hauswiese durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Unsere damalige Tour dauerte ungefähr drei Stunden und umfasste rund zwölf Kilometer. Sie ist eine schöne Möglichkeit, einen Stadtbesuch in Baden mit einer Wanderung im Wienerwald zu verbinden. Die genauen Wege und Zugänge können sich allerdings verändern. Deshalb empfehlen wir, vor der Tour die aktuelle Wanderbeschilderung und den Wegestatus zu prüfen.

Auch die Burgruine Rauhenstein ist ein beliebtes Wanderziel. Wichtig ist hier die Unterscheidung zwischen Rauhenstein und Rauheneck: Es handelt sich um zwei unterschiedliche Burgruinen. Für die Burgruine Rauhenstein wurden Sanierungsarbeiten und eine zeitweilige Sperre angekündigt. Informiere dich daher unbedingt über die aktuelle Zugänglichkeit.

Wer lieber gemütlich wandert, kann auch einfach das Wegerl im Helenental erkunden. Der Weg entlang der Schwechat führt durch eine wunderschöne Landschaft und eignet sich gut für eine entspannte Naturauszeit.

Wandern im Wienerwald und Helenental in Baden bei Wien

Wellness in Baden bei Wien: Römertherme und Thermalstrandbad

Was wäre Baden bei Wien ohne seine Thermalquellen? Schließlich verdankt die Stadt ihnen ihren Namen und ihre lange Geschichte als Kurort.

Noch heute spielt das Thema Wellness und Wohlbefinden eine wichtige Rolle. Gleich mehrere Möglichkeiten laden dazu ein, sich eine entspannte Auszeit zu gönnen.

Römertherme Baden: Entspannung mit Schwefelwasser

Ein Besuch in der Römertherme gehört für Wellnessfans eigentlich zum Pflichtprogramm. Die Therme erinnert an die lange Badetradition der Stadt, die bereits in der Römerzeit begann. Heute erwartet Gäste eine großzügige Bade- und Saunalandschaft mit Innen- und Außenbecken, einem Schwefelbecken, verschiedenen Saunamöglichkeiten und zusätzlichen Wellnessangeboten.

Besonders interessant ist das Badener Schwefelthermalwasser. Es wird auch heute noch für das Badeerlebnis genutzt und verbindet die moderne Thermenlandschaft mit der langen Kurgeschichte der Stadt. Neben dem Badebereich gibt es ein Fitnessangebot, Massagen, Kosmetik und gastronomische Möglichkeiten.

Die Römertherme ist ganzjährig geöffnet und eignet sich damit auch für einen Wellness-Kurzurlaub außerhalb der klassischen Sommersaison. Die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreise findest du auf der Website der Römertherme Baden.

Roemertherme Baden bei Wien von Aussen

Thermalstrandbad Baden: Ein Strand mitten im Wienerwald

Eine ganz besondere Badeattraktion ist das Thermalstrandbad Baden. Hier treffen echtes Strandgefühl, historische Architektur und Thermalwasser aufeinander.

Die Anlage wurde 1926 eröffnet und ist im Stil der damaligen Architektur gestaltet. Für den künstlich angelegten Sandstrand wurden seinerzeit sogar rund 300 Eisenbahnwaggons Sand aus einer Donaubucht nach Baden gebracht. Auch die Wasserflächen sind beeindruckend. Neben den klassischen Schwimmbecken gibt es historische Schwefelbecken, die sogenannten „Wandln“.

Bei unserem sommerlichen Wochenende war das Strandthermalbad eine willkommene Abkühlung. Gerade bei warmen Temperaturen ist es schön, nach einem Stadtspaziergang oder einer Wanderung noch ein paar Stunden am Wasser zu verbringen.

2026 feierte das Thermalstrandbad übrigens sein 100-jähriges Bestehen. Ein schönes Stück Badener Bädergeschichte, das bis heute lebendig geblieben ist. Das Thermalstrandbad ist ein saisonales Freibad. Die genauen Öffnungszeiten und die Dauer der Badesaison werden jährlich festgelegt. Aktuelle Informationen gibt es bei der Stadtgemeinde Baden.

Sehenswuerdigkeiten in Baden bei Wien, Thermalstrandbad Baden

Genuss in Baden: Heurige, Wein und regionale Spezialitäten

Zu einem Besuch in Baden gehört für uns auch der kulinarische Genuss. Schließlich liegt die Stadt mitten in einer traditionsreichen Weinregion. Besonders typisch für Niederösterreich sind die Heurigen. Dabei handelt es sich um gemütliche Weinlokale beziehungsweise Buschenschanken, in denen Winzer ihren eigenen Wein und regionale Spezialitäten anbieten.

Rund um Baden gibt es zahlreiche Möglichkeiten, einen Heurigenbesuch mit einem Ausflug durch die Weinberge zu verbinden. Ein Glas Wein, eine Brettljause oder regionale Schmankerl gehören hier einfach dazu.

Die Heurigen haben allerdings nicht unbedingt ganzjährig geöffnet. Viele Betriebe schenken nur während bestimmter Aussteckzeiten aus. Wer einen bestimmten Heurigen besuchen möchte, sollte sich deshalb vorher über die aktuellen Öffnungstage informieren. Einen Überblick bietet beispielsweise der Heurigenkalender für den Bezirk Baden.

Auch die Badener Gastronomie hat einiges zu bieten. Eine besondere Empfehlung aus unserem damaligen Aufenthalt war die Kaiserschmarrnshow von Fernsehkoch Herwig Gasser am Hauptplatz. Dort konnten Gäste damals erleben, wie die österreichische Mehlspeisen-Klassik zubereitet wird – und natürlich auch probieren.

Brettljause in Baden bei Wien in Oesterreich, regionale Kueche geniessen

Übernachten in Baden bei Wien: Wellness & Geschichte im Schloss Weikersdorf

Nach einem erlebnisreichen Tag stellt sich natürlich die Frage: Wo übernachtet man am besten in Baden bei Wien?

Während unseres sommerlichen Wochenendes durften wir im damaligen Hotel Schloss Weikersdorf Residenz & Spa wohnen. Das Haus liegt direkt am Doblhoffpark und verbindet historische Schlossatmosphäre mit einem großzügigen Wellnessbereich.

Schon der erste Eindruck war besonders. Ein historisches Gebäude, ein romantischer Rosengarten und dazu ein moderner Spa-Anbau. Eine schöne Kombination, wenn man Kultur, Entspannung und ein bisschen Schlossgefühl miteinander verbinden möchte.

Schloss Weikersdorf: Ein Haus mit langer Geschichte

Die Geschichte des Schlosses reicht weit zurück. Die Herren von Weikersdorf wurden bereits 1233 erstmals urkundlich erwähnt. Natürlich war das Gebäude damals noch kein Hotel. Erst in den 1970er-Jahren entwickelte sich das Anwesen zu einem Hotelbetrieb. Seitdem wurde das historische Gebäude immer wieder modernisiert und erweitert. Besonders der zusätzliche Spa-Bereich brachte eine zeitgemäße Wellnessausrichtung in das traditionsreiche Haus.

Auch die Historie des Schlosses hat einiges zu erzählen. Während unserer Führung erfuhren wir von wechselnden Besitzern, historischen Ereignissen und berühmten Gästen. Selbst Kaiserin Elisabeth soll hier einst zu Gast gewesen sein. Und bei so viel Geschichte dürfen natürlich auch ein paar Schlossgeschichten und angebliche Gespenster nicht fehlen.

Pytloun Schlosshotel Weikersdorf in Baden bei Wien, Blick von Aussen auf den gelb-weissen Turm
Wellness im Schloss: Pool, Sauna und Spa

Ein echtes Highlight des damaligen Aufenthalts war für mich der Wellnessbereich. Der Spa-Bereich umfasste seinerzeit rund 1.000 Quadratmeter und verfügte über einen Innenpool, verschiedene Saunamöglichkeiten, einen Naturkneippbereich, eine Liegewiese sowie Räume für Anwendungen.

Leider reichte die Zeit damals nicht für eine Massage oder eine andere Wellnessanwendung. Dafür haben wir den Pool ausgiebig genutzt. Bei sommerlichen Temperaturen war das genau die richtige Entscheidung.

Auch der Außenbereich mit einem kleinen Bachlauf zum Kneippen war ein schöner Platz zum Entspannen.

Pytloun Schlosshotel Weikersdorf in Baden bei Wien in Oesterreich, im Wellnessgarten mit Bachlauf
Historisches Schloss oder moderner Spa-Anbau?

Das Hotel bot damals unterschiedliche Zimmerkategorien im historischen Gebäudeteil sowie in der neueren Spa-Residenz.

Persönlich haben mir die Zimmer im neuen Anbau besser gefallen. Sie wirkten auf mich heller und einladender. Die Zimmer im historischen Gebäudeteil fand ich teilweise etwas dunkel. Das ist natürlich Geschmackssache, aber für meine persönliche Wohlfühlatmosphäre spielt Licht durchaus eine Rolle.

Ein besonders schöner Moment war für mich das Frühstück auf der sonnigen Terrasse mit Blick in den romantischen Rosengarten. So startet man doch gern in einen Urlaubstag!

Pool im Pytloun Schlosshotel Weikersdorf in Baden bei Wien Oesterreich

Schloss Weikersdorf als Location für Hochzeiten und Veranstaltungen

Das Schloss ist nicht nur eine Unterkunft für Wellnessgäste. Auch für Hochzeiten, Tagungen, Seminare und andere Veranstaltungen bietet das historische Ambiente einen besonderen Rahmen.

Während unseres damaligen Aufenthalts fand gerade eine Hochzeit statt. Die Trauung wurde im Schlossgarten unter freiem Himmel gefeiert. Anschließend ging es zum Empfang auf die Terrasse mit Blick in den Rosengarten. Die eigentliche Feier fand im glasüberdachten Arkadenhof und im angrenzenden Schlosskeller statt. Bei dem herrlichen Sommerwetter war das eine wirklich schöne Atmosphäre.

Auch die historischen Veranstaltungsräume und der Arkadenhof haben mir damals sehr gut gefallen.

Pytloun Schlosshotel Weikersdorf Baden bei Wien Veranstaltungsraum mit Glasdach

Was ist aus dem Hotel Schloss Weikersdorf geworden?

Ein wichtiger Hinweis für alle, die heute einen Wellnessurlaub in Baden planen: Das frühere Hotel Schloss Weikersdorf Residenz & Spa wird inzwischen unter dem Namen Pytloun Schlosshotel Weikersdorf geführt. Der aktuelle Betreiber nennt 164 Zimmer und Suiten sowie einen rund 1.000 Quadratmeter großen Hotel-Spa mit Hallenbad, finnischer Sauna, Dampfbad und Fitnessbereich. Für Hotelgäste ist der Zugang zum Spa laut Betreiber im Übernachtungspreis enthalten. Weitere Informationen zum heutigen Hotel findest du direkt auf der Website des Pytloun Schlosshotel Weikersdorf.

Blick ins Doppelzimmer Pytloun Schlosshotel Weikersdorf in Baden bei Wien in Oesterreich

Baden bei Wien: Ein Kurzurlaub, der viele Möglichkeiten bietet

Unser sommerliches Wochenende in Baden bei Wien hat mir gezeigt, dass man gar nicht weit von einer großen Metropole entfernt sein muss, um eine ganz andere Art von Auszeit zu erleben.

Baden verbindet historische Architektur, kaiserliche Geschichte, Musik, Wellness, Natur und Genuss auf eine sehr angenehme Weise. Ein gemütlicher Spaziergang durch die Biedermeierstadt, ein Besuch im Rosarium, eine Wanderung durch den Wienerwald oder ein paar entspannte Stunden in der Therme, die Möglichkeiten sind vielfältig.

Besonders schön finde ich die Mischung aus Aktivsein und Entspannung. Am Vormittag durch die Natur wandern, am Nachmittag im Thermalwasser relaxen und am Abend bei einem guten Glas Wein im Heurigen sitzen. Genau solche kleinen Kombinationen machen für mich einen gelungenen WellBeing-Kurzurlaub aus.

Baden bei Wien ist deshalb nicht nur eine schöne Ergänzung zu einer Städtereise nach Wien, sondern durchaus ein eigenständiges Reiseziel für ein verlängertes Wochenende.

Und wer weiß: Vielleicht führt mich die nächste Reise nach Niederösterreich ja wieder einmal in diese charmante Kurstadt. Zu entdecken gibt es jedenfalls noch einiges!

Baden bei Wien Reiseinformationen auf einen Blick

  • Reiseziel: Baden bei Wien
  • Bundesland: Niederösterreich
  • Region: Wienerwald
  • Entfernung zu Wien: rund 26 Kilometer
  • Besonderheit: UNESCO-Welterbe „Great Spa Towns of Europe“ seit 2021
  • Erlebnisse: Wellness, Thermen, Kultur, Wandern, Wein und Heurigen
  • Übernachtungstipp aus unserem damaligen Aufenthalt: Schloss Weikersdorf, heute Pytloun Schlosshotel Weikersdorf

Kirche Baden bei Wien Oesterreich

*Hinweis zur damaligen Bloggerreise: Ich wurde zu meinem Aufenthalt in Baden bei Wien und der Übernachtung im damaligen Hotel Schloss Weikersdorf Residenz & Spa eingeladen. Meine persönliche Meinung und meine Eindrücke blieben davon natürlich unberührt. Dieser Artikel wurde im Herbst 2026 umfangreich überarbeitet und neu veröffentlicht.


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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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