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Urlaub & Reise: Wir müssen über CO2 reden!

Wer nachhaltig leben möchte, der muß sich zwangsläufig auch mal die Frage stellen, wie nachhaltig möchte ich denn reisen? Wie viel CO2 produziere ich eigentlich so auf meinen Reisen? Und wie kann ich vielleicht auch CO2 auf meinen Reisen einsparen? Urlaub & Reise: Was hat das mit unserem CO2 Haushalt…

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Urlaub & Reise: Wir müssen über CO2 reden!

Wer nachhaltig leben möchte, der muß sich zwangsläufig auch mal die Frage stellen, wie nachhaltig möchte ich denn reisen? Wie viel CO2 produziere ich eigentlich so auf meinen Reisen? Und wie kann ich vielleicht auch CO2 auf meinen Reisen einsparen?

Urlaub & Reise: Was hat das mit unserem CO2 Haushalt zu tun?

Ich reise sehr gern, reisen gehört für mich unbedingt zum Leben dazu. Doch mache ich mir schon Gedanken darüber, das nicht unbedingt jede Reiseart besonders umweltfreundlich ist. Der CO2 Ausstoss weltweit steigt ständig in die Höhe. Zwar sind an 90% des CO2 Ausstosses die größten Unternehmen auf der Welt Schuld, doch wer hier fleissig mitliest, der weiß, ich bin der Meinung, jeder muß seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten und sich auch immer wieder über sein eigenes Verhalten Gedanken machen.

Doch was produziert eigentlich CO2? Oder noch besser gefragt, wie viel CO2 wird eigentlich auf meiner Reise produziert? Und wie kann ich CO2 überhaupt einsparen?

Von welchen Reiseorten träumt ihr?
Von welchen Reiseorten träumt ihr?

Flugreisen: Die CO2 Schleudern

Gleich mal vorweg – Flugreisen schlagen ziemlich auf ein CO2 Konto. Pro Fluggast entstehen z.B. bei einem Flug nach Südamerika um die 2 Tonnen Kohlendioxid. Ein Flug nach Mallorca schlägt immerhin noch mit rund 0,2 Tonnen zu Buche.

Im letzten Jahr sind fast 2 Mio. Menschen auf und von deutschen Flughäfen gestartet und gelandet. Knapp 70 Prozent der Flüge und Fluggäste flogen dabei innerhalb von Europa. Rund 20 Prozent der Flüge waren interkontinental und um die 10 Prozent der Flüge wurden sogar innerhalb von Deutschland durchgeführt.

Es heißt, um die Klimaerwärmung in den Griff zu bekommen, darf jeder Mensch nicht mehr als 1 Tonne Kohlendioxid pro Jahr produzieren.

1 Tonne – ein interessantes Ziel, gerade wenn wir uns vor Augen halten, Flugreisen – besonders die ins ferne Ausland – nehmen eher zu als ab.

Welche Reisen sind denn CO2 freundlich?

Wer zukünftig klimaneutral bzw. klimafreundlicher reisen möchte, der sollte also schon einmal genau überlegen, ob und wie oft ich den Flieger besteige. Oder?

Mit wie viel CO2 schlagen denn Bus, Bahn oder Auto zu Buche?

Bei Reisen mit der Bahn oder mit einem Reisebus liegt der CO2 Wert nur noch bei rund 40 Gramm. Wobei, wer hätte es gedacht, der Reisebus hier sogar wirklich Spitzenreiter ist – mit durchschnittlich 30 Gramm pro Fahrgast. Verreisen mit dem Auto ruft hier schon deutlich andere Zahlen auf, immerhin knapp 140 Gramm werden hier, im Durchschnitt, fällig. Doch natürlich immer noch wesentlich umweltfreundlicher als die Flugreise.

Daraus läßt sich auch schnell der Schluss ziehen, dass z.B. eine Reise innerhalb der heimischen Grenzen schon sehr viel CO2-freundlicher ist, als lange Flugreisen. Dazu muß man wirklich kein großer Rechenkünstler sein. Ein Rechenexempel wird aber dann daraus, wenn wir mal hochrechnen, wann es sich überhaupt noch lohnt zu fliegen. Es wird empfohlen, bei einer Entfernung unter 700 Kilometern den Flieger zu meiden und lieber auf Verkehrsmittel wie Bus und Bahn zu setzen.

Verreist ihr gern innerhalb von Deutschland? Oder stehen auf eurer Reiseliste nur Fernreisen?

Am Strand auf Rügen
Am Strand auf Rügen – Warum immer in die Ferne reisen?

Trend Kurzreisen: Doch sind die auch CO2 konform?

Kurzurlaub liegt im Trend. Seit Jahren ist der Trend zu häufigeren Reisen – dafür aber eben kürzer verreisen (um die vorhandenen Urlaubstage auch so gut wie möglich auszunutzen) nicht von der Hand zu weisen. Wer auf Kurzreisen steht, sollte diese dann aber tatsächlich im eigenen Land antreten. Denn bei einer Entfernung ab 2.000 Kilometern wird auch bereits ein Mindestaufenthalt von rund 15 Tagen empfohlen.

Wer noch einen Schritt weiter gehen will und kann, sollte unbedingt auch mal darüber nachdenken, den CO2-Ausstoss auszugleichen. Das geht z.B. in dem man an Klimaschutzprojekte spendet. Atmosfair, Goclimate oder auch Myclimate sind solche Projekte.

Aktuell tun das leider wohl nur 1 Prozent der Reisenden. Da ist doch noch ordentlich Luft nach oben!

Es gibt auch Hotels, die das zum Teil schon für ihre Gäste machen.

Bei der Wahl der Unterkunft, kann man tatsächlich auch wirklich drauf achten, wie umweltfreundlich das Hotel bereits arbeitet. Hier gibt es bereits tolle Hotels und Projekte, die auch in Deutschland verfolgt werden. Diese Hotels berichten auch ganz transparent über Maßnahmen, Ideen und Unternehmungen.

Bildquelle: Bio-Seehotel Zeulenroda - Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz
Bildquelle: Bio-Seehotel Zeulenroda – Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz

 

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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Kommentare

  1. Eva sagt:

    Hallo Tanja, ein echt wichtiger Beitrag und uns Reiseblogger trifft das ja ins Mark. Ich lebe sehr bewußt und nachhaltig, ernähre mich fast vegan und verhalte mich ökologisch verantwortungsvoll aber bei Reisen lass ich es krachen. Ich weiß nicht wie oht ich diese Jahr schon im Flieger saß. Paradox und ich habe ein richtig schlechtes Gewissen. In jedem Fall werde ich künftig mehr an Ausgleichsfonds spenden. Ich gebe zu, ich habe das auch bisher erst 2x gemacht (lächerlich) und nehme mir Deinen Tipp mit den 700 km zu Herzen. Das wusste ich nicht … Danke für die Aufklärung!

  2. Liebe Eva, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich denke, der erste Schritt ist auf alle Fälle schon mal damit getan, dass einem das eigene Verhalten überhaupt bewußt wird. Den meisten Menschen ist ja wirklich überhaupt nicht klar, was alles den CO2 Haushalt belastet und wie man vielleicht auch hier einfach vorbildlicher vorgehen kann. Ich persönlich bin ja auch eher eine Vielreisende und daher weiß ich eben auch, wie schwer es ab und zu ist, Alternativen zu nutzen oder auch eben öfter doch noch mal über ein Reiseziel nachzudenken und eben den Faktor Umweltschutz auch einfach mal mit in die Reiseplanung einzubeziehen. 🙂