Fastenwandern Interview mit Katja Verhoeven +++ Fastenwandern SyltFastenwandern Interview mit Katja Verhoeven +++ Fastenwandern Sylt

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Katja Verhoeven und ihr Sylt-Gefühl

Wer ständig unter Strom steht, gerät leicht außer Balance – 5 Fragen an Katja Verhoeven – selbständige Hotel-Marketing-Beraterin

Ihr Herz schlägt für die Hotellerie. Sie kann auf mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in dieser Branche zurückblicken. Auch das hat Katja Verhoeven sicherlich dazu bewegt, von der Hoteldirektion, in die Selbständigkeit als Hotel-Marketing-Beraterin, mit Schwerpunkt Social Media und Onlinemarketing, zu wechseln und eine Kreativagentur ins Leben zu rufen. Doch…

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Wer ständig unter Strom steht, gerät leicht außer Balance – 5 Fragen an Katja Verhoeven – selbständige Hotel-Marketing-Beraterin

Ihr Herz schlägt für die Hotellerie. Sie kann auf mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in dieser Branche zurückblicken. Auch das hat Katja Verhoeven sicherlich dazu bewegt, von der Hoteldirektion, in die Selbständigkeit als Hotel-Marketing-Beraterin, mit Schwerpunkt Social Media und Onlinemarketing, zu wechseln und eine Kreativagentur ins Leben zu rufen. Doch was macht eine solche Powerfrau eigentlich privat in ihrem persönlichen Urlaub? Wir sind dieser Frage mal auf den Grund gegangen.

Katja Verhoeven und ihr Sylt-Gefühl
Katja Verhoeven zeigt uns ihr Sylt-Gefühl
  • Du hast uns vor Kurzem berichtet, dass dein letzter Urlaub eine Fastenwanderung auf Sylt war. Wie lange warst du insgesamt Fastenwandern?

Ich war insgesamt eine Woche Fastenwandern auf Sylt. Das Programm dort läuft immer von Samstag bis Samstag, natürlich mit der Möglichkeit zu verlängern. Und dabei ist eine Woche Fastenwandern so effektiv wie drei Wochen „normaler Urlaub“.

  • Was reizt dich persönlich am Fastenwandern? Gab es während der Fastenzeit auch z.B. einen kritischen Punkt oder vielleicht einen ganz besonders tollen Moment?

Fastenwandern ist für mich ein körperliches und seelisches Entschlacken. Wer ständig unter Strom steht, gerät leicht außer Balance.

Beim Fastenwandern habe ich meine innere Mitte wiedergefunden. Es ist schwer zu erklären, man kann es eigentlich nur selbst erleben. Ich fühlte mich wie in einem Mikrokosmos, nahm alles sehr intensiv wahr und gelangte zu einer absoluten inneren Ausgeglichenheit und Ruhe.

Bei den täglichen Wanderungen gibt es zwischendurch immer Strecken, die im Schweigen absolviert werden. Da kann man seinen Gedanken freien Lauf lassen und auch wenn man versucht das eine oder andere zu verdrängen, irgendwann bricht es hervor und man muss sich damit auseinandersetzen.

Mit ein Grund, warum ich mich für’s Fastenwandern entschieden habe war, dass ich meinen Körper entschlacken wollte. Ich versuche jedes Jahr zu fasten und war nun schon zum zweiten Mal Fastenwandern. Allerdings war es dieses Mal am intensivsten. Man nimmt über das Jahr so viel ungesunde Nahrung zu sich, dazu kommen Medikamente und Alkohol. Beim Fasten hat der Körper die Möglichkeit zu entgiften und sich von innen zu reinigen. Die Haut wird reiner und ein netter Nebeneffekt ist auch der Gewichtsverlust von ein paar Kilo.

Kritische Punkte hatte ich. Ich bin eine Kämpfernatur und als ich an meine körperlichen Grenzen gestoßen bin, wollte ich es nicht wahr haben. Auch das Chaos meiner Gedanken und Gefühle zu bändigen war oftmals kritisch. Ich habe viel Tagebuch geführt und alles notiert was mich positiv aber auch negativ bewegt hat. Und das Schreiben, das Schweigen und die Gespräche mit meinen Mitfastern haben echt geholfen.

Meine tollsten Momente hatte ich an den beiden letzten Tagen. Die Sonne schien, es war verdammt kalt, die Natur war einzigartig schön und in mir hüpften die Glückshormone rum. Es kam mir vor als würde ich von innen heraus strahlen und dieses Gefühl nenne ich immer noch „Mein-Sylt-Gefühl“. Ich habe ein tolles Foto von mir, welches genau dieses Gefühl ausdrückt und wenn ich mal einen schlechten Tag habe, dann schaue ich mir das Bild an und denke an „Mein-Sylt-Gefühl“.

  • Darf man beim Fastenwandern eigentlich überhaupt nichts essen? Gibt es vielleicht auch vorgeschriebene Mindestkilometer, die man z.B. am Tag erwandern muß? Oder gibt es z.B. andere Regeln, die man beim Fasten(wandern) unbedingt beachten sollte?

Beim Fastenwandern im Fastenhaus Werner auf Sylt wird nach Buchinger gefastet. D.h. man beginnt vor der Anreise bereits mit sogenannten „Entlastungstagen“, an denen man auf schwere Nahrung und Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Zigaretten verzichtet. Am Samstag der Anreise wird der Darm durch ein Einlaufgerät entleert, denn nur wenn der Darm leer ist, empfindet man kein Hungergefühl. Die nächsten Tage sind dann alle gleich: Frühsport im Freien, anschließend ein Glas Saft (frisch gepresst oder entsaftet) den man ganz langsam auslöffelt, dann folgt eine ca. vierstündige Wanderung über die Insel. Nach der Wanderung kann jeder 2-3 Schnitzer Zitrone, Grapefruit oder Orange auslutschen und zieht sich dann zurück um seinen täglichen Leberwickel (feuchter Waschlappen auf die Leber, Wärmflasche drüber und ruhen) zu machen oder bekommt Wellnessanwendungen. Abends trifft man sich dann um einen Teller Gemüsesuppe (klar und ohne Stücke) zu löffeln und kann am Abendprogramm teilnehmen. Das Abendprogramm wechselt von Vorträgen bis hin zu Sport. Ganz wichtig ist es, dass man mindestens drei bis fünf Liter stilles Wasser oder Kräutertee pro Tag trinkt, damit der Darm durchspült wird. Außerdem ist ein täglicher Einlauf ratsam. Am Abreisetag „bricht“ man das Fasten mit einem Apfel oder einer Möhre. Danach folgen „Aufbautage“, an denen man den Körper langsam wieder an feste Nahrung gewöhnt.

Mindestkilometer gibt es nicht. Da sollte jeder auf seinen Körper hören und aufhören, wenn er nicht weiter kann oder möchte. Besonders die ersten Tage können hart sein. Vor allem, wenn man das erste Mal fastet. In den ersten Tagen verstärken sich oft körperliche Beschwerden und man fühlt sich müde und schlapp. Wenn man diese Tage überstanden hat kommt meist der Energieschub. Bei mir haben sich meine „körperlichen Baustellen“ Rücken und Knie besonders hartnäckig gezeigt, dazu kamen Entzugskopfschmerzen vom Kaffee und eine fette Erkältung. Ab Mittwoch ging es mir aber schon viel besser und es ging stetig bergauf.

Ich persönlich empfehle, beim ersten Mal nicht alleine zu fasten. Beim Fastenwandern auf Sylt hat man immer einen erfahrenen Fastenbegleiter und eine Gruppe, die ähnliches „durchmacht“ wie man selbst, dabei.

Fastenwandern
Fastenwandern auf Sylt
  • Du selber wohnst derzeit ganz zentral zwischen Köln und Frankfurt im wunderschönen Weltkulturerebe Mittelrheintal. Auch sicherlich eine wundervolle Ecke um zu wandern. Was hat dich also dazu bewegt, eine Fastenwanderung auf Sylt anzutreten?

Das Mittelrheintal ist in der Tat eine wunderschöne Ecke. Hier gibt es an jeder Ecke eine Burg, Weinberge erstrecken sich entlang des Rheins und die Wanderwege Rheinsteig und Rhein-Burgen-Weg sind ausgezeichnet. In meiner Freizeit gehe ich hier auch viel wandern und genieße die Natur. Urlaub hat für mich aber auch immer etwas mit wegfahren zu tun. Ich muss aktiv irgendwo hin fahren und mich von meiner Wohn- und Arbeitsstätte räumlich lösen.

Nach Sylt bin ich gefahren, weil ich mir den kalten Nordwind durch den Kopf pusten lassen wollte und weil ich die Nordsee und auch Ostsee in der Nebensaison einfach liebe -die ruhigen Strände, das raue Klima und die nordische Atmosphäre.

Außerdem gibt es momentan anscheinend keine Angebote zum Fastenwandern im Mittelrheintal. Das soll sich allerdings bald ändern… 🙂

  • Welche Art von Urlaub bevorzugst du denn ansonsten noch für dich persönlich?

Ich bin kein Pauschalurlaubstyp, würde mich also sehr schwertun, wenn ich 14 Tage im Süden am Strand liegen müsste. Ich möchte im Urlaub etwas erleben und aktiv sein. Dabei ist die Kombination aus Entspannung und körperlicher Aktivität sehr wichtig. Ein Wellnessurlaub kombiniert mit Wandern zum Beispiel. Aber auch Städtetrips, bei denen ich die Stadt zu Fuß erkunde, finde ich toll.

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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