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Strassen der Roemer

Straßen der Römer: Antike Entdeckungsreise mit Genuss

Begleitet uns auf unserer Reise auf den Straßen der Römer: Wir waren unterwegs zwischen Trier und Echternach auf römischen Spuren und noch mehr! Neugierig was wir entdeckt und erlebt haben?

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Straßen der Römer: Antike Entdeckungsreise mit Genuss



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Schon mal was von den Straßen der Römer gehört? Zur Region und auch der Idee hinter diesem doch sehr weitgefassten Begriff erzähle ich euch gleich noch ein wenig mehr.

Außerdem waren wir auf einem Teil der besagten Straßen der Römer unterwegs und wir nehmen euch mit auf unsere Reise. Nicht nur mit auf unsere Roadtrip-Route – sondern speziell auch auf eine Zeitreise, die uns bis zu 2.000 Jahre in der Geschichte zurückführt.

Eines wissen wir nach unserer Reise definitv wenn ihr römische Sehenswürdigkeiten in Deutschland sucht, dann kommt ihr nicht an den Straßen der Römer vorbei.

Thermen Trier

Straßen der Römer: Wo genau liegen die eigentlich?

Ein altes Sprichwort besagt „alle Wege führen nach Rom“. Diese Aussage ist gar nicht so abwegig, denn die Römer bauten ihre Straßen vielfach schnurgerade in die Landschaft, um die wichtigen Städte – bis nach Rom – miteinander zu verbinden.

Das Leben der Römer inklusive römischer Geschichte wird immer noch erforscht. Gerade in und um Rheinland-Pfalz befinden sich viele Orte der Spätantike. Um genau diese Geschichte und die besonderen Zeitzeugen zu bewahren, haben sich verschiedene deutschsprachige Tourismusorganisationen zusammengeschlossen.

Dazu zählen die Mosellandtouristik GmbH, Eifel-Tourismus GmbH, Hunsrück-Touristik GmbH, Tourismus Zentrale Saarland GmbH, Office Régional du Tourisme Région Moselle Luxembourgeoise, Office de Tourisme Echternach – Syndicat d’Initiative et de Tourisme, Maison du Tourisme du Pays d’Arlon und die Tourist-Informationen der Straßen der Römer. Denn in alle diesen Regionen befinden sich sehr spannende römische Überbleibsel und Spuren wie z.B. alte Villen, Thermen, Türme, Tempel, Steinbrüche und Kastelle aber auch kulturelle Spuren, wie der Weinanbau oder auch tatsächlich Einflüsse aus der römischen Küche.

Strassen der Roemer Trier

Roadtrip Straßen der Römer: Unsere Reiseroute auf der Suche nach Römer Sehenswürdigkeiten

Ihr seht schon, insgesamt ist das Projekt wirklich sehr umfassend und auch wirklich spannend und informativ. Wir waren als Familie mehrere Tage auf einem Teil der ehemaligen römischen Strassen unterwegs um auf Spurensuche zu gehen.

Zwischen Trier, Bitburg und Echternach folgten wir den Römern durch die felsige und märchenhafte Landschaft der Südeifel, entlang der Mosel und der heutigen Ferienregion Bitburger Land. Römische Spuren lassen sich hier in Städten wie Trier geballt erleben und entdecken aber auch entspannt auf Wanderungen integrieren. So gelingt mühelos eine aktiv-informative Entdeckungsreise entlang der Spätantike, auf der auch der Genuss nicht zu kurz kommt.

Zur besseren Übersicht findet ihr die Römer Sehenswürdigkeiten und andere Highlights in der Region in der eingefügten Map.

Tag 1: Idenheim, Burg Rittersdorf & römische Sagen

Wir starten unsere Reise auf römischen Spuren in Idenheim. Für unsere Ausflüge in die Region haben wir in einem tollen Ferienhaus auf dem Kohnshof eingecheckt.

Römische Brandgräberfelder in Idenheim

Das gemütliche Ferienhaus auf dem Kohnshof und vor allen Dingen Idenheim sind eine gute Wahl für eine spätantike Entdeckungsreise und die Suche nach Römer Sehenswürdigkeiten in der Region.

Zwei Brüder zogen aus von Trier (der römischen Kaiserstadt) um ein neues Heim zu finden. Einem Bachlauf folgend, auf der Suche nach der Quelle, landete einer der Brüder im heutigen Idenheim und benannte es nach dem eigenen Namen „Udo“. Aus Udoheim wurde also später Idenheim.

Aus einer Sage zur Entstehung von Idenheim

So weit, so gut! Bei Idenheim wurden aber auch römische Brandgräberfelder entdeckt. Fundstücke wie Scherben und Kupfermünzen befinden sich heute im Landesmuseum Trier und im Kreismuseum Bitburg-Prüm.

Tipp: Rund um Idenheim findet ihr auch einen der Bitburger Landgänge. Der Spazier- und Wandwerg „Zwischen den Büschen“ führt euch auf knapp acht Kilometer durch die Waldgebiete „Großbüsch“ und „Urbuch“ -> MEHR INFOS

Ferienhaus Idenheim
Burg Rittersdorf bei Bitburg: Wo genussvolle Landküche auf Mittelalter-Ambiente trifft

Nur rund 15 Kilometer von Idenheim und rund 30 Kilometer von Trier entfernt empfängt uns die mitten im Örtchen liegende Burg Rittersdorf zu einem gemütlichen Abendessen in idyllischer Atmosphäre.

Während wir auf der Terrasse unser feines Dreigänge-Menü mit genussvoller Landküche genießen, begibt sich eine kleine Entenfamilien auf einen sommerabendlichen Ausflug auf den mit Seerosen bewachsenen Wassergraben, der die Burg umgibt. Kaum zu glauben, dass der Ort und auch die Burg im letzten Sommer stark mit dem Hochwasser in der Region zu kämpfen hatten.

Wir sind wirklich tief beeindruckt, wie schnell die Burg renoviert und wieder eröffnet werden konnte, auch dank zahlreicher Helfer aus der Region, wie uns die Inhaberin berichtete.

Erstmalig erwähnt wurde die Wasserburg „Burg Rittersdorf“ 1263. Also lange nach der römischen Herrschaft. Römische Keramik als Fund aus einem Grabhügel belegen aber auch in Rittersdorf den Einfluss der römischen Zeit.

Tipp: Ab Burg Rittersdorf lädt auch ein sehr schöner Rundwanderweg mit einer Länge von knapp 12 Kilometern durch die Streuobstwiesen und Felder des Bitburger Gutlandes ein.

Burg Rittersdorf
Sundowner mit Blick über Wiesen und Felder

Mit dem Sonnenuntergang kommen wir wieder in unserem Ferienhaus auf dem Kohnshof an. Wir nehmen Platz auf der Terrasse mit einem weiten Blick über Streuobstwiesen und Felder, nippen an unserem gut gekühlten Weißwein und malen uns aus, wie es hier wohl zu römischer Zeit aussah?

Das niegelnagelneue Ferienhaus mit drei Schlafzimmern ist modern und wirklich super ausgestattet. Und trotzdem wirkt es durch viel Holz und dicke Steinmauern wunderbar traditionell. Ihr findet es am Rande von Idenheim mit einem traumhaften, weiten Blick über Wiesen und Felder. Im Nebengebäude findet ihr einen kleinen Wellnessbereich mit Sauna und Whirlpool. MEHR INFOS

Ahrtalwein Solidahritaet

Tag 2: Römer Sehenswürdigkeiten von Bitburg bis in die Kaiserstadt Trier

Unseren zweiten erlebnisreichen Entdeckertag auf den Strassen der Römer beginnen wir an der Villa Otrang. Um die Villa zu erreichen, sie liegt etwas ausserhalb von Bitburg, legen wir von unserem Ferienhaus eine Fahrt von gut 20 Minuten zurück.

Römische Villa Otrang erzählt vom Landleben in der Spätantike

Einst war die Villa Otrang wohl ein prächtiges Landgut. Heute zeugen von dieser Pracht beispielsweise noch die kunstvollen Mosaike, die bei Feldarbeiten zufällig an das Tageslicht kamen.

An der Villa Otrang treffen wir auf Tiberius Secundinius Comes – so der römische Name von Experimentalrömer Edgar Comes – wie im Alltag sein Name lautet. Er führt uns durch die Villa und berichtet uns, wie es wohl zu Zeiten der Römer auf dem Landgut aussah und wie das Leben der Menschen zur damaligen Zeit verlief.

Tipp: An vielen Stellen entlang der Straßen der Römer stosst ihr auf einen Hinweis zur kostenfreien ARGO-App. Damit könnt ihr noch einmal intensiver auf eine Reise in die Vergangenheit gehen und mehr über die Objekte sowie zur Geschichte erfahren -> App downloaden

Strassen der Roemer
Spaziergang durch Bitburg auf dem römischen Parcours

Bitburg liegt rund 30 Kilometer von Trier entfernt. Zu Zeiten der Römer betrug das so ungefähr einen Tagesmarsch. Wer im Mittelpunkt der Stadt steht, da wo heute die Kirche platziert ist und die Straße herunterschaut, kann noch erahnen, wie die Verbindung nach Trier so ungefähr verlaufen ist.

Bitburg war zur damaligen Zeit eine Art Zwischenposten und Raststation von oder zur Weiterreise nach Köln oder auch Lyon und Metz.

Gemeinsam mit Experimentalrömer und Gästeführer Edgar Comes begeben wir uns in Bitburg ebenfalls auf römische Spurensuche. Entlang der zehn Stationen auf dem archäologischen Parcours in Bitburg laufen wir durch die Stadt und lauschen den Ausführungen und Erklärungen. Sogar Überreste einer alten Stadtmauer zeigen sich noch an einigen Ecken in der Stadt.

Zum Abschluss unserer Tour trinken wir noch gemeinsam eine Bitburger Fassbrause (das gehört in Bitburg einfach dazu!) an der Touristeninfo. Im Anschluss signiert Edgar Comes für uns noch (s)ein römisches Kochbuch. Aus dem wir in den nächsten Tagen auch noch sein Lieblingsgericht kochen werden.

Habt ihr schon mal römisch gekocht?

Strassen der Roemer Bitburg
Sommertag in der Kaiserstadt Trier und jede Menge Römer Sehenswürdigkeiten

Von Bitburg aus düsen wir weiter nach Trier. Trier ist laut eigenen Angaben die wohl älteste Stadt in Deutschland. Darüber hinaus war sie bereits zu Zeiten der Römer sehr wichtig, denn sie war eine von insgesamt nur vier römischen Kaiserstädten.

Tatsächlich wurde der gesamte Nordwesten des Römischen Reichs aus Trier regiert.

Wer heute nach Trier kommt, der stolpert quasi an jeder Ecke über ein UNESCO Welterbe. Insgesamt sind es gleich neun UNESCO Welterbestätten. Sei es das Wahrzeichen und bekannte Stadttor von Trier – die bekannte Porta Nigra oder auch die Konstantinbasilika, der Trierer Dom, die Liebfrauenkirche, die Römerbrücke und nicht zu vergessen, die Überreste der Thermen und des Amphitheaters. Trier ist eine echte Schatzkammer und das nicht nur, wenn ihr auf römischer Spurensuche seid.

Strassen der Roemer Trier
Noch mehr Römer Sehenswürdigkeiten im Rheinischen Landesmuseum Trier

Als erstes geht es für uns in das Rheinische Landesmuseum. Auf mehreren Stockwerken verteilen sich spannende Exponate und Informationen zum römischen Reich, bis hin zum Niedergang und auch zum Untergang des Imperiums.

Tipp: Für eine umfangreiche und informative Erkundungstour durch Trier empfehlen wir euch die Antikencard Trier. Mit der Karte habt ihr kostenfreien oder ermäßigten Eintritt/Zugang zu vielen Museen, Bauwerken und Teilnahme an Führungen in der Kaiserstadt. -> MEHR INFOS

Spaziergang durch die Kaiserstadt Trier vorbei an vielen Römer Sehenswürdigkeiten

Zu Fuß spazieren wir vom Landesmuseum durch den Palastgarten rüber zur Konstantinbasilika. Nur wenige Schritte davon entfernt liegt der Dom und die Liebfrauenkirche. Wir werfen einen Blick in die beiden wunderschönen Bauwerke und in das Museum am Dom.

Weiter führt uns der Spaziergang über den Hauptmarkt mit Brunnen und historischer Häuserfassade in Richtung Porta Nigra. Hier beginnt für uns der Aufstieg zur Spitze des Wahrzeichens von Trier. Entstanden ist das Tor mit dem Bau der Stadtmauer von Trier in den Jahren 160 bis 200 n. Chr. Wir genießen die Aussicht, bevor es wieder treppab geht und wir durch die sommerlich-heiße Stadt zum nächsten Highlight aufbrechen.

Auf dem Weg zu den Barbara- und Kaiserthermen unternehmen wir auch noch einen Abstecher zur alten Römerbrücke. Diese wurde bereits zur Stadtgründung 17. v. Chr. gebaut und ist heute noch in der Nutzung.

Über den Palastgarten kommen wir schließlich, nach knapp sechs Kilometern quer durch die Stadt, wieder am Rheinischen Landesmuseum an.

Porta Nigra Trier
Zum Abendessen ins Gasthaus Sonnen: Traditionsbewusste Küche

Zum Abendessen geht es ins Gasthaus Sonnen. Diese Adresse war übrigens ein Tipp von Einheimischen. Im lauschigen Biergarten des Restaurants genießen wir Weißweinschorle und regionale Spezialitäten wie Wurstsalat und Spundekäs.

Tag 3: Wanderungen durch das Felsenland in der Südeifel

Wanderschuhe geschnürt, Rucksack gepackt und in luftige Kleidung gehüllt, machen wir uns auf in das Felsenland Südeifel, nahe der Grenze zum Nachbarland Luxemburg. An der Römischen Villa Bollendorf startet unsere erste Wanderung. Die Überreste der Villa sind wirklich gut erhalten. Wer mehr wissen möchte, findet auch hier wieder den Hinweis auf die Nutzung der ARGO App.

Gut zu wissen: Erbaut wurde die römische Villa in Bollendorf ungefähr im zweiten Jahrhundert. Zum Ende des 4. Jahrhunderts verließen die Bewohner das Haus und es zerfiel.

Von der römischen Villa Bolldendorf bis zum Diana Denkmal

Nach dem wir uns die Überreste der Villa Bollendorf angeschaut haben gehts bergauf in den Wald in Richtung Ferschweiler Plateau. Über idyllisch-verwunschene Wanderpfade führt uns der Weg vorbei an beeindruckenden Felsen, durch den fast märchenhaft wirkenden Wald. Das dichte Laub der Bäume spendet Schatten und zaubert Lichtspiele auf Wege und Steine. Vor uns auf dem Weg sonnt sich sogar ganz genüsslich eine Blindschleiche.

Nach einer Wanderzeit von gut einer Stunde kommen wir am Teufelsloch an. Wir schlängeln uns durch den schmalen Spalt der kleinen Schlucht und steigen auf der anderen Seite hoch zum Ausguck, um die weite Sicht zu genießen.

Im Anschluss schlängelt der Weg sich wieder hinab, bis wir plötzlich vor dem antiken Diana-Denkmal stehen. Aufgestellt so um das zweite Jahrhundert. Der bearbeitete Stein wurde als Monument zu Ehren der römischen Göttin der Jagd platziert.

Gut zu wissen: Rund um Bollendorf findet ihr besonders beliebte Wanderwege und auch die Lauschtouren. Sie verbinden beispielsweise die „Grüne Hölle“, „die Teufelsschlucht“ mit dem Dinosaurierpark gleich ums Eck oder auch die „Bollendorfer Felsentour“. Die Rundtouren sind zwischen zwei bis zehn Kilometern lang und können auch sehr gut miteinander kombiniert werden. MEHR INFOS

Wanderung Suedeifel
Schloss Weilerbach, Opferaltar & (römische) Kiesgräber

Vom Diana Denkmal bis zum Schloss Weilerbach sind es dann nur noch rund 30 Minuten zu Fuß. Wir werden bei dieser Etappe von einem leichten Sommerregen überrascht, der aber ehrlich gesagt nur für etwas Abkühlung sorgt an diesem heißen Sommertag. Außerdem duftet der Wald danach noch wunderbarer nach Wald, Moos und Pilzen.

Wir treten aus dem Wald und stehen plötzlich oberhalb vom Schloss im deutsch-luxemburgischen Naturpark. Die Aussicht ist wirklich fabelhaft, denn wir blicken über den Park hinaus in die sanften, baumbewachsenen Hügel der Südeifel.

Bis 1780 nutzte die benachbarte Abtei aus Echternach das Schloss Weilerbach als Sommerresidenz, in diesem Zuge wurde auch eine Eisenhütte errichtet. Nach dem Verkauf und einer starken Beschädigung im zweiten Weltkrieg, wurde das Schloss 1987 umfassend restauriert.

Heute finden Veranstaltungen im Schloss statt und an einigen Tagen haben ein Café und ein Museum geöffnet. Unser Highlight war die barocke Gartenanlage, in der sich an diesem warmen Tag Salamander, Frösche, Libellen und Schmetterlinge tummelten. Der Schlossgarten kann übrigens kostenfrei besichtigt werden.

Die nächste Etappe unserer Wanderung kostete noch einmal etwas Anstrengung, denn es ging wieder steil bergauf über den Opferaltar – der eher wie ein Dinokopf aussieht, finde ich zumindest – und dann rüber zu den Kiesgräbern.

Woher der Name Kiesgräber stammt ist nicht ganz klar. Doch dieser Begräbnisplatz wurde wohl bereits von den Römern angelegt. Tatsächlich strahlt dieser Ort eine ganz besondere Atmosphäre aus. So haben wir auch einfach Platz unter den Bäumen genommen und den Moment und das damit verbundene Gefühl auf uns wirken lassen.

Picknick am Weinberg

Von den Kiesgräbern ging es den Berg hinab und plötzlich standen wir wieder am Ausgangspunkt unserer Rundtour. Nach gut elf Kilometern Wanderung hatten wir uns wirklich eine Belohnung verdient und die wartete in Form eines Picknicks am Fuße eine alten römischen Weinbergs.

Dazu mußten wir noch ein paar Kilometer mit dem Auto zurücklegen bis zum Weinberg Mindener Layen. Dort wartete bereits Gästeführer Gerhard Krämer auf uns, zu einer Weinprobe mit einer zünftigen Picknick-Brotzeit und ausführlichen Informationen zum Weinanbau an der Sauer – bereits zu römischer Zeit. Was für ein krönender und leckerer Abschluss dieser Wanderung. Wir hätten hier wohl auch gut und gerne einfach versacken können, so schön und entspannt war es am Fuße des Weinberges in geselliger Runde.

Gut zu wissen: Der „Layen“ liegt zwischen Minden und Echternacherbrück. Der trockene Berghang aus Muschelkalk erstreckt sich auf gut einen Kilometer. Unten am Fuße steht das Weintor aus alten Weinreben. Früher haben hier die Mönche der Abtei aus Echternach den Wein angebaut, bevor der Weinanbau in den 50er Jahren in der Region aufgegeben wurde. Nun wachsen hier wieder 99 Rebstöcke als Gemeinschaftsprojekt verschiedener Hobbywinzer. Wer mag, kann Rebstockpatenschaften (für bis zu max. 5 Rebstöcke) übernehmen und auch aktiv im Weinberg (mit)arbeiten.

Wanderung auf dem Römerpfad – Welche Römer Sehenswürdigkeiten wir wohl hier entdecken?

Nur ein paar Kilometer entfernt vom Weinberg liegt der Startpunkt vom Rundwanderweg Römerpfad. Da es schon später Nachmittag ist, entschliessen wir uns nicht den kompletten Weg von rund elf Kilometern zu laufen sondern eine kleinere Runde von maximal fünf Kilometern.

Von Butzweiler zu den Pützlöchern

Der Römerfpad ist ein Premiumwanderweg, der am Brunnen in kleinen Ort Butzweiler als Zuweg startet. Wir verlassen den Ortskern und laufen über einen kleinen Waldweg zu den Pützlöchern. Bei den Pützlöchern handelt es sich um antiken Bergbau zur Römerzeit.

Inmitten der idyllischen Waldlandschaft findet sich ein Kupferbergwerk, hier wurden Azurit und Malachit gefördert und auch Steine und Felsen abgebaut. Es heißt, aus diesem Bergwerk stammen Steine, die für den Bau der berühmten und bekannten Porta Nigra in Trier verwendet wurden.

Das Bergwerk ist heute verschlossen – kann und darf aber mit fachkundiger Führung besichtigt werden. Da wir mit einem Wanderführer unterwegs waren, durften auch wir ausgestattet mit Taschenlampen einen Blick in die alten Gänge und Schächte werfen. Was für ein Abenteuer!

Gut zu wissen: Es ist möglich das Bergwerk zu besichtigen – vom 1. Mai bis 31. Oktober. Besichtigungen sind nach Vereinbarung und Absprache möglich. – MEHR INFOS

Roemerpfad
Über den Eifelsteig zur Burg Ramstein

Normalerweise führt der Rundweg vorbei an weiteren Zeitzeugen, wie beispielsweise einer Langmauer und der Genoveva- und Klausnerhöhle. Die gesamte Wanderung hört sich unheimlich spannend an, doch da wir schon relativ spät dran sind kürzen wir ab und wandern ein Stück auf dem Eifelsteig, um nach ungefähr einem Kilometer zur Burg Ramstein abzubiegen.

Burg Ramstein oder besser gesagt die Ruine der Burg ist eine Höhenburg – sie liegt auf über 180 Metern. Errichtet wurde sie zum Anfang des 14. Jahrhunderts.

Durch das Butzbachtal mit seinen gurgelnden Wasserfällen

Die letzte Etappe unserer kleinen Wanderung führt durch das wildromantische Butzbachtal mit seinen märchenhaft gurgelnden Wasserfällen, den verwunschenen Stiegen und Stegen, über Steine und Felsen, Leitern und schließlich sogar über eine abenteuerlich schaukelnde Hängebrücke. Nach dem Butzbachtal laufen wir noch ein kleines Stück über einen Feldweg, die Strahlen der schon sehr tief stehenden Sonne kitzeln in den Augen und lassen uns blinzeln. So landen wir schließlich wieder am Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Butzbachtal Wasserfaelle
Feierabend mit gemeinsamer Kochsession

Auf dem Rückweg von Butzweiler kaufen wir noch ein paar Zutaten ein und dann gehts zurück ins Ferienhaus nach Idenheim. Unseren Feierabend verbringen wir heute mit der oben angekündigten Familien-Kochsession aus unserem römischen Kochbuch von Edgar Comes.

Pünktlich zum Sonnenuntergang sitzen wir auf der Terrasse und genießen unsere Kochkünste inkl. einer erfrischenden Weißwein-Schorle.

Das Rezept für das komplette Menü verraten wir euch in unserem Artikel „Römische Rezepte aus dem Römer-Kochbuch“

Roemerkochbuch
Roemisches Kochbuch

Tag 4: Ausflug nach Echternach auf der Suche nach noch mehr Römer Sehenswürdigkeiten

An unserem letzten Tag in der Region führte uns der Weg rüber ins luxemburgische Echternach. Gleich mal vorweggenommen: Mit diesem Ausflug wurde unsere langgehegte Idee doch noch einen eigenen Roadtrip durch Luxemburg zu starten, neu entfacht. Doch das ist natürlich eine andere Geschichte.

Zurück zu unserem Tag in Echternach – der ältesten Stadt in Luxemburg.

Spaziergang durch Echternach

Los geht es bei unserem Spaziergang durch Echternach an der Sankt Willibrordus Basilika. Erbaut wurde die beeindruckende Basilika um das Jahr 800, rund 100 Jahre nach der Gründung von Echternach. Nach dem Stadtgründer – also dem heiligen Willibrord – wurde dann eben auch die Basilika benannt.

Doch weil es in Echternach echt viel zu entdecken gibt, zog es uns auch relativ zügig weiter: Benediktinerabtei, Abteimuseum, das Gotische Haus, die Peter und Paul Kirche, Hihof und der hübsche Marktplatz, bis wir schließlich an der antiken Römervilla landen, der wir natürlich ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken wollen.

Echternach Strassen der Roemer
Römer Sehenswürdigkeiten in Echternach: Erkundung der Römervilla

Die Römische Villa Echternach war eigentlich ein wirklich großer Gutshof zur Römerzeit. Vor einigen Jahren wurde der Gutshof entdeckt und vollständig ausgegraben. Heute kann er besichtigt werden.

Bevor wir das Aussengelände betreten führt der Weg durch das Besucherzentrum, eine Art kleines Museum. Hier werden verschiedene Alltags-Szenen des römischen Lebens zu damaliger Zeit nachgestellt. Das Anwesen war mit bis zu 70 Räumen ausgestattet, hatte auch eine Küche, Baderäume, Mosaikfußböden, Fußbodenheizung und auch im Aussenbereich ein riesiges Wasserbecken. Welches übrigens aufgrund der sommerlichen Temperaturen sehr einladend wirkte. Wir wären am liebsten direkt reingehüpft, doch dafür ist es natürlich nicht gedacht…

…oder vielleicht doch? Denn es wird vermutet, dass der Gutshof in späteren Jahren der Spätantike sogar als eine Art Hotel (mit Wellness!) genutzt wurde.

Cool: In Luxemburg könnt ihr alle Verkehrsmittel im Nahverkehr kostenfrei nutzen. Auch der Eintritt in die antike römische Villa in Echternach ist kostenfrei. MEHR INFOS

Roemische Villa Echternach
Abschied aus Echternach

Bevor wir vom hübschen Echternach Abschied nehmen, setzen wir unseren Stadtspaziergang fort. Wir laufen entlang der Stadtmauer. In einigen der kleinen Türme sind heute Ferienhäuser untergebracht, die über die Stadt gebucht werden können. Besonders lauschig und plötzlich auch ganz still ist es auf der Rückseite der Basilika beim kleinen Gartenpavillion.

Für den Stadtrundgang empfiehlt sich den Wegmarkierungen mit dem Doppelkopf-Adler zu folgen. So kommt ihr wirklich an allen wichtigen (Römer) Sehenswürdigkeiten, Bauwerken und Highlights vorbei.

Zum Abschluss gönnen wir uns erst noch einen Kaffee am Marktplatz und danach mit Couverture überzogene Nougatpralinen – eine Spezialität für Echternach, haben wir uns verraten lassen.

Gut zu wissen: Echternach liegt in der beliebten touristischen Region „kleine Luxemburger Schweiz“. Rundherum findet ihr viele tolle Wanderwege. Verbunden ist Echternach über eine kleine Brücke mit Echternacherbrück auf der deutschen Seite. Für uns war Echternach eine echte Überraschung und unsere Idee zu einer Rundreise durch Luxemburg wurde damit neu angeheizt.

Stadtmauer Echternach

Lohnt sich eine Reise auf den Straßen der Römer?

Bleibt abschließend noch ein kleines Fazit, ob sich die Reise auf den Straßen der Römer und eben auch speziell auf den Spuren der Römer lohnt – auch gerade als Familie? Grundsätzlich kann ich – können wir das mit JA beantworten, wenn man wirklich kulturell und auch geschichtlich interessiert ist. Gerade die Region zwischen Trier und Echternach hat spannende Orte und grenzüberschreitende Erfahrungen zu diesem Thema zu bieten.

Die Erkundung der römischen Spuren lassen sich hier auch sehr gut mit entspannt-aktiven Wanderungen und kulinarischen Genusserlebnissen kombinieren, denn sowohl tolle Wanderwege als auch guter Wein sind sehr präsent in de Region.

Darüber hinaus findet ihr natürlich auch noch weitere spannende Ausflugsziele, die natürlich für etwas Abwechselung sorgen. Ich hab sie hier nicht explizit aufgeführt aber natürlich in der übersichtlichen Karte markiert. Ebenso wie ich auch Tipps und Berichte von Bloggerkollegen in die Karte aufnehme, die ebenfalls auf römischen Spuren auf den Straßen der Römer unterwegs waren.

Mehr Informationen zu den Straßen der Römer findet ihr unter www.strassen-der-roemer.eu. Auf unserer Reise auf den Straßen der Römer haben wir uns auf die Regionen zwischen Trier und Echternach konzentriert. Dazu zählen das Bitburger Land, die Ferienregion Felsenland Südeifel, Eifel Tourismus, Visit Mosel und die Deutsch-Luxemburgische Tourist-Information.

Strassen der Roemer Echternach

*Offenlegung: Wir waren im Rahmen einer Kooperation unterwegs. Für unsere Arbeit auf dieser erlebnisreichen Recherche-Tour haben wir ein Honorar erhalten.


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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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Kommentare
  1. Liebe Tanja,

    ich würde sagen, eine Reise auf der Straße der Römer lohnt sich auf jeden Fall.

    Das hört sich nach einem perfekten Kurzurlaub an: Wandern durch schöne Landschaften, interessante kulturelle und historische Stätten sehen und sich kulinarisch verwöhnen lassen – was will man mehr?

    Liebe Grüße

    Gina

  2. Liebe Tanja,

    das sieht super spannend und extrem einladend aus. Ich kenne die Region viel zu schlecht, aber Dein ausführlicher Artikel bietet so viele tolle Tipps, da möchte ich gleich starten.

    Ob ich allerdings die Eierspeise testen möchte, ich bin mir nicht so sicher.
    Mich aber mal auf römische Spuren begeben, dass fänd ich schön.

    Ein zweiter Teil folgt, oder?

    Liebe Grüße, Katja

    1. Tanja sagt:

      Liebe Katja,
      die Straßen der Römer sind schon interessant…. 🙂 und natürlich gehen sie weit über die Region in der wir unterwegs waren hinaus. Somit garantiert nicht unsere letzte Tour auf den Straßen der Römer.
      Als weiteren Artikel (auf besonderen Wunsch) haben wir ganz frisch das Rezept unseres römischen Menüs veröffentlicht.
      Vielleicht traust du dich dann ja doch noch an die Eier. 😉
      Viele Grüße
      Tanja