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In den Bergen ueber der Bucht von Kotor

Kotor Montenegro: (M)eine Reise in die Vergangenheit

Eines der Reiseländer, in denen ich am häufigsten in den letzten Jahren unterwegs war, ist Ex-Jugoslawien. Zu den jugoslawischen Zeiten (bis 1991/1992) war ich tatsächlich nicht im Land auf Reisen, damals düsten meine Eltern noch alleine nach Jugoslawien und ich blieb bei den Großeltern. 😉 Zum ersten Mal führte mich…

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Kotor Montenegro: (M)eine Reise in die Vergangenheit

Eines der Reiseländer, in denen ich am häufigsten in den letzten Jahren unterwegs war, ist Ex-Jugoslawien. Zu den jugoslawischen Zeiten (bis 1991/1992) war ich tatsächlich nicht im Land auf Reisen, damals düsten meine Eltern noch alleine nach Jugoslawien und ich blieb bei den Großeltern. 😉 Zum ersten Mal führte mich meine Reise, nach Ende des Krieges, 2001 in und durchs Land – (m)eine erste Tour durch Ex-Jugoslawien.

Erst in den letzten Jahren bin ich, für Reisen, nach Kroatien & Co., in den Flieger gestiegen. Doch in den Jahren davor hab ich das Land via Auto (in Form von kleinen und größeren Roadtrips) erkundet. Und auch wenn ich jetzt vor Ort bin, leihe ich mir immer einen mobilen Untersatz um die Gegend zu erkunden.

Jugoslawien-Reise: Gestern, Heute und Morgen

Genau davon möchte ich euch nach und nach mehr erzählen, von meiner ersten Reise in und durch Ex-Jugoslawien. Wie sich das Land, nach und nach wieder verändert hat und natürlich möchte ich auch von unseren Reiserouten und Entdeckungen etwas mehr erzählen. Bevor ich heute aber einen Ausflug mit euch nach Monte Negro unternehme, erst einmal ein paar Informationen zu Ex-Jugoslawien. Schon Jugoslawien bestand aus sechs Teilrepubliken: Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro und Mazedonien. Innerhalb von Serbien gab es dann noch die Provinzen Vojvodina und Kosovo. Mit dem Krieg bestand die Bundesrepublik Jugoslawien noch bis 2003, aus den Ländern Serbien und Montenegro, der Rest hatte sich schon abgespalten. Eine Art Restjugoslawien gab es dann noch bis 2006, dieses bestand aus Teilrepubliken von Serbien und Montenegro. Seit 2006 bestehen nun offizielle Nachfolgestaaten aus dem ehemaligen Jugoslawien. Und zwar sind das Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro und Mazedonien.

Nun aber genug zur Geschichte… kommen wir lieber zur Schönheit und Vielfältigkeit des Landes. Folgt mir auf einen kleinen Ausflug rüber nach Montenegro, rüber in die Bucht von Kotor.

In den Bergen ueber der Bucht von Kotor
In den Bergen über der Bucht von Kotor

Montenegro Urlaub: Ausflug in die Bucht von Kotor

Schon 2001 düste ich zum ersten Mal rüber, von Dubrovnik, in die Bucht von Kotor. Die Grenze von Kroatien zu Montenegro ist, von Dubrovnik aus, schnell zu erreichen. Insgesamt ist die Strecke von Dubrovnik bis Kotor rund 100 Kilometer lang, die Fahrtzeit beläuft sich auf rund zwei Stunden. Montenegro ist, mit knapp 14.000 Quadratkilometern, aber auch nicht so groß. Dort leben etwas mehr als 600.000 Menschen – es geht also doch recht beschaulich zu. 😉

Als ich das erste Mal nach Montenegro kam, hatte ich das Glück, gleich mit einem verantwortlichen Touristiker ein wenig Zeit zu verbringen. Das Land wurde damals zwar schon wieder von Urlaubern besucht, doch die Zahl war doch noch recht übersichtlich. Man arbeitete damals dran, regelmäßig wieder Flüge aus Deutschland auf den Flugplan zu setzen. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, gab es 2001 schon wieder Flüge von Berlin. Insgesamt war es zu der Zeit übrigens doch noch recht schwierig einen ‚bezahlbaren‘ Flieger in die Ecke zu buchen.

Mein erster (oder war es vielleicht doch sogar schon der zweite Trip) rüber nach Montenegro war eigentlich auch mein spektakulärster – wie das immer so ist, wenn ein Land touristisch noch nicht ganz so überrannt ist. 😉 Während dieses Ausflugs hab ich einfach mal, durch die Bank, alles kennenlernen dürfen:

  • Abzocke beim Essen in den Bergen, oberhalb der Bucht von Kotor – ein kleines Gasthaus sehr versteckt – es wirkte fast privat. Unsere „Brotzeit“ war total lecker aber für ein wenig Brot, Schinken, Tomaten und Wein sollten es damals 50.- DM (ja richtig es waren noch Deutsche Mark Zeiten) sein. Wenn wir uns überlegen, dass der Durchschnitt für ein Glas Wein zu diesem Zeitpunkt in Montenegro vielleicht bei 1,50 DM lag (der Laden war ja auch eher nicht in Top-Lage), könnt ihr euch ja vorstellen, was das bedeutete. Leider wußte man damals nicht, dass ich mich im Anschluss mit dem Menschen von der Montenegro-Touristik getroffen habe. Als ich dem davon erzählte, schickte er doch gleich mal jemanden im kleinen Gasthof vorbei.
Montenegro - Ziegen in den Bergen
Montenegro – Ziegen in den Bergen – wir beobachten sie vom Restaurant aus
  • Eine herzliche Gastfreundschaft, auf der anderen Seite. Wir kehrten in kleinen Lokalen ein und auch damals schon richtig guten Restaurants und erlebten eine wirklich herzliche und zuvorkommende Gastfreundschaft.
  • Tolles Essen, wenn man im ehemaligen Jugoslawien was kann, dann ist das definitv ‚auch‘ gut Essen. Auf gute Küche legt man viel Wert.
  • Bewunderung für die Schönheit der Landschaft. Die Landschaft in Montenegro ist identisch mit der in Kroatien. Die Küste ist einfach toll und auch der Weg durch die Berge zeigt wundervolle Natur. Die Küste in Kroatien hatte mich schon sehr begeistert und auch die Küste Montenegros tut hier keinen Abbruch. Insgesamt verläuft die Bucht von Kotor – fjordartig – über rund 30 Kilometer entlang der Adriaküste. Als ich oberhalb in den Bergen stand und runter schaute, hat mich der Blick und die Sicht schon sehr beeindruckt.
Unterwegs in den Bergen von Monte Negro
Unterwegs in den Bergen von Monte Negro
  • Leider auch noch viel Müll, als wir durch das Hinterland fuhren. Wir hielten uns überwiegend am Küstenstreifen auf, fuhren aber auch hoch in die Berge. Dort fanden wir, in dieser fantastischen Landschaft, Schluchten und Felsspalten, in denen einige Menschen einfach ihren Müll beseitigt hatten – es war wirklich vom Kühlschrank bis zum normalen Müllbeutel oder auch Bettgestell alles vorhanden.
  • Radarska Kontrola, ja wir kamen auch in eine Radarkontrolle (sehr beliebt damals in allen ehemaligen Jugoslawien-Staaten)
  • Ein echter Kulturschock, denn wir durften ‚ausnahmsweise‘ in Kotor in das ehemalige Gefängnis. Dort lebte damals (ob er heute noch lebt weiß ich leider nicht) ein Künstler. Ihm hat man das ehemalige Gefängnis, für seine Kunst, zur Verfügung gestellt. Unsere Gefühle schwankten, beim Gang durch die Räume, von Bewunderung bis hin zu Überforderung. Wie es wohl früher für die Gefangenen gewesen sein mußte, denn sie konnten von ihrer Zelle direkt auf einen kleinen Marktplatz schauen. Aber auf alle Fälle war der Besuch ein nachhallendes Erlebnis. 😉
Blick ins alte Gefaengnis
Blick ins alte Gefängnis
Hinterhof Kotor altes Gefaengnis
Hinterhof Kotor altes Gefängnis – 2001 lebte dort ein Künstler
Blick aus einer Zelle auf die Strasse
Blick aus einer Zelle auf die Straße

Montenegro Urlaub: Ein Spaziergang durch Kotor

Kotor ist rund 2000 Jahre alt. Wer in Kotor zu Gast ist, der sollte sich die Zeit nehmen und einen ausgiebigen Spaziergang durch die süße und vor allen Dingen wirklich historische Altstadt unternehmen, um sie auch wirklich in sich aufzunehmen. Stadtmauer, Uhrenturm, alte Gemäuer und Kathedrale sind nur einige der Gebäude, die ihr euch anschauen solltet. Nehmt auch einfach mal Platz in einem der kleinen Cafe’s, genießt einen Kaffee und laßt die Stadt auf euch wirken.

Ich will euch hier nicht mit zu vielen Zahlen und historischen Fakten langweilen… ich steh drauf, doch ich weiß, die meisten möchten sich im Urlaub auch einfach nur inspirieren lassen… daher nur ein Satz zur Stadt, den ihr euch merken solltet 😉

Nicht umsonst wurde die Stadt Kotor bereits 1979 in das UNESCO Weltkultur- und Naturerbe aufgenommen.

Wir hatten damals das Glück, dass wirklich nicht viele Touristen in Kotor unterwegs waren. Mittlerweile sieht das natürlich ganz anders aus. Kotor ist längst wieder ein superbeliebter Touristenort und geschichtlich hat die Stadt eben auch viel zu bieten. Ähnlich wie in Dubrovnik legen, auch in der Bucht von Kotor, längst wieder zahlreiche Kreuzfahrtschiffe an. Das war natürlich 2001 auch doch eher selten bis gar nicht zu beobachten… 😉 Böse sind wir darüber natürlich nicht, dass wir damals zu den wenigen Touristen der Stadt zählten… 😉

Seit 2001 ist natürich viel Zeit vergangen. Wir waren auch in den Jahren danach immer mal wieder in Kotor und drumherum. Mittlerweile befinden sich wieder viele Hotels in der Region (damals auch noch Mangelware – überwiegend wohnte man bei privaten Gastgebern – hier wurden dann Zimmer, Ferienwohnungen und Appartements angeboten). Auch große Supermärkte und Einkaufszentren suchte man damals vergeblich – auch darüber sind wir nicht wirklich böse gewesen, wir kauften viel bei den Einheimischen und in kleinen Tante-Emma-Läden oder auch am Straßenrand und haben so auch gleich mal viel über Land, Leute und Landesgeschichte erfahren… 😉 Mit den touristischen Massen gehören natürlich auch große Shopping-Center & Co. in Ex-Jugoslawien heute zum Straßenbild. Das nimmt natürlich viel von der damaligen Gemütlichkeit… aber so ist das mit dem Fortschritt eben und wenn Urlauber, Touristen und Reisende interessante Länder für sich (wieder)entdecken. Für die Bevölkerung und die Wirtschaft im Land eben auch gut und nicht aufhaltbar.

Monte Negro - in den Straßen von Kotor 2004

Monte Negro – in den Straßen von Kotor 2004

Unterwegs in Kotor
Unterwegs in Kotor
Entdeckungen in Kotor
Entdeckungen in Kotor
In der Bucht von Kotor
In der Bucht von Kotor
Marktplatz Kotor
Marktplatz Kotor
Kotor Streifzug
Kotor Streifzug

Mit diesem Reise-Rückblick in die Vergangenheit von Montenegro, der Bucht von Kotor und Kotor nehme ich auch an der Blogparade von Trip to the planet teil.

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Ihr wollt mehr von meiner Reise durch Ex-Jugoslawien lesen?

  • Inselhopping an der Adriaküste – folgt in Kürze
  • Wandern an den Plitvicer Seen – folgt in Kürze
  • Ausflug nach Mostar – folgt in Kürze

 

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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