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Wellness-Trends 2024

Wellness-Trends & SpaCamp 2024: Königlich entspannen. erleben. genießen.

Wellness-Trends & SpaCamp 2024: Königlich entspannen. erleben. genießen. Was wollen Wellness-Gäste wirklich? Wir haben nachgefragt

spaness.de

Wellness-Trends & SpaCamp 2024: Königlich entspannen. erleben. genießen.



Mit dem ersten SpaCamp-Trend-Talk 2024 wirft auch das SpaCamp seine ersten verheissungsvollen Schatten voraus. Zeit sich also intensiv mit neuen Wellness- und Spa-Trends zu beschäftigen. Zeit einen Blick auf die Branche und vor allen Dingen den Spa- und Wellness-Gast zu werfen.

Natur trifft auf Technologie – so könnte man die aktuelle Entwicklung der Wellness-Trends und Spa-Angebote zusammenfassen. Doch trifft das auch wirklich den Wunsch der Gäste?

Wellness-Trends 2024
Natur trifft Technologie (c) Foto: AdobeStock/Inlovehem/generiert mit KI (SpaCamp)

Spa-Trends 2024: Was will der Wellness-Gast wirklich?

Biohacking, Holistic Health, Longevity, Digital Detox, Dirty Wellness? Was genau steckt eigentlich dahinter? Können Wellness- und Spa-Gäste wirklich etwas mit diesen Begriffen anfangen? Top oder Flop? Welche Gesundheits-, Spa- und Welless-Trends sollte die (Wohlfühl)Branche kennen? Wo lohnt sich jetzt ein genauer Blick? Und wie geht man mit dieser Fülle an Wellness- und Spa-Trends eigentlich richtig um?

Genau darum ging es in der Diskussionsrunde mit Lisa Markl, Spa-Leiterin im Naturhotel Forstguthof, Optikerin und Autorin Kerstin Herter von Stressfrei.digital und Dr. med. Andrea Gartenbach, Fachärztin für Innere Medizin.

Besonders spannend war dabei der Blick auf den Asiatischen und Südamerikanischen Markt. Was unterscheidet die Wellnessgäste in D-A-CH von internationalen Spa- und Wellness-Gästen? Betrachten wir die Wünsche beispielsweise im internationalen Vergleich, so fällt schnell auf, Wellness- und Spa-Gäste haben ganz unterschiedliche Vorstellungen. Jedenfalls wenn es um gute und stimmige (Wellness)-Angebote geht.

Spa-Trends 2024 - SpaCamp-Trend-Talk

Biohacking & Infusionen: Ist das noch Wellness?

Biohacking und Performance Medizin bzw. Performance Wellness in Form von Infusionen, Ärzte-Begleitung zum Wellness-Aufenthalt, Gespräche zur Medical-Wellness-Therapieplanung mit dem Gast und Einsatz von Ästhetischer Kosmetik im Wellnesshotel, sind auf dem internationalen Markt längst eine Selbstverständlichkeit. In D-A-CH kommen diese Anwendungen und Therapien wiederum nur sehr vereinzelt zum Einsatz. Einerseits liegt das sicherlich zum Teil an streng(er)en Gesetzen. Andererseits aber auch bestimmt am Verständnis, der Akzeptanz und der grundsätzlichen medizinischen Versorgung und damit verbundenen Haltung gegenüber Ärzten.

Stellt sich aber auch gleichzeitig direkt die Frage, ob deratig (medizinische) Eingriffe im Verständnis der Gäste in der D-A-CH-Region noch als Wellness-Angebote angesehen werden? Verankern Spa-Gäste in D-A-CH das auch wirklich (noch) als Wellness-Trends oder eher als medizinisches Thema?

New Health & Anti-Aging: Aber bitte gesund, entspannt & nachhaltig

Ein Blick auf unseren Kernmarkt offenbart wiederum: der Wellnessgast in D-A-CH wünscht sich bei einem Aufenthalt in einem Wellnesshotel in erster Linie eine gute Zeit, ohne Termindruck.

Diese gute Zeit verbringt der Gast gern aktiv in der Natur, mit Genuss aus der regionalen Küche und mit erholsamen und wohltuenden Anwendungen. Dabei stehen Massagen und klassische Wellness-Angebote immer noch ganz weit oben auf der Wunschliste. Gesunde Langlebigkeit – also: Well- und Health-Aging – spielt schon eine Rolle, doch steht der Wellnessgast in D-A-CH dem Lifestyle-Biohacking eher noch skeptisch gegenüber.

Wellness-Trend: Back to the roots

Wellnessgäste in D-A-CH möchten nicht belehrt werden und sie möchten nicht krank sein. Dafür entdecken und schwören sie auf Natürlichkeit. Sie besinnen sich auf traditionelle Anwendungen, Therapien und Gesundheits-Maßnahme wie die Kneipp-Kur, Fasten, ausreichend Schlaf, Streßreduktion und gesunde Ernährung.

Wie (er)schaffen wir neue Erlebnisse & Rituale?

Dabei dürfen traditionelle Behandlungen ruhig neu interpretiert werden und kreativ gedacht zum Einsatz kommen, denn der Wellnessgast im deutschsprachigen Raum entdeckt gern. „Für Wellness-Gäste in D-A-CH brauchen wir niederschwellige und personalschwache (Einsteiger)-Angebote“, so die einstimmige Meinung der teilnehmenden Spa-Manager:innen und Wellness-Expert:innen. Einige Ideen wurden in einem kleinen Brainstorming und durch Erfahrungsaustausch gesammelt:

  • Eisbäder unter Anleitung
  • gesundes oder noch besser zuckerfreies Essen
  • Aroma- und Licht-Therapie zur Collagen-Bildung
  • Entdeckungs-, Begegnungs- und Erlebnisräume schaffen für Ich-Zeiten…
  • …aber auch WIR-Wellness-Momente, gegen die Vereinsamung
  • neue Rituale zur Entspannung kreieren

Gut angenommen werden in vielen Wellnesshotels z. B. niederschwellige Gesundheitspakete, die Gäste optional für einen Aufpreis hinzubuchen können. Inhalt: besondere Getränke (Schlaftee, Fit-Kick zum Frühstück…), gesundes Menü, zuckerfreier Aufenthalt, Schlafmaske etc.

„Dadurch leiten wir den Wellnessgast langsam zu neuen Angeboten und finden heraus, was angenommen wird und ausgebaut werden kann“, berichten einige Spa-Manager:innen in der Runde.

Übrigens: Ausländische Gäste schätzen an einer Wellness-Auszeit in D-A-CH besonders die gute Luft, die Natur und das nachhaltige Angebot.

Wandern im Klauswald Bad Kissingen

Spa-Manager gefragt: Was wollen Wellness-Gäste wirklich?

„Erfreulicherweise ist die Nachfrage nach Emotionen und Berührungen wieder gestiegen. Die Menschen sehnen sich nach einer Auszeit vom Alltag. Die Zeiten von Social Distancing sind vorbei. Die Gäste möchten sich während eines Wellness-Aufenthaltes einfach fallen lassen. Das Bedürfnis nach klassischen Behandlungen und langen Behandlungszeiten ist besonders groß.

Eine enorme Herausforderung liegt dabei in der Spontanität der Gäste. Die möchten sich immer spontaner nicht nur für den Urlaub an sich entscheiden, sondern eben auch für den Aufenthalt im Wellnessbereich inklusive Behandlungen. Ist das Wetter gut, wollen sie die Zeit oft lieber in der Natur verbringen. Spielt das Wetter nicht mit, möchte der Gast qualitativ hochwertige Anwendungen buchen und gern auch neue Behandlungen ausprobieren. Um diese geänderten Anforderungen zu meistern ist es wichtig, das Spa-Team vor Ort in Entscheidungen mit einzubeziehen.

Unsere Mitarbeiter:innen sind am Gast, sie wissen was sich der Gast wünscht. Diesen wertvollen Input gilt es zukünftig zu nutzen, um so auch gleichzeitig die Mitarbeiter:innen zu hören, zu fördern und kreativ zu fordern“, sagt Vanessa Legler, Beauty & Spa Managerin bei Parkhotel Egerner Höfe.

SpaCamp Vanessa Legler
Vanessa Legler – SpaCamp (c) Jasmin Walter

Maren Brandt, Cluster Spa Director bei der Fleesensee Hotelbetriebsgesellschaft ergänzt: „Die Wünsche der Gäste sind in den letzten Jahren anspruchsvoller geworden. Gerade die Ansprüche an einen Spa- und Wellness-Bereich sind gestiegen. Es geht um Qualität aber auch um Verantwortung und Nachhaltigkeit. Das bedeutet, nicht nur das Wellnesshotel an sich wird zertifiziert, sondern auch auf die Zertifizierung des Spa’s wird ein Augenmerk gelegt.

Darüber hinaus verzeichnen wir auch eine gestiegene Nachfrage nach Fitness im Urlaub. Unsere Gäste wollen auch im Wellnessurlaub ihr Sport- und Fitnessprogramm umsetzen und darüber hinaus neue wellness- und gesundheitsförderliche Angebote wie Schlaf-Retreats, Beauty Infusionen und Biostimulatoren wahrnehmen.

Stellt sich daraus die Frage, woher die kompetenten Mitarbeiter:innen für solche qualitativ hochwertigen Angebote kommen? Wie wir unser Personal zukünftig auf neue Trends vorbereiten, Schulungen durchführen und sie auch am kreativen Angebotsprozess besser mit auf die Reise nehmen können? Oder eben auch, welche adäquaten Wellness-Alternativen wir unseren Gästen überhaupt anbieten können, um ein echtes Wohlfühl-Erlebnis zu schaffen, evtl. auch in Hybrid Form.

Maren Brandt Wellness-Trends
Maren Brandt

5 Wellness-Trends 2024 – Ergebnisse & Rückblick auf die ITB

Die Wellness-Trends im schnellen Überblick:

  • Trend 1: Gäste sind treu, trotz notwendig gewordener Preissteigerungen. Bedeutet: Planungssicherheit für Hoteliers. Folge: Investiert wird weiterhin auf hohem Niveau.
  • Trend 2: Wellness ist offen für neue Trends wie Longevity.
  • Trend 3: Konzentration aufs Wesentliche und neuem Gastinteresse folgen.
  • Trend 4: Profitieren von spezialisierteren Angeboten für Anspruchsvolle.
  • Trend 5: Automation und KI: Wellnessgäste sind offen für Neues.

Personal, Energie und Modernisierungen – all das kostet und zwingt auch Hoteliers zu Preissteigerungen und Umdenken. Interessanterweise bemängeln Wellnessgäste die notwendig gewordenen Preiserhöhungen aber weniger, besagt die gemeinsame Studie von beauty24 und den Wellness-Hotels & Resorts. Über 85 Prozent der befragten Hoteliers haben demnach 2024 die Preise erhöht. Trotzdem wird kein großer Umsatzverlust oder eine stark sinkende Nachfrage nach einer Wellnessauszeit erwartet. Durch KI und technische Hilfsmittel soll das Personal wiederum entlastet werden. Die Akzeptanz der Gäste für solch technische Angebote wie z. B. Massagesessel und Co. ist mit fast 50 Prozent sehr hoch. Auch die Akzeptanz für KI bei der Erstellung von Fitness-, Ernährungs- und Entspannungsplänen steigt. Doch passt der Einsatz von Technik und KI nicht immer zum angestrebten Entspannungsgefühl der Gäste. „Das Gefühl von ‚verwöhnt werden‘ darf nicht gestört werden“, fasst Roland Fricke von beauty24 daher treffend zusammen.

Die frisch zur ITB veröffentlichte Studie verrät aber noch mehr. So untermauern die Ergebnisse noch einmal den Trend „länger gesund und glücklich zu leben“. An ‚Longevity‘ sind mehr als 85 Prozent der Gäste interessiert. Besonders in der Altersgruppe 50 bis 69 Jahre wird das Angebot intensiv(er) nachgefragt. Darauf eingestellt haben sich aber erst rund 12 Prozent der befragten Hotels. Die Gäste sind bereit, für diese Angebote auch mehr Geld auszugeben. Sie erwarten aber im Gegenzug ‚Wellness mit Wirkung‘ und zwar sicht- und fühlbar. Belohnt werden Wellnesshotels für solch indviduell abgestimmte Programme oft mit einer stärkeren Gäste-Bindung.

ITB 2024 Wellness-Trends

Mein Fazit: Spa- und Wellness-Trends 2024, 2025, 2026…

Gerade der Blick auf internationale Spa- und Wellnesstrends bzw. in internationale Wellnesshotels und Spa-Resorts zeigt deutlich, die Märkte ticken unterschiedlich. Wir können sie vergleichen und daraus Trends für den Wellness-Markt in D-A-CH ableiten. Wir können die Wellness- und Spa-Trends aber sicherlich nicht einfach 1zu1 übernehmen. Der internationale Blick lohnt aber auf jeden Fall, darin waren sich die Teilnehmer:innen im SpaCamp-Trend-Talk einstimmig einig.

Dennoch – Wellnessgäste besonders in D-A-CH wollen nicht belehrt und bevormundet werden. Vielmehr wünschen sie sich Raum zur Entfaltung, Ruhe, eine fachkundige Anleitung und individuelle Empfehlungen um persönliche Wellness- und/aber auch Gesundheitsziele zu erreichen. Das heißt, wir müssen zwischen den möglichen Angeboten, der Ansprache und den tatsächlich durchgeführten Anwendungen und Behandlungen eine Balance finden und unseren Gästen genau zuhören. Gute Spa- und Wellness-Angebote sollten immer einen echten Mehrwert verfolgen. Wir sollten uns bewusst machen, welcher Wellness-Trend bei unseren Gästen wirklich zieht und daraus passende Angebote entwickeln. So bieten wir den Gästen z. B. ein (neues) nachhaltiges Erlebnis, welches sie begeistert, an unsere Einrichtung bindet und im besten Fall sogar neue Kund:innen erreicht. Natur und Natürlichkeit spielen bei Gästen in D-A-CH übrigens eine große Rolle, ob sie nun aus der Region kommen oder gar international anreisen.

SpaCamp 2024: Queens & Kings – mehr Wellness-Trends & Austausch

Du willst noch mehr über Spa- und Wellness-Trends erfahren und dich mit anderen Akteur:innen und Expert:innen aus der Spa- und Wellness-Branche auf Augenhöhe austauschen?

Dann merke dir unbedingt das SpaCamp 2024 – vom 14. bis 16. Oktober – im Schloss Fleesensee, an der Mecklenburgischen Seenplatte – unter dem Motto Queens & Kings, vor.

Die Ticketvergabe für den Treffpunkt der Spa-Community startet am 1. Mai 2024.

Was ist das SpaCamp?

Du bist Hotelière oder Hotelier, Geschäftsführer:in, Spa-Manager:in oder Mitarbeiter:in in einem Unternehmen, das sich mit Spa, Wellness oder Gesundheit beschäftigt? Dann bist du beim SpaCamp genau richtig. Hier erlebst du:

  • Inspiration und frische Ideen für deine Praxis, Austausch zu Wellness-Trends auf Augenhöhe
  • Erfahrungsaustausch mit engagierten Menschen aus der Spa-Community
  • Eine willkommene Auszeit in einem Top-Spa-Resort

Beim SpaCamp 2024 gibt es 180 Teilnehmerplätze in 8 Branchenkategorien. Dein Ticket kannst du dir ab dem 1. Mai, 0.00 Uhr sichern (Details siehe unten). Wir gehen davon aus, dass die Plätze wieder ähnlich schnell vergriffen sein werden wie im Vorjahr. Daher gilt “first come, first served”.

Mehr Einblick zum SpaCamp findest du auch in meinem Rückblick auf das SpaCamp 2023 am Chiemsee – im Das Achtental.

SCHLOSS Spa mit Außenpool. Foto: Fleesensee Schlosshotel GmbH
Foto (c) Fleesensee Schlosshotel GmbH

Offenlegung / Quellen: Mehr Ergebnisse und Rückblick auf den SpaCamp-TrendTalk. Grundlage der Wellness-Trends 2024 (Veröffentlichung zur ITB 2024) ist eine Gästeumfrage mit 1.770 Teilnehmern sowie eine Expertenbefragung mit 100 Wellness-Hotels (Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Tschechien) -> mehr Informationen.


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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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