Was ist ein Poshtel?

Was ist ein Poshtel?

Inhalte Anzeigen 1) Poshtels Europe – Glam, fesch und piekfein 1.1) Wo finde ich denn nun so ein Poshtel? 1.2) Poshtel Definition – Home is where your WLAN… 1.3) Poshtel in Deutschland: Erstes Poshtel Berlin 1.4) Poshtels in Europa boomen Ich bin viel auf der Welt und besonders in den…

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Was ist ein Poshtel?



Ich bin viel auf der Welt und besonders in den Hotels dieser Welt unterwegs und daher gehört auch die Fachliteratur samt Pressemeldungen aus diesem Bereich (mit) zu meinem Lieblingslesestoff. Und hier bin ich kürzlich über einen neuen Begriff gestolpert „Poshtel“ – schon mal gehört? Nöööö, ich gestehe ich auch nicht. Die Zusammensetzung des Namens finde ich aber bei näherer Betrachtung ganz passend…. (fast so toll wie SPANESS – aber auch nur fast…) 😉

Poshtels Europe – Glam, fesch und piekfein

Was ist denn nun schon wieder ein Poshtel fragt sich hier jetzt der ein oder andere… Nun könntet ihr euch denken „Hat wahrscheinlich was mit Tourismus zu tun – oder gar vielleicht mit Wellness? Wenn die Tanja hier und jetzt darüber schreibt…“ Mir als damaliger alter bekennender Spice-Girls-Fan (ja, lang ist es her) fällt dazu auch vielleicht noch „Posh Spice“ ein… (wer kennt sie noch? 😉 ) Und so ganz weit weg vom Thema ist das wohl wirklich auch nicht.

Tatsächlich hat der Begriff „Poshtel“ auf alle Fälle was mit Tourismus zu tun, denn ein Poshtel beschreibt eine bestimmte Art von Hotel – und daher kann natürlich auch durchaus Wellness berücksichtigt sein…. muß aber nicht!

Die Formel dahinter ist eigentlich ganz einfach => Posh (man könnte es auch Glam nennen) + Hostel = Poshtel

Poshtel – Erinnert mich auch ein wenig an die Wortzusammenstellung Glamping

Was ist ein Poshtel?
Was ist ein Poshtel?

Wo finde ich denn nun so ein Poshtel?

Denken wir an Hostel(s), so fallen (gerade meiner Generation) wohl eher noch die Jugendherbergen ein, mit den Hochbetten, den Essenssälen, Küchendienst und nicht zu vergessen den wässrigen Teesorten und zuckerklebgrigen Instantsäften.

Nun scheint dieses Bild aber endgültig überholt zu sein, die Abhilfe – das Hostelupdate 2.0 sozusagen – heißt Poshtel. Kaum tauchen sie auf, spricht Lonely Planet schon von einem Siegeszug.

Während die Poshtel in anderen Ländern wohl schon durchaus verbreitet sind (Google schmeißt da schon tolle Ergebnisse aus in Sachen Poshtel Oslo, Posthel Chiang Mai, Poshtel Barcelona etc.) ist das Auftreten der Posthels in Deutschland noch etwas rar gesät.

So ein Poshtel ist eine gepimpte Jugendherberge – so kann es sein, dass man dort auch durchaus Wellness in Form von einem Pool, Sauna, Dachterrasse etc. vorfindet. Statt ungemütlichen Essenssälen, ohne jegliche Atmosphäre, findet der Poshtelgast gemütliche Lounge-Ecken, eine Bar, ein Restaurant oder gar ein gemütliches Cafe. Auch die unterirdischen Verpflegungsvarianten der früheren Jugendherbergen gehören hier der Vergangenheit an. So gibt es gesunde Frühstücksvarianten und auch andere leckere Foodkonzepte.

Auf den Style kommt es an...
Auf den Style kommt es an…

Poshtel Definition – Home is where your WLAN…

In einem Poshtel sollen sich die Gäste gern aufhalten. Ein Poshtel soll nicht nur eine „günstige“ Übernachtungsmöglichkeit sein, sondern eben ein „Place to be“. Das allerdings die günstigen Übernachtungspreise weiter im Konzept vorgesehen sind, beinhaltet hier ja schon der Namensteil Hostel. Der Backpaper von heute, ist eben auch nicht mehr das, was er mal war… ganz im Gegenteil. Der Backpaper von heute reist aus Überzeugung mit Rucksack, Smartphone und Macbook bewaffnet durch die Welt… und da wo er einkehrt oder verweilt, will er sich wohlfühlen und coole Leute treffen. Einen solchen Platz sollen nun zukünftig die Poshtels bieten…

Schon gewußt?! Backpaper von heute (mit Glam) nennt man auch gern Flashpacker!

Ein Poshtelgast gehört also wohl eher einer jüngeren Zielgruppe oder aber eben einer junggebliebenen, mobilen Zielgruppe an. Daher spezialisieren sich die Poshtels Europe, Deutschland und weltweit auch genau auf die Wünsche dieser Zielgruppe: freies WLAN, gemütliches aber auch stylish-frisches Ambiente, funkions-praktische aber dennoch keine ungemütlichen Zimmer etc.

Wohlfühlkonzepte der Zukunft?!
Poshtels Europe – Wohlfühlkonzepte der Zukunft?!

Poshtel in Deutschland: Erstes Poshtel Berlin

Wer sich nun ein wenig in der Hotelszene auskennt, der wird schnell erkennen, so neu sind solche Poshtels gar nicht… eigentlich gibt es sie schon eine Weile, es hat halt nur einen Moment gedauert, bis das „Kind“ einen Namen bekommen hat. Bisher unterteilt man diesen Hoteltyp wohl eher in Low-Budget Desgin-Hotel oder auch der Name Boutique-Hostel ist recht gängig. In diese Richtung gehen ganz klar Hotelkonzepte wie Motel One, 25 hours oder auch Prizeotel. Wobei ich sagen muß, mir fehlt da tatsächlich noch etwas der „Posh-Faktor“. Wellness hab ich z.B. bisher noch nicht in einer dieser Unterkünfte gefunden.

Poshtels erleben also weltweit eine große Nachfrage. Wen wundert es… „cooles Design, nette Leute, entspannter Service und das zu einem Top-Preis“. Hört sich fast schon wie ein Traum an.

Obwohl die Bezeichnung Poshtel noch recht neu ist, werden diese Art Hostels auf einigen Buchungsplattformen auch schon als solche bezeichnet. Doch auch der Blick links und rechts, z.B. nach Budget-Design-Hotel oder aber immer noch ganz gängig „Hostel“, kann hilfreich sein. Hier muß sich der Interessent dann aber eben noch durch die Leistungen, Bildergalerien und Angebote der Herbergen klicken und wühlen, um auch vor Ort nicht plötzlich doch noch eine böse Überraschung zu erleben – und plötzlich doch in der Jugendherberge mit 90er Jahre Charme und Ambiente zu landen.

Cooles Design - Ist das Prize Hotel wohl schon ein Poshtel?
Cooles Design – Ist das Prize Hotel wohl schon ein Poshtel?

Poshtels in Europa boomen

Klar eröffnen die bisher wohl eher wenigen Poshtels aktuell dann doch vorrangig in den einschlägigen Metropolen dieser Welt. Sucht man also nach Poshtel New York, Poshtel Dublin, Poshtel Copenhagen oder auch Poshtel Rome, so wird man wahrscheinlich schon relativ gut fündig.

In Deutschland kann man die ersten Poshtels in multikulti Berlin buchen… klar, wo auch sonst. Namen sind hier beispielsweise „Generator“, „One80“ oder auch „The Cat’s Pajamas“ (namentlich schon mal mein Favorit). 😉

Doch ich denke, es wird nicht lange dauern, bis auch andere Metropolen hier nachziehen und Poshtels eröffnen.

Große Hoelketten überlegen natürlich auch längst, wie man die Zielgruppe von Morgen auch wirklich erreichen kann und Hotelkonzepte, die da in Richtung Glam-Hostel gehen, liegen da gar nicht weit entfernt. Könnte man sich nun fragen, wo liegt denn da später die Abgrenzung zu 4 und 5 Sterne Hotels? Klar zeigt dieser Trend auf alle Fälle, dass es in der Zukunft noch wichtiger sein wird, auch mit einem Hotel, eine Nische zu belegen. Hoteliers müssen sich fragen „Was ist mein Thema“ und „Auf welche Personen lege ich mein Marketing und meine Philosophie aus „. Klar ist, mit der Gießkanne geht da zukünftig schon mal gar nichts mehr, auch wenn viele Anbieter davon natürlich immer noch nicht überzeugt sind.

Zusammenfassend läßt sich für ein Poshtel (aktuell jedenfalls) wohl mal folgendes festhalten: Wer gern individuell reist, auch Kontakt sucht und es einfach auch liebt doch noch einfacher unterwegs zu sein aber eben auch schon etwas mehr Glamour braucht (zum Wohlfühlen) als eine Jugendherberge, der ist in einem Poshtel gut aufgehoben. Fakt ist, so ein Edel-Hostel kostet dann natürlich doch noch ein paar Euros mehr, als die klassische Jugendherberge.

Wer aber tatsächlich gepflegte Hotelkultur liebt, edle Zimmerausstattungen bevorzugt, eine Top-Küche, einen wirklich 1A Wellnessbereich und vielleicht auch doch etwas Ruhe für sein Glück braucht, der sollte einem klassischen (Wellness)Hotel treu bleiben.

Ich für meinen Teil bin jedenfalls schon mal sehr gespannt, wann das erste Glamour-Hostel doch auch eher in kleineren Städten in Deutschland öffnet… grad in den kleineren Studentenstädten wären solche Poshtels glaub ich ein Hit – hört sich doch super an „Herzlich Willkommen im Poshtel Münster“ oder aber „Poshtel Lüneburg“ etc. Mal sehen, wer sich als erstes traut… 😉

 

In diesem Sinne

Eure Tanja

 

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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Kommentare
  1. Hallo Paul, vielen Dank für den Heinweis… na dann schauen wir uns das doch gleich mal online an… 🙂
    Viele Grüße, Tanja

  2. Paul Busse sagt:

    Ein Hostel, das aus der Reihe fällt, ist seit Eröffnung in 2012 unser Hostel&Spa Waldkurbad: das Hostel ist im Spa integriert. Häufig verlängern die Gäste wegen dieser Einzigartigkeit. Und in den Dorms sind überwiegend Doppelbetten, was einschlägige Portale wie hostelworld & Co. nicht darstellen können. Für sie haben Hostels in Dorms nur Singlebetten; Doppelbetten nur in private rooms . . . Da hakt die Entwicklung noch . . .