Influencer Markting im Tourismus +++ Wie geht das eigentlich? +++
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Influencer Marketing – Was ist das eigentlich?

Inhalte Anzeigen 1) Influencer Markting, Blogger, Instagramer & Co. 1.1) Influencer Marketing: Wo liegt denn der Unterschied zum… 1.2) Influencer Marketing: Schritt für Schritt… Gleich mal vorweg – Werbung wird sich ändern und zwar drastisch. Wer zukünftig sich oder sein Produkt wirkungsvoll verkaufen möchte, der muß umdenken. Grad der touristischen…

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Influencer Marketing – Was ist das eigentlich?



Gleich mal vorweg – Werbung wird sich ändern und zwar drastisch. Wer zukünftig sich oder sein Produkt wirkungsvoll verkaufen möchte, der muß umdenken. Grad der touristischen Branche stehen hier so viele Türen und Möglichkeiten offen… sie müssen nur geöffnet werden. Aber genau diese einfache Maßnahme, scheint so schwer zu sein. Das merke ich immer wieder…

Influencer Markting, Blogger, Instagramer & Co.

Immer häufiger wird bei der Vermarktung von Influencer Marketing gesprochen. In dieser Verbindung tauchen auch Begriffe wie Blogger-Relations, Instagramer, Youtuber etc. auf. Gehört das also zwingend zusammen? Was ist überhaupt dieses Influencer Marketing? Wer wie ich, seit Jahren im Bereich der Vermarktung unterwegs ist, kann mit dem Begriff natürlich was anfangen. Doch ich arbeite grad mit vielen kleinen Hotels und Regionen zusammen und die sind mit der Umsetzung des Begriffs „Influencer Marketing“ absolut überfordert. Und ganz ehrlich betrachtet ist das sogar verständlich… denn für die meisten kleinen Betriebe gehört nur ein Teil der Vermarkung zum täglichen Geschäft (und oft werden hier „leider“ dann doch die Klassiker ausgegraben – Anzeigen, Mailings, Newsletter…).

Ich persönlich finde, man kann die Entstehung des Begriff Influencer am besten mit den it-girls, Anfang des neuen Jahrtausends, erklären. Besagte it-girls haben Produkte genutzt und Dinge erlebt und so auf diese „Ware“ sehr werbewirksam aufmerksam gemacht. Doch natürlich hat sich das Influencer Markting seit dem (weil es eben einfach funktioniert) längst entsprechend (weiter)entwickelt.

Natürlich macht gerade das Internet diese Veränderung im Influencer Markt möglich. Social Media wie facebook oder twitter waren damals der Anfang. Heute gehts weiter auf sämtlichen Kanälen: Blogs, Instagram, Snapchat, Youtube, Vine, Periscope, foursquare, Pinterest, Yelp oder WhatsApp um hier nur mal einige zu nennen. Und selbst die einzelnen Kanäle lassen sich unterschiedlich und individuell in die Berichterstattung eingliedern und natürlich entwickeln auch sie sich weiter (Snapchat bietet noch relativ neu die Funktion Memorys oder Instagram hat nun Storys gestartet und auch Facebook und Youtube ziehen mit Live-Videos hinterher). All diese Tools sind eine fantastische Spielwiese für Influencer Marketing und die Spitze des Eisberges ist noch lange nicht erreicht.

Bunte Social Media Kanäle
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Doch zurück zum eigentlichen Begriff „Influencer Marketing“ – Influencer Marketing soll infizieren und zwar den Käufer. Influencer Marketing soll die Entscheidung beeinflussen. Längst werden, nicht mehr nur it-girls & boys oder andere Promis für eine Infizierung genutzt. Längst hat man erkannt, dass Menschen wie du und ich viel besser dafür geeignet sind. Sie schaffen Vertrauen und sie sind glaubwürdig. Die neue Generation von Influencern geht sogar längst einen Schritt weiter – empfohlen wird tatsächlich nur noch das, was wirklich gefällt und überzeugt. Dabei sind die Kanäle unterschiedlich… je nach Zielgruppe tummeln sich die Influencer auf Youtube, Facebook, Snapchat, in den eigenen Blogs etc.

Bei Influencer Marketing geht es aber nicht immer zwingend um die Reichweite. Auch wenn viele das immer noch glauben!

Was nützt einem Produkt – bei mir sind es ja nun überwiegend Wellnesshotels, Urlaubsregionen und Wellnessprodukte – 100.000 Leser oder Bildbetrachter, die überhaupt nicht der Zielgruppe eines Produktes entsprechen?!

Jetzt mal ganz platt gesagt, will ich ein Wellnesshotel platzieren, dann wähle ich mir einen Spa-Blogger! Geht es um die authentische Familienreise, dann suche ich mir einen Familien-Reiseblogger – und selbst hier läßt sich immer noch wieder entsprechend differenzieren. Hab ich z.B. eine Familie, die eher auf Low Budget steht und darüber berichtet? Dann stelle ich mir die Frage, passt dieser Blogger zu meinem Produkt – zu meinem Hotel? Betreibe ich beispielsweise ein Hotel im höheren Preissegment mit dem Schwerpunkt Familie und Wellness, dann sollte ich mir auch passend dazu Blogger & Influencer ins Haus holen. Denn was nützt mir die Mode-Lifestyle-Youtuberin (28 Jahre, ohne Kinder) auch wenn Sie eine Reichweite von 100.000 Followern hat? Wäre es nicht viel passender, sich hier auf eine Nische zu beschränken – auf den Lifestyle-Luxus-Familienblog – auch wenn dieser vielleicht nur 10.000 Leser pro Monat hat? Doch ist die Wahrscheinlichkeit dann eben sehr hoch, dass genau meine Zielgruppe erreicht wird. Und diese Zielgruppe begleitet den „Influencer“ schon während der Reise. Während der Reise werden schon Bilder, Statements und Eindrücke auf Facebook, twitter, Instagram, Snapchat & Co. gepostet – der Influencer kommuniziert während der ganzen Reise mit den Followern, Lesern und Fans. Der Reisebericht auf dem eigenen Blog beispielsweise ist dann das I-Tüpfelchen zum Abschluss. Und selbst im Bericht werden dann auch verschiedene Bausteine eingebaut – Bilder, Filme und auch Postings kommen hier oft wieder zum Einsatz und entfachen Emotionen, machen Lust auf die Reise und das Reiseziel. Kurzum => Ziel erreicht!

Leider wird genau dieser Punkt immer noch nicht (überall) verstanden? Viel zu oft wird nach reinen Zugriffszahlen gefragt und nicht auf die eigentliche Zielgruppe geschaut oder auch darauf geachtet, wie der Influencer mit der Zielgruppe kommuniziert.

Videobeispiel Youtube – 1 Tag Wellness auf Usedom

Influencer Marketing: Wo liegt denn der Unterschied zum…

Ich würde Influencer Marketing aktuell ganz klar in den Kanal Blogger schieben. Wobei es da natürlich auch ein paar Feinheiten gibt – nämlich welche Kanäle bedient werden und wie der Blogger und/oder Vlogger (Videoblogger) mit der Community kommuniziert. Wobei ein langjähriger Blogger grundsätzlich mehrere Kanäle bedient, anders hab ich es persönlich noch nicht erlebt. 😉

Ein Blogger ist ein Blogger und kein klassischer Redakteur auch wenn es viele Blogger gibt, die aus dem klassischen Journalismus kommen.

Ich selber bin auf vielen Blogger- und Pressereisen unterwegs und ich organisiere für meine Kunden auch solche Reisen. Aktuell gibt es immer noch einen ganz klaren Unterschied zwischen Bloggern und klassischen Redakteuren. Dieser Unterschied sorgt auch immer mal wieder für etwas Unruhe auf gemischten Blogger/Presse-Reisen.

Ein Blogger dokumentiert fast alles – da wird das Essen fotografiert und direkt mit der Community geteilt auf Facebook oder Instagram… über twitter und foursquare wird verkündet, ich bin angekommen… die ganze Anreise und der Aufenthalt mit Kurzfilmen auf Snapchat als Story mitgeteilt… nebenbei wird die ganze Zeit fotografiert (denn als Blogger braucht man viele Fotos – schon alleine später für den Artikel im Blog), es wird gefilmt (denn auch ein kleiner Film soll doch später auf Youtube erscheinen), ach ja nicht zu vergessen – zwischendurch kommt dann ja auch schon mal Feedback der Community oder auch mal eine Frage der Leser zum Ziel (und auch das wird natürlich beantwortet und bearbeitet zwischendurch) und diese Liste kann man auch individuell fortführen. Denn kein Tag, keine Reise gleicht der anderen – und unterschiedliche Blogger haben unterschiedliche Leser…

Der klassische Redakteur arbeitet die Eindrücke und Erlebnisse der Reise nach der Reise auf – z.B. für einen Artikel in einem Reisemagazin. Natürlich werden auf der Reise Notizzen und Fotos gemacht. Aber in der Regel werden eben nicht die zahlreichen Social Media Accounts während der Reise gefüttert. Natürlich gibt es auch bei den klassischen Redaktionen und Redakteuren Ausnahmen – doch aktuell sind das eben tatsächlich Ausnahmen. Oft erscheinen die Artikel dann „nur“ in einem Printmagazin – das hat dann vielleicht eine Auflage von 50.000 – doch auch hier muß man sich die Frage stellen, wie viele Menschen lesen dann den Beitrag über die Region oder das Hotel wirklich? Und so ein Magazin landet, nach dem es gelesen wurde, (meistens) im Altpapier. Natürlich gibt es auch hier schon Magazine und Verlage, die zweigleisig fahren und Print und Online bedienen, doch auch das ist natürlich aktuell (leider) eben auch oft noch die Ausnahme.

Wobei ich die Kombi – Print und Online – unbedingt auch nicht als Influencer Kanal ausschließen möchte. Influencer Marketing lebt eben „auch“ von der Kombi und vor allen Dingen von der Authentizität. Wie glaubwürdig und vertrauenswürdig ist die Botschaft, die ich (aus welchem Medium auch immer) erhalte?

Spa-Blogger
Spa-Blogger & Spa-Influencer: Katja (WellSpa-Portal), Jenny (I love Spa) und Tanja (SPANESS) haben sich als Spa-Blogger längst einen Namen gemacht. Sie betreiben sogar verschiedene Kanäle als „Spa-Blogger“ zusammen – wie z.B. eine Facbook-Seite, einen Instagram-Account, einen twitter-Kanal und auch eine Pinterest-Pinnwand… und ein gemeinsames Media-Kit gibt es natürlich!

Influencer Marketing: Schritt für Schritt…

Wer nun denkt, er muß mit einem Hotel oder einer Region gleich ein megabekanntes Gesicht als Influencer engagieren, den kann ich beruhigen. Aller Anfang ist schwer sagt man, stimmt aber nicht. Der Anfang mit Influencern zu arbeiten ist eigentlich ganz einfach. 🙂

Und ein Hotel kann sogar selber ein wenig Influencer Marketing auf den eigenen Kanälen betreiben (=> dabei helfe ich übrigens auch gern 😉 ). Ein Blog, Facebook, Instagram, Snapchat & Co. kann ein Hotel oder eine Region auch gern im kleinen (bis großen) Rahmen, eben nach der eigenen Kapazität, schon selber führen! Wichtig ist, authentisch bleiben und wirklich mit den Lesern kommunizieren, keine plumpen Marketingfloskeln…

Und natürlich lohnt es sich, Blogger & Influencer in das Marketing-Budget zu packen. Nicht nur weil über 90 Prozent der Menschen, eher anderen Menschen trauen (auch wenn sie sie nicht persönlich kennen) 0der selbst klassische Journalisten und Verlage lieber im Web recherchieren (auf Blogs, Google, twitter & Co. – als Pressemeldungen zu lesen – diese landen nämlich, zu über 90 Prozent, ungelesen im Müll). Erst wenn ich mir sicher bin, dass es auch ein Budget für den Kanal „Influencer“ gibt, kann ich in die Planung gehen und mir eben auch entsprechende Experten-Hilfe holen. Hilfe bei der Auswahl passender Blogger, beim Aufbau eigener Kanäle, bei der Planung von Bloggerreisen – ob nun individuell oder auch als offizielle Gruppenreise, Reporting u.v.m.

Schon gewußt: Eine Studie besagt – Jeder elfte Deutsche gilt als Influencer!

Es gibt eine Menge Potential und ein schöner Spruch lautet, wandel nicht in Spuren der anderen, sondern hinterlasse selber welche… beim Influencer Marketing sind noch viele eigene Spuren und neue kreative Ideen möglich. Der beste Zeitpunkt also endlich alle „Wenns und Abers“ über den Haufen zu schmeißen, offen für neue Ideen zu sein (nur weil es noch keiner gemacht hat, muß es ja nicht weniger gut sein – warum nicht selber zum Vorreiter werden) und loszulegen!

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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Kommentare
  1. Es gibt sehr viele in der Branche die das noch nicht kennen oder stark mit sich ringen weil Sie den Sinn noch nicht verstanden haben. Hoffetlich wird dein Beitrag oft gelesen. Grüße Beatriz

  2. Lieber Peter, vielen Dank fürs Feedback. Ich hoffe auch, dass mehr Touristiker den Beitrag lesen und vor allen Dingen „verinnerlichen“.
    Leider sind noch viel zu viele nur auf Zahlen fixiert und schauen gar nicht, ob das Medium dahinter auch wirklich zum Produkt passt. Leider…
    Aber wir arbeiten hoffentlich alle dran, dass sich das für die Zukunft ändert.

    Liebe Grüße
    Tanja

  3. Ach wäre das schön, wenn mehr Touristboards, Reiseveranstalter, Hotels etc. Deinen Beitrag lesen und verinnerlichen würden…