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Sonnenuntergang Weser Bremen - Goldene Stunde

Außergewöhnlich Übernachten in Bremen

Es gibt eine neue Geschichte in Sachen „Außergewöhnliche Übernachtungen“ oder wohl besser gesagt „Ungewöhnliche Hotels und Herbergen„. Kürzlich war ich mal wieder in Bremen. Dieses Mal, um dort eine Nacht auf dem Klabauterbett zu verbringen. Gebucht habe ich das Klabauterbett kurzerhand mal für die ganze Familie. Außergewöhnlich Übernachten Bremen: Schiff…

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Außergewöhnlich Übernachten in Bremen

Es gibt eine neue Geschichte in Sachen „Außergewöhnliche Übernachtungen“ oder wohl besser gesagt „Ungewöhnliche Hotels und Herbergen„. Kürzlich war ich mal wieder in Bremen. Dieses Mal, um dort eine Nacht auf dem Klabauterbett zu verbringen. Gebucht habe ich das Klabauterbett kurzerhand mal für die ganze Familie.

Außergewöhnlich Übernachten Bremen: Schiff Ahoi

Spulen wir die Geschichte etwas zurück. Ende des letzten Jahres haben wir meinen Eltern und Schwiegereltern einen Familienausflug geschenkt – mit Übernachtung. Solche Drei-Generations-Familien-Kurztrips unternehmen wir häufiger und hier sind wir immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Erlebnissen. Eine Übernachtung auf einem Schiff in Bremen erschien uns da sehr passend.

Das Klabauterbett in Bremen ist ein Zweimastklipper, der den wunderschönen Namen Ronja trägt. Ob der Name einer Räubertocher zu einem Schiff passt, muß jeder für sich selber entscheiden. Doch um den Namen des Schiffs geht es hier überhaupt nicht. Sondern viel mehr um die Möglichkeit, auf diesem Schiff zu übernachten.

Auf der Ronja gibt es vier Kajüten für die Gäste. Jede Kajüte ist mit einem eigenen Waschbecken ausgestattet. Die Kajüten sind klein aber total gemütlich. Am urigsten ist die Klüverkoje, denn sie liegt direkt an der Spitze des Schiffes, direkt unter dem Klüverbaum und sie ist nur über eine Luke und steile Leiter direkt erreichbar. Diese ehemalige Matrosenkajüte sollte für eine Nacht die Schlafherberge für mich und meinen Mann sein, denn den Eltern und auch unserem Nachwuchs wollten wir dann doch die Kajüten überlassen, die leichter begehbar waren und auch etwas geräumiger. 😉

Herzlich Willkommen auf der Ronja Klabauterbett
Herzlich Willkommen auf der Ronja Klabauterbett

Kapitän nimm mich mit auf die Reise…

Wir kamen an einem Donnerstag gegen Mittag an der Ronja an. Aktuell liegt sie in Bremen vor Anker, demnächst gehts dann weiter nach Spiekeroog, hat mir Benjamin (Kapitän der Ronja) verraten. Nach dem wir unser Gepäck auf dem Zweimastklipper verstaut hatten (dazu mußten wir über Liefde auf die Ronja klettern), zogen wir zu Fuß rüber in die Bremer Innenstadt – 2 Kilometer und 30 Minuten später kamen wir an der Schlachte in Bremen an.

Von dort zogen wir dann mit den Eltern zu einem Sightseeing Programm durch Bremen: Schlachte, Böttcherstraße, Rathaus, Dom, Bremer Stadtmusikanten, Schnoor, Innenstadt, Überseestadt und wieder zurück zum Schiff.

Lest dazu auch gern unsere 10 Tipps für Bremen.

Sightseeing Bremen
Sightseeing Bremen

Nach rund drei Stunden zu Fuß durch Bremen, bei rund 30° Grad, stellte sich so langsam doch Hunger ein. Für das Abendessen hatten wir etwas für den Grill besorgt. Verschiedene Getränke hat Benjamin (ihr erinnert euch – der Kapitän der Ronja) im Kühlschrank kalt gestellt. Wer sich hier bedient ist mit fairen Preisen zwischen 1.- Euro bis 3.- Euro dabei – je nach Getränk. Abgerechnet wird auf Vertrauensbasis. 🙂

Den Elektro-Grill (gehört zur Ausstattung der Ronja) schmissen wir nicht auf der Ronja, sondern auf der Liefde an. Auf der Liefde stehen auch Tische, Stühle und Strandkörbe zur Verfügung und es gibt auch zwei Veranstaltungsräume.

Am Wochenende finden auf der Liefde auch oft Events statt und die Liefde kann man auch für Veranstaltungen (wie z.B. eine Hochzeit oder Familienfeier) buchen.

Während wir gemütlich an Deck essen – immer noch bei 29° Grad – verdunkelt sich der Himmel. Wir ziehen schnell, mit Sack und Pack in einen der Räume an Deck der Liefde, um. Dann öffnet der Himmel seine Schleusen und es gießt in Strömen. Wir sitzen warm und trocken im Veranstaltungsraum und schauen aus der geöffneten Tür und den geöffneten Bullaugen aufs Deck und beobachen wie die Wassermassen über das Deck spülen. Die Temperaturen kühlen runter auf 20° Grad – schade, denn eigentlich hatten wir uns vorgenommen, später noch eine Runde in die Weser zu springen und uns abzukühlen. Das ließen wir nun lieber ausfallen…

Nach einer halben Stunde hörte der Regen auf, wie er begonnen hatte und die Wolkendecke riss wieder auf. Wir nahmen erneut direkt an Deck der Liefde, unter freiem Himmel, Platz. Ganz gemütlich quatschten, lachten und tranken wir dazu noch etwas Bier, Wein, Alster und Wasser – bis die Sonne, nach einem ganz wunderschönen Sonnenuntergang, gegen 23 Uhr endgültig am Horizont verschwand. Dann zogen wir uns zur Übernachtung in unsere Kajüten zurück.

Unseren Reisetermin legten wir zur Mittsommernacht. Auch in Norddeutschland wird man an diesen Tagen (um den 21. Juni), nicht selten, mit wunderschönen Sonnenuntergängen und kurzen Nächten verwöhnt. 🙂

Sonnenuntergang Klabauterbett
Sonnenuntergang Klabauterbett – gleich kommt der Regen
Sonnenuntergang Weser Bremen - Goldene Stunde
Sonnenuntergang Weser Bremen – Goldene Stunde
Sonnenuntergang Klabauterbett
Sonnenuntergang Klabauterbett – Übergang zur Blauen Stunden
Sonnenuntergang Klabauterbett
Sonnenuntergang Klabauterbett – noch mehr Blaue Stunde
Klabauterbett - es wird dunkel
Klabauterbett – es wird dunkel – Skyline Überseestadt

Die Weser schaukelt uns in den Schlaf…

Gemütlich eingekuschelt liegen wir alle in unseren Kojen. Licht aus – und es wird tatsächlich richtig dunkel. Ab und zu schaukelt die Ronja etwas – ich finde das schön und schlafe relativ schnell ein. Zwischendurch kommt noch einmal Regen runter. Die Regentropfen prasseln auf das Deck und sind auch in unser Klüverkoje gut zu hören. Von Zeit zu Zeit höre ich, in der Ferne, einen Zug vorbeirauschen. Denn wir sind ja noch an Land „festgemacht“ und in der Nähe verlaufen Bahnschienen. Ansonsten ist aber alles ruhig und ich schlafe tief und fest.

Leider mußte ich nachts noch einmal das Bad aufsuchen. In der Klüverkoje gibt es zwar ein Waschbecken, einen Wasserkocher, Teebeutel, Bücher und Wasser in Flaschen… doch für das WC muß ich hoch an Deck und kurz vor der Kombüse abbiegen. Dort ist dann auch die Gemeinschaftsdusche zu finden. 😉 Mitten in der Nacht will ich aber natürlich nicht duschen… und trotzdem – es geht die steile Leiter wieder hinauf, ein paar Schritte über das Deck, ins Bad und den gleichen Weg wieder zurück. Diesen etwas unkomfortablen Weg muß man aber wirklich nur von der Klüverkoje zurücklegen… von den anderen drei Kajüten geht das natürlich viel einfacher.

Ich werde von den Sonnenstrahlen geweckt, die durch das kleine Bullauge blinzeln. Ein Blick auf die Uhr zeigt… es ist kurz nach 8 Uhr morgens. Zum Aufstehen hab ich noch keine Lust – also bereite ich mir erst einmal mit dem Wasserkocher einen Tee und kuschel mich noch mal mit meinem Buch ins Bett zurück. Gegen 9 Uhr beschließe ich dann aus der Klüverkoje, an Deck, zu steigen.

Klabauterbett - Gute Nacht
Klabauterbett – Gute Nacht
Skyline Bremen
Skyline Bremen Überseestadt – Blaue Stunde – gegenüber vom Klabauterbett
Klabauterbett
Klabauterbett

Guten Morgen Klabauterbett. Guten Morgen Bremen. Frühstück an Bord

Wir haben unsere Nacht auf der Ronja inklusive Frühstück gebucht. Benjamin und Katharina (Kapitän und Kapitänin) haben schon alles fürs Frühstück bereit gestellt und auch der Kaffee verbreitete schon einen angenehmen Duft an und unter Deck.

Die Sonne strahlte vom Himmel und so räumten wir das Frühstück rüber, an Deck der Liefde. Kaffee, Brötchen, Käse, Aufschnitt, Joghurt, Müsli, Eier, Brot, Salate, Tomaten, Gurken… alles war vorhanden.

Seeluft macht bekanntlich ja hungrig… ob das auch für Weserluft gilt?

Wir ließen es uns richtig gut schmecken… gegen 10 Uhr waren wir dann alle satt und räumten alles wieder unter Deck der Ronja. Dann ging es daran das Gepäck wieder ins Auto zu schaffen, unsere Getränke-Schulden zu begleichen und Abschied zu nehmen von Katharina, Benjamin, Ronja und der Liefde – und nicht zu vergessen Beiboot Jule. Denn aktuell liegen alle Boote zusammen, quasi als Päckchen in der Weser.

AHOI…

Zum Abschluss gibt es hier von mir noch ein paar Infos zum Klabauterbett

 

    • Anlegestelle Bremen: Auf dem Dreieck 5a, 28197 Bremen (gegenüber vom GOP Variete und dem Chilliclub)
    • Klabauterbett Preise: Die Preise variieren nach Jahreszeit, Wochentag und natürlich nach Gästeanzahl. Wir haben für eine Nacht, unter der Woche; 6 Erwachsene + 1 Kind (alle 4 Kajüten an Bord der Ronja) inklusive Frühstück, City-Tax und Endreinigung rund 300.- Euro gezahlt. Hinzu kamen die Getränke vor Ort mit rund 50.- Euro. Der Grill wurde uns kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das gilt auch für Wasser und Tee auf/in der Kajüte. Für die Gast-Matrosen stehen auch Fahrräder, gegen einen kleinen Obolus, zur Verfügung.
    • Öffis in der Nähe: Radio Bremen (Straßenbahn 2 und 3, Bus 25), Bahnhof Neustadt (Regionalbahn, Bus 24, Bus N3)
    • Anreise per Auto – Parken: Geparkt werden kann direkt am Anleger zwischen den Bäumen.
    • -> Klabauterbett auf Facebook <-

 

 

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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