Green Meeting: Yeaahh oder Naeee?!
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Wie funktioniert ein Green Meeting

Green Meeting: Wie nachhaltig sollte ein Event sein?!

In dieser Woche waren wir unterwegs in Berlin. Unser Ziel – ein besonderer Locationcheck – mit Event Destinations im Rahmen der #meetBerlin. Passend zu unserem Thema „business meets paradise“ interessieren uns aber eben nicht nur entspannte Location, sondern auch inspirierender Austausch mit Kollegen aus der Branche. Wie groß ist die…

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Green Meeting: Wie nachhaltig sollte ein Event sein?!



In dieser Woche waren wir unterwegs in Berlin. Unser Ziel – ein besonderer Locationcheck – mit Event Destinations im Rahmen der #meetBerlin. Passend zu unserem Thema „business meets paradise“ interessieren uns aber eben nicht nur entspannte Location, sondern auch inspirierender Austausch mit Kollegen aus der Branche.

Wie groß ist die Nachfrage nach Green Meetings?

Ein Thema, welches bei Eventmanagern und Tagungsplanern auf alle Fälle in den letzten Jahren ein Begriff sein sollte, ist „Green Meeting“, „Green Event“ und „Nachhaltige Veranstaltungen“. Gemeint sind hier übrigens nicht nur Tagungen, Betriebsfeste oder Kongresse – auch kleinere Event im privaten Bereich wie eine Hochzeit, ein Geburtstag oder auch eine Vereinsfeier können natürlich längst „grün“ umgesetzt werden. Wir haben uns hier auch schon öfter mit dem Thema beschäftigt. Einen Hinweis zu unterschiedlichen Artikeln findet ihr im Anschluss als Lesetipp.

Bildquelle: Robinson Club Fleesensee - TUI Umwelt Champion
Bildquelle: Robinson Club Fleesensee – TUI Umwelt Champion

In einem Mini-Workshop mit Torsten von Borstel von talk & act – Nachhaltigkeitsmanagement ging es auch dann noch einmal um genau dieses Thema „Green Meeting“. Es entstand eine lebhafte Diskussion. Denn Studien belegen, dass nachhaltig wirtschaftende Unternehmen auf lange Sicht erfolgreicher sind. Doch warum ist die Nachfrage nach „Green Meetings“ dann immer noch so gering? Wie sieht sie denn aus die „grüne Zukunft“ der Veranstaltungsbranche? Umfragen haben gezeigt, dass es den meisten Eventmanagern und Veranstaltungsplanern sehr wichtig ist, eine nachhaltige Veranstaltung auf die Beine zu stellen…

Bildquelle: Esplanade Resort & Spa Scharmützelsee (Certified Green Hotel)
Bildquelle: Esplanade Resort & Spa Scharmützelsee (Certified Green Hotel)

Die kleine Diskussionsrunde hat uns angeregt, noch einmal darüber nachzudenken, wo denn die Totschlagargumente für ein Green Meeting liegen? Welche Ideen es gibt, eine nachhaltige Veranstaltung umzusetzen (denn auch wenn die Veranstaltung noch nicht komplett „grün“ perfekt ist, so ist doch auch jeder kleine Schritt, ein Schritt in die richtige Richtung).

Warum eigentlich eine nachhaltige Veranstaltung?

Bleibt die große Frage, warum sollte ich denn nun eine nachhaltige Veranstaltung durchführen? Sind wir mal ganz ehrlich, eigentlich sollte sich diese Frage gar nicht mehr gestellt werden. Denn Umweltschutz geht uns doch alle etwas an. Und auch Firmenveranstaltungen schlagen hier, in Sachen ökologischer Fußabdruck, ganz schön zu Buche.

Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach, auch in Sachen Veranstaltungen und Events schon ein Green Event umzusetzen. Doch warum passiert das dann nicht längst ausschließlich?

  • Totschlagargument 1: Eine nachhaltige Veranstaltung ist doch sicherlich sehr teuer!
  • Totschlagargument 2: Eine nachhaltige Veranstaltung ist doch viel aufwendiger zu planen!
  • Totschlagargument 3: Eine nachhaltige Veranstaltung ist doch sicherlich nicht sexy genug – das hat so einen Öko-Touch!

Das sind nur mal 3 Argumente, die man immer wieder hört, wenn es um die Planung von „Green Events“ geht. Doch stimmt das wirklich?

Nein, Nein und noch einmal Nein. Das ist die Kurzfassung. Etwas detaillierter erklärt, kann eine nachhaltige Veranstaltung sogar Kosten einsparen. Eine Veranstaltung zu planen ist immer aufwendig. Wenn sich der Veranstalter aber grundsätzlich für „grüne Events“ entschließt, dann kann immer wieder aus den einzelnen Bausteinen gewählt werden und diese können individuell zusammengestellt werden. Außerdem gibt es auch schon zahlreiche Location und auch erste Agenturen, die sich auf die Unterstützung und Durchführung von „grünen“ Veranstaltungen spezialisiert haben. Und auch Totschlagargument 3 kann wiederlegt werden. Es gibt Location die arbeiten sehr nachhaltig und sind alles andere als „unsexy“ – als Beispiel wollen wir hier nur einmal das Bio-Seehotel Zeulenroda nennen.

Bildquelle: Bio-Seehotel Zeulenroda - zum Film Green Meeting - einfach auf das Bild klicken!
Bildquelle: Bio-Seehotel Zeulenroda – zum Film Green Meeting – einfach auf das Bild klicken!

Checkliste – Green Meeting

Also starten statt warten… ?! Und wenn es zum Start nur kleine Schritte sind, die dann ausgebaut werden. Und immer dran denken, es sind nicht nur die großen Veranstaltungen und Firmenfeiern, sondern auch private Feste können zu einem „Green Event“ werden (Stichwort: Green Wedding).

Einen kleinen Leitfaden haben wir euch stichpunktartig hier einmal aufgeführt:

  1. Location: Es gibt viele Locations, die bereits nachhaltig und sehr umweltfreundlich arbeiten und dies auch entsprechend ausweisen. Bei der Wahl der Location also genau auf diese Partner achten.
  2. Mobilität: Wie reisen die Teilnehmer einer Veranstaltung an? Welches ist hier das „sauberste“ Verkehrsmittel und gibt es hier vielleicht die Möglichkeit eine gesammelte Anreise (z.B. per Bus) zu organisieren oder auch die entstandenen Emisionen zu auszugleichen?
  3. Unterbringung / Übernachtung: Oft müssen die Teilnehmer einer Veranstaltung mindestens eine Nacht am Veranstaltungsort übernachten. Doch auch bei der Unterbringung kann man, wie auch bei der Locationwahl, eine Unterbringung wählen, die bereits nachhaltig arbeitet. Es gibt bereits viele Hotels, die sehr nachhaltig und umweltbewußt arbeiten.
  4. Produkte / Catering: Bei jeder Veranstaltung wird Essen und Trinken – die Verpflegung – für die Teilnehmer benötigt. Auch hier kann auf passende Produkte zurückgegriffen werden. Das heißt nicht immer gleich Bio-Produkt, sondern z.B. regionale Produkte und Anbieter nutzen. Die Veranstaltungslocation und auch ausführende Agenturen (denn hier wurde ja nun schon auf eine nachhaltige Location geachtet :-)) können hier in der Regel oft gute Partner, Caterer und Anbieter empfehlen.
  5. Geschenke: Wenn es denn Geschenke für die Gäste oder auch für den Gastgeber sein sollen, so kann auch hier auf eine grünes Angebot zugegriffen werden. Auch hier zählen natürlich Kriterienpunkte wie z.B. Woher stammt das Geschenk? Ist es ein regionales Produkt? Trägt es vielleicht schon ein Umweltsiegel?
  6. Abfall: Bei einer Veranstaltung entsteht viel Müll – im Durchschnitt über 3 kg pro Teilnehmer. Da stellt sich doch die Frage, wie das vermieden werden kann. Kann z.B. bei der Auswahl des Essens besser kalkuliert werden um weniger Lebensmittelabfälle zu produzieren? Brauchen wir Handouts in Papierform oder könnten auch auf eine digitale Variante zurückgegriffen werden? Einweg oder Mehrweggeschirr? Mülltrennung… das sind nur einige Punkte, die auf diese Liste gehören.
  7. Kommunikation: Wie findet die Kommunikation statt? Muß eine Einladung wirklich in Papierformat versendet werden oder eignet sich vielleicht auch die digitale Variante? Bereits in der Kommunikation der Veranstaltung kann aber auch schon auf das Thema „Nachhaltigkeit“ eingegangen werden, um die Teilnehmer von Anfang an auf das Thema zu sensibilisieren.
  8. Umgang mit Ressourcen: Hierzu gehört Wasser, Energie und auch das Klima. Was können wir auf und während einer Veranstaltung tun, um Ressourcen zu sparen? Wie können wir Wasser sparen oder auch z.B. Energie? Hier ein paar Anregungen: Heizung drosseln, Energieeffiziente Geräte, Nutzung Ökostrom, Papier einsparen, woher wird das Wasser angeliefert? Kann vielleicht auch Leitungswasser genutzt werden?, welche Reinigungsmittel werden genutzt?

Wer detailliertere Informationen und einen ganz ausführlichen Leitfaden benötigt, der wird beim Umweltbundesamt fündig. Hier wurde ganz frisch ein aktueller „Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen“ veröffentlicht.

Und wir? Auch im kleinen Rahmen kann man etwas tun! Daher packen wir hier jetzt auch mal aus! Wir z.B. beziehen unseren Strom von einem 100% Ökoanbieter, wir arbeiten überwiegend aus dem Homeoffice, versuchen so gut es geht Papierfrei zu arbeiten, wir nutzen bereits zu 80% Öko-Reinigungsmittel, bei unseren Reisen wird es schon schwieriger – doch auch hier versuchen wir so gut es geht öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und auch auf Fahrgemeinschaften zurückzugreifen, wir arbeiten überwiegend mit Hotelpartnern zusammen die einen nachhaltigen Anspruch haben, unsere Lebensmittel stammen so gut es geht ebenfalls von regionalen Anbietern, unser Müll wird getrennt… wie gesagt, dass sind nun nur einige Punkte auf unserer Liste. 🙂 Und natürlich versuchen wir uns stetig zu verbessern – auch angeregt durch solche interessanten Diskussionsrunden wie auf der #meetberlin.

Liebe Freunde der guten Veranstaltungen, lebt ihr schon „grün“? Kommt eine nachhaltige Veranstaltung für euch in Frage? Habt ihr vielleicht sogar schon tolle Beispiele parat, dann lasst uns gern daran teilhaben!

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Noch mehr Informationen und Artikel rund ums Thema „nachhaltige Veranstaltungen“:

 


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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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