Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen: Lost Place in den Dünen
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Besenhorster Sandberge

Besenhorster Sandberge: Dünen & Lost Place im Naturschutzgebiet

Kennst du die Besenhorster Sandberge? Eine aussergewöhnliche Dünenlandschaft vor den Toren Hamburgs. Doch diese Dünen bewahren auch ein ganz besonderes Geheimnis! Neugierig?!

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Besenhorster Sandberge: Dünen & Lost Place im Naturschutzgebiet



Lust auf ein kleines Abenteuer vor den Toren der Hansestadt Hamburg? Schon mal von den Ruinen in den Besenhorster Sandbergen in Geesthacht gehört?

Als echtes norddeutsches Gewächs liebe ich natürlich Meer, Strand und Dünenlandschaft. Die meisten Menschen erwarten diese besonderen Landschaften in der Regel immer in Küstennähe. Doch gerade Dünenlandschaften findet ihr auch im Landesinneren. Die Besenhorster Sandberge zählen, wie auch z.B. die Boberger Dünen oder Warwer Sand, zu diesen sogenannten Binnendünen.

Doch die Besenhorster Sandberge sind nicht nur eine Binnendünenlandschaft. Versteckt zwischen Dünen, Wald und Wiesen lucken auch geheimnisvolle Ruinen hervor. Dabei handelt es sich um die Überreste der Düneberger Pulverfabrik.

Besenhorster Sandberge

Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen: Ein besonderes Stück Natur & Geschichte

Auf den ersten Blick sind die bis zu 20 Meter hohen Sanddünen, auf der Grenze von Hamburg und Schleswig Holstein in direkter Nähe zur Elbe, von der Straße nicht zu entdecken.

Zum Glück, denn auch darum verirren sich wohl nur Menschen in diesen Zauberwald im Horzogtum Lauenburg, die um die geheinisvolle Schönheit im Inneren wissen.

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Mehr als ein Naturschutzgebiet

Entstanden sind die Binnendünen Besenhorster Sandberge aus eiszeitlichen Sandablagerungen. Eingerahmt wird die Dünenlandschaft heute von Birken-, Eichen- und Kiefernwäldern. Wer sich auf eine Wanderung oder auch auf einen Spaziergang durch den Wald begibt, der wird von wildbewachsenen Ruinen überrascht.

Daher werden die Besenhorster Sandberge auch häufig als Ruinenwald Geesthacht bezeichnet oder als besonderer Lost Place in Schleswig Holstein angesehen.

Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen

Besenhorster Sandberge: Bunker und Ruinen

Durch dichtes Grün sind alte Betonmauern zu entdecken. Zahlreiche ehemalige Gebäude (oft werden sie auch als Besenhorster Sandberge Bunker bezeichnet) verteilen sich im Unterholz und am Rande der Dünen.

Es ist spannend mit anzusehen, wie sich die Natur ihr Revier Stück für Stück zurückerobert.

Bis zum Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Gelände von der Düneberger Pulverfabrik genutzt.

Ruinenwald Geesthacht
Mikroabenteuer Hamburg

Die Elbsandwiesen

Im Süden der Sandberge lichtet sich der Wald und vor uns breiten sich die Elbsandwiesen aus. Auf den Elbsandwiesen, damit gemeint ist ein Sandtrockenrasen, wachsen zahlreiche seltene Pflanzen (wie z.B. der Wiesen-Goldstern) und auch ein paar sehr seltene kleine Tierchen (wie z.B. Feldlerche) treiben sich hier rum.

Auch darum zählen die Besenhorster Sandberge samt Elbsandwiesen wohl als Naturschutzgebiet und auch als Teil des Europäisch ökologischen Netzes Natura 2000.

Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen

Mikroabenteuer: Besenhorster Sandberge Wanderung

Sicherlich könnt ihr euch vorstellen, anhand meiner kleinen Vorgeschichte, dass eine Wanderung durch die Besenhorster Sandberge spannend ist und viel Abwechselung bietet.

Daher findet ihr im Naturschutzgebiet auch verschiedene Wander- und Spazierwege. Zum Teil auch Rundwanderwege über ein ausgeschildertes Wegenetzwerk.

Spaziergang oder Wanderung durch Wald, Dünen und Wiesen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Wald und die Region zu erwandern. Der Rundwanderweg durch Wald, Dünen und vorbei an den mystischen Ruinen zählt ca. fünf Kilometer und bietet sich daher auch wunderbar als erlebnisreiche Tour mit Kindern an.

Als Wanderparkplatz wird der Parkplatz am Ortsausgang Geesthacht empfohlen: Am Schleusenkanal – hinter der Brücke an der B404 in Richtung Altengamme). Alternativ bietet sich der Parkplatz am Heuweg 65 in Geesthacht an.

Wir empfehlen euch, einen Picknick-Rucksack zu packen und in der wundersamen Dünenlandschaft eine entspannte Pause einzulegen. Dabei kommt sogar echtes Strandfeeling auf.

Ruinenwald Geesthacht
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Der Lost Place im Mittelpunkt

Lost Places faszinieren die Menschen! Sie erzählen eine alte Geschichte und doch lassen sie viele Gedanken im Verborgenen. Sie zeigen uns den Zerfall und sie halten uns vor Augen, alles im Leben hat (s)eine Zeit.

Oft wirken sie nicht nur geheimnisvoll, sie üben auch einen gewissen Grusel auf uns aus. Wir können nur erahnen, was einst hinter den Mauern passiert ist. Welche Schicksale mit diesen alten Gebäuden und Orten verbunden sind. Das ist spannend, lässt uns gleichzeitig erschauden und lässt viel Raum für Fantasie.

Die Ruinen in den Besenhorster Sandbergen enführen uns sozusagen kurzfristig in eine andere Welt. Sie laden uns ein, auf geschichtlichen Spuren zu wandern und gleichzeitig einen Ausblick zu wagen, welchen Einfluss die Zeit auf Gegenstände und vor allen Dingen auch auf die Natur nimmt.

Es werden durch den Förderkreis Industriemuseum auch geführte Wanderungen durch die Besenhorster Sandberge und vorbei an den Ruinen angeboten. Eine Führung dauert rund zwei Stunden. Mehr Infos: Förderkreis Industriemuseum Geesthacht e.V.

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Abstecher nach Geesthacht oder in die Borghorster Elblandschaft

Wem fünf Kilometer nicht ausreichen, der hat natürlich die Möglichkeit, die Wanderung auszuweiten. Wie wäre es mit einem kleinen urbanen Schlenker ins schleswigholsteinische Städtchen Geesthacht.

Auf dem Weg in die größte Stadt im Herzogtum Lauenburg und einem anschließenden Spaziergang durch Geesthacht entdeckt ihr ein paar Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Krümmler Wasserturm, die St. Salvatoris Kirche oder auch den ursprünglichen Stadtkern.

Wer es lieber natürlicher mag, der biegt eher in die andere Richtung ab, in das Naturschutzgebiet Borghorster Elblandschaft. Direkt an der Elbe befindet sich ein Aussichtspunkt und im Anschluss verzaubern die Vier- und Marschlande mit süßen Reetdachhäusern.

Eine weitere Wanderalternative besteht darin, über die Schleuse in Geesthacht und die kleine Elbinsel auf die andere Elbseite ins Nachbarbundesland Niedersachsen zu spazieren und dort den Weg fortzusetzen.

Lost Place Geesthacht

Besenhorster Sandberge am Elberadweg

Interessanterweise liegen die Besenhorster Sandberge auch direkt am Elberadweg – eine der beliebtesten Radrouten Deutschlands. Somit lässt sich eine Wanderung durch den Ruinenwald auch gut mit einer Etappe auf dem Elberadweg verbinden.

Immer entlang der Elbe von Hamburg, durch die Marschlande und dann vielleicht mit einer Übernachtugn in Geesthacht. Von dort geht es dann weiter über das malerische Lauenburg bis hin nach Hitzacker.

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Besuch der Gedenkstätte Neuengamme

Wir haben unsere Wanderung durch die Besenhorster Sandberge übrigens mit einem Besuch der Gedenkstätte in Neuengamme kombiniert. Bei dem Mahnmal in Neuengamme handelt es sich um eine KZ-Gedenkstätte, die sich am historischen Ort des ehemaligen Konzentrationslager in Hamburg-Bergedorf befindet. Verschiedene Ausstellungen und Dokumentationen informieren die Besucher über die Verbrechen, die ursprünglich an diesem Ort begangen wurden. Um sich auf dem kompletten Gelände umfangreich umzuschauen, solltet ihr euch viel Zeit nehmen.

Beide Orte – also Besenhorster Sandberge und die Gedenkstätte Neuengamme – liegen etwas mehr als zehn Kilometer auseinander. Wer mit dem Fahrrad auf dem Elberadweg unterwegs ist, der hat natürlich auch die Möglichkeit einen Abstecher in Neuengamme einzulegen.

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg – geöffnet Mo-Fr 9.30 Uhr bis 16 Uhr / Sa+So 12 Uhr bis 17 Uhr (Okt.-März) 12 Uhr bis 19 Uhr (April-Sept.)

Gedenkstaette Neuengamme

Weitere Entdeckungen, Tipps & Informationen rund um die Besenhorster Ruinen, Sandberge und Elbsandwiesen:

Ihr wollt mehr über die Region rund um die Sandberge bei Geesthacht erfahren? Wir haben uns auch bei lieben Reiseblogger-Kollegen umgeschaut und ein paar spannende Berichte gefunden, mit zahlreichen Tipps und Hintergrundinfos.



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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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