Was ist Digital Detox? +++ Was steckt hinter Digital Detox +++Was ist Digital Detox? +++ Was steckt hinter Digital Detox +++

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Wieviel Entspannung steckt in Digital Detox?

Habt ihr schon einmal etwas von Digital Detox gehört? Übersetzen wir das Wort genau ins Deutsche, so würde es digitale Entgiftung heißen. Wir leben nun einmal im Digitalen Zeitalter. Das Smartphone, das Laptop, Dinge wie ein Ipad oder auch das Navigationsgerät und ein Fernsehgerät mit vielen Sonderfunktionen gehören zu unserem…

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Wieviel Entspannung steckt in Digital Detox?

Habt ihr schon einmal etwas von Digital Detox gehört? Übersetzen wir das Wort genau ins Deutsche, so würde es digitale Entgiftung heißen. Wir leben nun einmal im Digitalen Zeitalter. Das Smartphone, das Laptop, Dinge wie ein Ipad oder auch das Navigationsgerät und ein Fernsehgerät mit vielen Sonderfunktionen gehören zu unserem normalen zivilisiertem Leben. Wie sieht da wohl eine Entgiftung aus?

12 Stunden Medienkonsum pro Tag

Das soll der normale Durschnitt sein, den wir am Tag mit modernen Medien- und Kommunikationsmitteln verbringen. Wir haben uns daran gewöhnt, doch wir leiden darunter. Immer öfter hören wir z.B. von Burnout-Erkrankungen und auch andere Krankheitsbilder werden häufiger und die Patienten jünger. Mal Hand auf das Herz, wie oft habt ihr euch schon darüber aufgeregt, dass ihr keinen Internetzugang auf dem Hotelzimmer ab. Findet ihr es wirklich gut, immer und überall erreichbar zu sein? Oder sehnt ihr euch nach einer Pause? Welche Geräte gehören denn schon zu eurem alltäglichen Leben – Smartphone, Tablet-PC, Laptop…? Könnt ihr noch ohne diese Dinge?

Bereit für eine digitale Auszeit?
Bereit für eine digitale Auszeit?

Beobachte ich die Welt um mich rum, so sehe ich Jugendliche, die nebeneinander sitzen und es vorziehen in ihr Smartphone zu starren und sich gegenseitig Nachrichten zu schreiben, anstatt persönlich miteinander zu sprechen. Was ist das für eine Entwicklung? Neulich hörte ich eine gruselige Geschichte. Erzählt wurde sie von einer Hebamme. Sie berichtete vom Zauber der Geburt und was es für ein wahnsinniges Erlebnis ist, neues Leben auf die Welt zu bringen. Doch das sieht anscheinend nicht jeder so, war ihr Fazit. Denn neulich mußte ein Vater erst einmal ein Foto schiessen von der Geburt und dann war er 20 Minuten damit beschäftigt, es ins Netz zu stellen, anstatt sich um Mutter und Neugeborenes zu kümmern. Dabei sind die ersten Minuten doch so unfassbar… so wundervoll… so magisch. Nicht nur ihr standen bei der Erzählung fast die Tränen in den Augen.

Hier stellt sich doch wirklich die Frage, wie abhängig, ja süchtig, sind wir tatsächlich schon nach den kleinen digitalen Hilfsmitteln?

Wie funktioniert Digital Detox?

Wir sehnen uns nach Ruhe! Wir wünschen uns weniger Stress! Wir wollen einfach mal „nicht erreichbar sein“! Manch einer fühlt sich vielleicht sogar als Sklave der modernen, digitalen Welt! In den ersten Ländern gibt es daher bereits Digital Detox Camps. Wer hier Urlaub macht, der macht Urlaub von der „vernetzten“ Welt. Hier gibt es keinen Internetzugang und es herrscht Handyverbot. Habt ihr z.B. schon einmal etwas von den „Grenadinen“ gehört? Das ist eine Inselgruppe im Karibischen Meer. Ein Ort, an dem Digital Detox schon gelebt wird. Wer dort hin will, der fliegt erst einmal nach Barbados, dann nach St. Vincent und dann gehts noch mit einem Boot weiter. Selbst an einigen Stränden auf den Inseln sind Handys verboten. Viele Hotels haben im Zimmer kein Telefon und auch keinen Fernseher. Hier findet der Reizüberflutete dann auch Digital Detox Camps. Auch in Kanada, den schottischen Highlands und irgendwo in Schweden soll es die ersten Digital-Detox-Camps geben.

Wie auf Schienen - oder wo führt der digitale Weg uns hin?
Wie auf Schienen – oder wo führt der digitale Weg uns hin?

Was tut man in einem solchen Camp? Die Antwort lautet eigentlich ganz einfach „entspannen“. Doch wie entspannt man richtig? Oft werden Yoga-Sitzungen angeboten oder auch Meditation. Der Urlauber soll Dinge tun, die ihm Spaß machen. Die digitale Welt ist dabei aber völlig verboten. hier wird nicht gepostet, es wird nicht telefoniert und auch nicht gesmst… Wer eine Nachricht nach Hause senden möchte, der tut das per Postkarte oder Brief. 🙂

Interessant ist, wie schwer es den Leuten fällt, auf die digitale Welt zu verzichten. Auch ich habe den Verzicht in einem Urlaub schon einmal etwas geübt. Kein Laptop mitgenommen und das Mobiltelefon komplett abgeschaltet. Ich kann euch sagen, die ersten drei Tage waren verdammt schwer. Doch seit dem entgifte ich häufiger. Oft schalte ich mein Mobiltelefon auch einfach für das ganze Wochenende ab. Ist gar nicht so schwer. Zu einigen Veranstaltungen nehme ich es gar nicht mit, bzw. lasse es in der Tasche „ausgeschaltet“. Das tut richtig gut und oft fällt mir dabei auf, wie häufig andere ihr Smartphone in einer Gesprächsrunde nutzen… mal einen Blick drauf werfen, abwesend sind und dann auch noch hier und da mal antworten müssen… und das nervt ab und zu ganz schön. Ist es euch auch schon mal so gegangen?

Digital Detox: Wie kann ich das für mich umsetzen?

Zugegen so ein Aufenthalt in einem echten Digital Detox Camp ist nicht besonders günstig. Aber versucht es doch auch einfach einmal in den eigenen vier Wänden auf die digitale Welt zu verzichten… Auch in Deutschland gibt es schon Hotels, die auf dem Hotelzimmer kein Internetzugang anbieten, oder die einfach auch mal so weit ab vom Schuss sind, dass auch das Mobiltelefon hier nicht mehr so richtig funktionieren will.

Wie digital vernetzt sind wir wirklich?
Wie digital vernetzt sind wir wirklich?

Digital Detox – 5 Punkte Plan

=> Schaltet das Mobiltelefon doch auch einfach mal aus, einfach mal ein komplettes Wochenende offline sein.

=> Schreibt doch mal mit der Hand einen Brief und schickt ihn an einen lieben Menschen – ob der sich wohl wundert und sich fragt, wann er das zum letzten Mal bekommen hat? Denn die E-Mail hat doch den Brief eigentlich abgelöst.

=> Geht spazieren, raus in die Natur… ohne Navi, ohne Smartphone.

=> Lest abends im Bett ein paar Seiten in einem guten Buch statt die Flimmerkiste anzustellen oder den Tablet-PC mit ins Bett zu schleppen.

=> Führt doch mal einen richtigen Kalender statt alles im Smartphone zu hinterlegen.

Eine Idee, die ich im Zusammenhang mit Digital Detox gehört habe, hat mir besonders gut gefallen… „Erstelle eine Liste mit 50 Dingen, die dich zum Lächeln bringen“ – ich habs probiert und kann euch sagen, dass ist gar nicht so einfach… 😉

Hinterlasst mir gern eure Lächel-Liste, ich poste meine hier in den nächsten Tagen dann auch…

Nun die abschließende Frage… könnt ihr es, schafft ihr es? Seid ihr bereit für eine Digital Detox-Auszeit? Oder habt ihr vielleicht schon einmal eine digitale Auszeit genommen?

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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Kommentare

  1. Ursula Kampe sagt:

    Hey Tanja, ich habe heute Abend zum ersten Mal von einem Freud aus Mailand gehört, dass er Internet Detox praktiziert. Und das schon seit Mitte Dezember 2016. Lange Wochen habe ich mich gewundert, nichts mehr von ihm zu hören, bzw. ihn nicht mehr online zu sehen…. heute hatten wir einen sehr aufschlussreichen Chat zu diesem Thema. Sehr interessant und anregend. Anregend für mich, auch mal für einige Zeit alles aussen vor zu lassen. Ich freue mich schon sehr auf die hoffentlich entspannte, ruhige Zeit. Mein Handy werde ich ab morgen zu Hause liegen lassen wenn ich laufen gehe, im Urlaub nur für evtl. und hoffentlich nicht eintretende Notfälle nutzen. Danke für die Anregung, mal wieder Briefe und Postkarten zu schreiben 😉

    1. Hallo Ursula,
      vielen Dank für dein Feedback. Es sind ja oft schon Kleinigkeiten, die umgesetzt werden können. Ich nehme mein Handy z.B. auch nicht mehr mit, wenn ich laufe… oder auch wenn ich einkaufen gehe. Und im Urlaub versuche ich auch, so gut es geht, drauf zu verzichten. Im Ausland schalte ich das W-Lan dann auch gern einfach mal komplett aus. 😉
      Viele Grüße, Tanja
      PS: Mein Umfeld freut sich übrigens immer riesig über Postkarten aus dem Urlaub. 😉

  2. Nina sagt:

    Das ist wirklich ein spannendes Thema! Ich habe das letzte Wochenende ohne mein Handy verbracht – bewusst – das war schon irgendwie komisch, da ja das Handy mittlerweile fast an einem angeklebt ist… wie ich mich versucht habe abzulenken, kannst du auf meinem Blog nachlesen: https://ninawandertlos.wordpress.com/2017/11/08/digital-detox-wochenende-in-brilon/

    1. Tanja Klindworth sagt:

      Hallo Nina, ja es ist gar nicht so einfach, einfach mal „loszulassen“. Es hört sich zwar immer so an… doch es dann wirklich zu tun kostet oft schon Überwindung.
      Viele Grüße
      Tanja

  3. Digital Detox scheint, gottseidank, immer mehr in Mode zu kommen. Back to the roots 🙂 Bei mir persönlich klappt das mit dem KOMPLETT OHNE INTERNET höchstens für ein paar Tage. Dazu lese ich zu gerne (keine Bücher). Das Problem des „sich gestresst fühlen“ geht meines Erachtens überwiegend von Sozialen Netzwerken und WhatsApp aus. Facebook und Messenger-Apps nutze ich schon seit einigen Jahren nicht mehr und habe damit Ruhe und meinen Seelenfrieden wiedergefunden. Mittlerweile nutze ich mein Smartphone ohne SIM-Karte und oft auch ohne Internet. Zum Telefonieren nutze ich wieder ein einfaches Handy. Das Smartphone nutze ich ohne Internet dennoch umfangreich und sinnvoll. Wie ich das mache und welche Vorteile es hat, habe ich in diesem Artikel beschrieben: http://www.flundermental.de/smartphone-offline-ohne-internet/ Mich persönlich stimmt es glücklich, dass die Menschen „aufwachen“ und sich zunehmend der Reizüberflutung, vor allem durch ihre Smartphones, entziehen wollen.

    1. Tanja Klindworth sagt:

      Ich denke einfach, der gesunde Mix macht es… 🙂
      Einfach das Smartphone auf lautlos stellen und in der Tasche lassen. Ich unterschiede hier wirklich auch nach Arbeitszeit und Freizeit. Und selbst während der Arbeit, wenn ich in einer Aufgabe stecke, dann wird das Smartphone auch schon mal bei Seite gelegt. Wir müssen nicht immer 24 Stunden durchgehend erreichbar sein… und wenn ich mit Freunden unterwegs bin, dann wird der Empfang auch einfach mal abgestellt. 😉
      Viele Grüße
      Tanja

  4. Karin Göötz sagt:

    Wir haben seinerzeit (im vorigen Jahthundert) ein gemeinsames Handy angeschafft, damit wir beim Wandern oder Spazierengehen in einsamer Natur um Hilfe rufen können, falls mal etwas passiert, ein Sturz z.B. Da wir auch getrennt unterwegs waren, war die Anschaffung eine Beruhigung. Das hat sich ebenso bewährt, als wir wochenlang mit dem Auto in Spanien unterwegs waren und mitten in „Pampa“ eine Panne hatten. Inzwischen haben wir beide ein Handy, mein Mann benutzt seins nur zum Telefonieren, macht ab und zu ein Foto, sonst macht er alles am Computer. Ich nutze alles was geht und was nicht geht mache ich auf dem PC. Wenn ich ins Konzert gehe, lass ich es zu Hause, gehe ich zu Verabredungen, nehme ich es abgeschaltet mit. Ich halte mich nicht für gefährdet, oder?

    1. Tanja Klindworth sagt:

      Liebe Karin,
      hört sich nicht sehr gefährdet an. 😉
      Insgesamt sollte man die Mobiltelefone auch nutzen, eben für Notfälle oder auch um für die Familie erreichbar zu sein oder eben auch – im Joballtag – um mehr Freiheit zu genießen. Denn die Mobiltelefone bedeuten natürlich auch genau DAS! Man muß das Ganze eben mit einem gesunden Mittelmaß nutzen und auch mal alle 5e gerade sein lassen… und das scheint doch bei dir gut zu klappen. 🙂
      Viele Grüße
      Tanja