Waldcoaching: Ich bin kurz "Waldbaden" - Wellness & mehr
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Blick in den Wald

Waldcoaching: Ich bin kurz „Waldbaden“

Inhalte Anzeigen 1) Waldcoaching: Durchatmen, Einatmen, Aufatmen 1.1) Treibt es euch auch immer wieder in den Wald? 1.2) Was bewirkt die Natur in uns? 1.3) Natur pur: Richtig spüren und genießen! Ich lebe auf dem Land und werde oft von Städtern gefragt, ob mir das da denn nicht zu langweilig…

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Waldcoaching: Ich bin kurz „Waldbaden“



Ich lebe auf dem Land und werde oft von Städtern gefragt, ob mir das da denn nicht zu langweilig ist. Aber ehrlich gesagt, ganz im Gegenteil. Ich langweile mich hier nie. Dafür gibts doch immer was zu tun. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen in der Freizeit – also wenn ich denn mal nicht blogge 😉 ist ein Abstecher in den Wald.

Waldcoaching: Durchatmen, Einatmen, Aufatmen

Ob mit dem Fahrrad durch den Wald cruisen, eine Runde Nordic Walking oder einfach nur Spazieren gehen. Ich liebe es, mit meiner Familie durch den Wald zu streifen. Tiere zu sehen und zu hören. Dem Wind in den Baumkronen lauschen oder auch einfach die gute Waldluft einatmen und riechen. Neue Wege zu laufen und auszuprobieren und einfach mal schauen wo mich das hintreibt.

Tipp: Noch wirkungsvoller ist so eine Waldauszeit mit ein wenig Digital Detoxing. Wenn wir während der Zeit nämlich auch einfach aufs Smartphone verzichten!

Eine Runde im Wald ist Wellness-Feeling pur
Eine Runde im Wald ist Wellness-Feeling pur – Digital Detoxing

Treibt es euch auch immer wieder in den Wald?

Wenn ja, dann tut ihr wirklich was für die Gesundheit und für die Seele. Denn der Wald macht die Gedanken frei. Jedenfalls empfinde ich das so.

Mittlerweile gibt es sogar Coachings, die in und durch den Wald führen. Es geht darum, die Ruhe in sich aufzunehmen und den Waldboden unter den Füßen zu spüren, um sich – wie sagt man so schön – um sich zu erden. Naturcoaching nutzt bei Fragen und Problemen – sei es im Job, in einer Beziehung oder auch andere Dinge die uns belasten, die Natur als Spiegel zur Seele. Die Wirkung der Natur und des Waldes auf unser Gehirn ist sogar wissenschaftlich belegt. so heißt es, dass unsere beiden Gehirnhälften bei einer Bewegung in der Natur besser zusammen arbeiten. Das Ganze findet ähnlich einer Meditation statt. Das hilft uns auch dabei Problemlösungen zu finden.

Regelmäßige Wald-Auszeiten senken den Blutdruck, das Streßhormon Cortisol in unserem Körper und beruhigen den Puls. -> Ergebnis einer japanischen Studie.

Blick in den Wald
Blick in den Wald – eine Lichtung die zum Verweilen einlädt (Waldbaden ist übrigens ein großer Trend in Japan)

Ich treibe mich schon seit Jahren im Wald und in der Natur rum, es hilft mir eigentlich immer. Natur- und Waldcoaching gibt es nun schon seit 10 Jahren in Deutschland. Es lehrt, wer von Gedankenkino befallen wird oder wem es schwerfällt eine Entscheidung zu treffen, der soll einfach mal in Wald und Natur abtauchen. Oft liegt die Lösung dann schon viel näher.

Die Japaner schwören auf Waldbaden und nennen es „Shinrin-Yoku“ (den Begriff gibt es erst seit 1982).

Spaziergang im Wald
Spaziergang im Wald – das erdet und ordnet die Gedanken – ohne Smartphone wirds zum Digital Detoxing

Was bewirkt die Natur in uns?

Viele Menschen von uns haben es völlig verlernt in und mit der Natur zu leben. Dazu können sie viel zu selten in Wald und Natur eintauchen. Der Wunsch danach ist aber vorhanden – bei vielen von uns auch ganz unbewußt. Erlebnisse in der Natur stärken uns. Das ist schon bei Kindern zu merken, die in einen Waldkindergarten gehen. Studien zeigen, dass sich die Persönlichkeit dieser Kinder sehr positiv entwickelt. Sie wissen die Natur zusätzlich sehr zu schätzen.

Der besondere Waldgeruch entsteht übrigens durch sogenannte Terpene. Das sind chemische Botenstoffe, die in Blättern, Pilzen oder auch Baumrinden stecken. Atmen wir diese Luft ein, so sollen wir virentödende Zellen bilden. Eine japanische Studie ergab – 1 Tag im Wald erhöht das virentödende Zellenwachstum um bis zu 40 Prozent – und diese Wirkung hält sogar ein paar Tage an.

Verschlunge Waldwege, entlang von Flüssen und Bächen
Verschlunge Waldwege, entlang von Flüssen und Bächen – die Kraft der Natur spüren. Der Wald wird beim Waldcoaching zum Digital Detox Hotel.

Wir sind nun einmal ein Teil der Natur, auch wenn wir als Mensch – in unserer digitalen modernen Welt – das immer wieder vergessen. Der fehlende Kontakt sorgt auch dafür, dass unsere innere Stärke auf der Strecke bleibt. Das besagen Langzeitstudien aus den USA. Der fehlende Kontakt zur Natur sorgt auch dafür, dass wir getrieben werden von Trends, Mode und Erwartungen. Wir besinnen uns immer weniger auf uns, auf das was wir wollen und auf das was uns wirklich gut tut.

Wir sollten uns einfach häufiger die Zeit nehmen und in der Natur verweilen. Bei mir muß es nicht immer gleich der Gang in den Wald sein, ab und zu hilft es mir persönlich schon, wenn ich in meinem Garten (den ich sehr liebe) abtauchen kann. Mein Garten ist jetzt nicht besonders groß und auch nicht besonders gepflegt. Es wächst viel mehr alles durcheinander und ich habe Mühe, den Garten vom Unkraut zu befreien… aber genau so liebe ich ihn.

Steingrab im Wald - an der Straße der Megalithkultur
Steingrab im Wald – mystische alte Orte im Wald

Natur pur: Richtig spüren und genießen!

Wie schon erwähnt, haben viele von uns es verlernt, wie man die Natur richtig genießt. Doch es gibt ein paar Übungen aus dem Waldcoaching, wie genau das „Genießen“ wieder erlernt werden kann. Und wie das „gute Gefühl“ genutzt werden kann.

  1. Einfach laufen, dabei schweigen und versuchen an nichts zu denken. Das funktioniert z.B., wenn man sich beim „bewußten“ Gehen auf die Schritte und auf das Atmen konzentriert.
  2. Einfach zuhören, durch den Wald gehen und lauschen. Auf alles was zu hören ist. Äste knacken, Vogelgezwitscher, Wind in den Blättern und und und… dabei auch darauf konzentrieren, in alle Himmelsrichtungen zu lauschen.
  3. In den geschlossenen Räumen gibt es keine Möglichkeit in die Ferne zu schauen. Genau das brauchen wir aber von Zeit zu Zeit. Also einfach mal auf eine Wiese stellen und schauen. Dabei keinen Punkt anvisieren, sondern einfach nur schauen. Der Blick, ohne Ziel, in die Ferne öffnet auch den Geist bzw. macht Platz für neue Blickwinkel.
  4. Die Macht des Baumes spüren. Das geht z.B. wenn wir uns einfach mal unter einen großen Baum setzen und uns bewußt machen, wie groß und alt der Baum ist… oder warum nicht mal einen Baum umarmen – zu schräg? Dann vielleicht einfach an den Baumstamm lehnen und die Stärke spüren.

Das Schöne ist an Aktivitäten im Wald die Tatsache, dass man das auch ganz locker mit der ganzen Familie – Groß und Klein – erleben und genießen kann. Es kostet kein Geld und es ist einfach nur total entspannend, erholsam und wohltuend.

Und wann macht ihr euch auf in den Wald?

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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Kommentare
  1. Michael sagt:

    Wann immer ich es schaffe meine Familie zu besuchen (Landurlaub :)) nutze ich die Gelegenheit für längere Waldspaziergänge, weil es hier in der Stadt so wenig Möglichkeiten gibt. Und ich kann die Begeisterung des Artikels absolut nachvollziehen. Wenn man nicht nur für ein paar Minuten, sondern z.B. einen gesamten Nachmittag im Wald ist, dann begnet man auch allerhand seltenen Tieren. Wann sieht man denn als Städter sonst mal einen freilebenden Feuersalamander.

    1. Tanja Klindworth sagt:

      Lieber Michael,
      mir persönlich gibt der Wald auch einfach eine ganz besondere Ruhe und neue Kraft… ich liebe den Duft und die Ruhe.
      Ob nun als Spaziergang, Wanderung oder auch mal mit dem Rad… ich bin einfach total gern im Wald unterwegs.
      ABER einen Salamander sehe ich dabei auch ehrlich gesagt dann ganz selten.
      Viele Grüße, Tanja

  2. Sandra sagt:

    Hallo Tanja,
    Dein Text klingt leicht, fröhlich und einladend. Hoffentlich lassen sich viele von ihm zu einem „Waldbad“ inspirieren! 🙂
    Ich selbst biete in meiner Praxis Naturcoaching und Naturtherapie an. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass der Vorsatz „möglichst an nichts zu denken“ eher das Gegenteil bewirkt. Die Gedanken kommen ohnehin, und wenn wir sie dann nicht „abstellen“ können, ärgern wir uns allzu leicht darüber, dass wir die Aufgabe nicht „richtig“ gemacht haben. Das zieht weitere (negative) Gedanken nach sich und prompt sind wir mit der Aufmerksamkeit ganz woanders und nicht mehr im Wald. Mein Vorschlag: Gedanken weiter ziehen lassen. Immer wenn wir bemerken, dass wir einem Gedanken nachhängen, können wir innerlich sagen „und das ist auch noch da“ und damit unsere Aufmerksamkeit wieder auf die Gegenwart richten. Und bitte nicht vergessen: freundlich zu sich selbst sein. Gedanken zu haben ist normal, und wir können entscheiden, wie wir mit ihnen umgehen wollen.
    Viele Grüße von
    Sandra

    1. Liebe Sandra, vielen Dank für dein Feedback. Und auch noch einmal vielen Dank für deine Anregung, dass es ab und zu gar nicht so einfach ist, an nichts zu denken… und das auch das o.k. ist… da ist sicherlich was Wahres dran. 🙂
      Viele Grüße, Tanja