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Die Sache mit der Nachhaltigkeit…

Inhalte Anzeigen 1) Respekt, Nachhaltigkeit & Hinterfragung: Schritt für Schritt 1.1) Ein Ansatz der Nachhaltigkeit: Die Sache mit Nutella 1.2) Täglich grüßt das Murmeltier – oder mein schlechtes Gewissen… 1.3) Umweltschutz: Was wir tun – Was vielleicht jeder tun kann… …oder auch warum es bei uns kein Nutella gibt… So…

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Die Sache mit der Nachhaltigkeit…



…oder auch warum es bei uns kein Nutella gibt…

So könnte die Überschrift auch lauten. Doch ich will hier gar nicht mit dem erhobenen Zeigefinger rumwedeln, sondern viel mehr eine kleine Erklärung abgeben.

Warum?

Weil es einfach mal wieder an der Zeit ist, mir etwas von der Seele zu schreiben. Denn jeder von uns kann natürlich etwas dafür tun, dass unsere Umwelt und die Natur geschützt wird.

Respekt, Nachhaltigkeit & Hinterfragung: Schritt für Schritt

Ich weiß nur zu gut, dass es natürlich schwierig ist, ein Leben im totalen Einklang mit der Natur zu führen. Dazu müßten wir wohl anfangen, alles wieder selber anzubauen. Es ist auch sicherlich nicht leicht, immer total konsequent in und mit Allem zu sein, doch eine regelmäßige Hinterfragung des eigenen Handelns könnte natürlich schon hilfreich sein.

So hinterfragt sich meine kleine Familie auch immer wieder… und Schritt für Schritt versuchen wir, seit Jahren, Dinge zu ändern und uns – gerade unser Verhalten bewußt zu machen.

Klar ist, man kann nicht alles wissen und nicht immer ist auch wirklich Zeit, alle Dinge zu durchleuchten und zu hinterfragen. Doch es gibt immer wieder diesen „Ah“ und „Oh“ Moment oder die Feststellung „das wußte ich bisher gar nicht so… aber nun“ und dann muß ich mich damit für die Zukunft auseinandersetzen.

Und ganz vielleicht – genau weil ich darüber schreibe – setzen sich auch wieder andere Menschen damit auseinander… und Schritt für Schritt haben meine Gedanken dann plötzlich doch was geändert – vielleicht sogar nur die Einstellung von einem Menschen… aber immerhin.

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Ein Ansatz der Nachhaltigkeit: Die Sache mit Nutella

Jetzt kläre ich aber erst einmal meinen Eingangssatz mit der Nutella auf. A) Ich mag gar nicht so gern Schoki – der Nachwuchs aber schon… und trotzdem gibt es kein Nutella.

Denn… B) für die Herstellung von Nutella wird auch Palmöl genutzt. Um wiederum dieses Palmöl herzustellen, werden große Plantagen in Indonesien, Malaysia, Südamerika und Afrika angelegt. Um diese großen Plantagen anzulegen, werden sehr große Flächen des Regenwaldes gerodet.

Daher verzichten wir zu Hause nicht nur auf besagtes Nutella, sondern versuchen auch andere, mit Palmöl hergestellte Produkte (Palmöl ist nämlich z.B. auch in Dove Duschgel, verschiedenen Waschmitteln, Nivea Creme, diversen Magarinen u.v.m.) nicht einzukaufen. Ich gebe zu, gerade mit Kindern im Haushalt ist das natürlich nicht immer einfach. Doch wie bereits gesagt, ich will hier nicht den Zeigefinger heben, nur eben auch zeigen, wie man vielleicht doch mit kleinen Schritten vorangehen kann. Wenn das eben genug Menschen tun, hat so ein Verhalten eben auch schon einen positiven Einfluss.

Es gibt übrigens auch alternative Produkte ohne Palmöl – sogar Nuss-Nougat-Creme. 😉

Doch es geht natürlich nicht nur um Nutella oder eben Palmölprodukte. Es geht auch um Milchprodukte (ich versuche hier Produkte zu kaufen, die sich auch fair gegenüber Erzeugern und vor allen Dingen Tieren verhalten), es geht insgesamt um tierische Produkte oder auch regionale Produkte (wir versuchen wirklich darauf zu achten, wo die Produkte herkommen und was drin ist) und es geht darum darauf zu achten, wie verschiedene Hersteller sich gegenüber Arbeitskräften verhalten. Das ist nicht immer leicht… so etwas setzt natürlich voraus, sich genau mit den Inhaltsstoffen und den Unternehmen auseinanderzusetzen. Und sind wir doch mal ehrlich, viele der Wörter auf der der Rückseite einer Verpackung sagen uns nicht so viel – oder?! Und ist wirklich „fair“ drin, nur weil es draufsteht??? Und ist regional kaufen oft nicht sinnvoller als Bio? Und woher weiß ich denn, welche Firmen wo produzieren lassen?

Fragen über Fragen, die jeder für sich selber beantworten und definieren muß. Denn jede Lebenslage ist nun auch einmal anders. Tja und dann erwische ich mich auch plötzlich dabei, wie ich die Blaubeeren aus Peru kaufe, weil ich einfach seit Tagen an Blaubeeren in meinem Müsli denke… und die Blaubeer-Saison in Deutschland ist nun mal kurz… und da ist es dann wieder, das schlechte Gewissen…

Gemüse darf bei einer ausgewogenen, gesunden Ernährung nicht fehlen - oder?!
Obst und Gemüse aus der Region – und bitte saisonal…

Täglich grüßt das Murmeltier – oder mein schlechtes Gewissen…

Ich reise gern, sehr gern… eigentlich auch in fremde Länder. Und dann gehört das Reisen eben auch zum meinem Beruf. Doch in letzter Zeit erwische ich mich immer wieder dabei, wie mich ein schlechtes Gewissen beschleicht. Das schlechte Gewissen, was das für die Umwelt bedeutet, wenn die Menschen mal eben zum Weihnachtsshopping über den großen Teich nach New York fliegen oder für ein Meeting morgens nach London und abends zurück. Von der politischen Lage in vielen Ländern, Regionen und Destinationen mal abgesehen.

Noch einmal… mir gehts nicht um den erhobenen Zeigefinger. Denn auch ich bin natürlich nicht ganz frei von solchen Reisen. Auch bei mir gehört es zum Job, kurzfristige (Flug)-Arbeitsreisen anzutreten. Aber ich finde es auf alle Fälle wichtig, kritisch selber mal darüber nachzudenken, ob manche Dinge wirklich sein müssen.

In unsere Reiseplanung fließen mittlerweile auf alle Fälle auch Umweltaspekte ein. Das Thema Nachhaltigkeit wird, mit der ganzen Familie, z.B. beim Frühstück oder Abendessen diskutiert. Mir ist es wichtig, dass auch der Nachwuchs bereits sensibilisiert wird.

Uns ist es wichtig, über den Umgang mit Ressourcen zu sprechen. Uns ist es wichtig, dass unser Nachwuchs schon früh verstanden hat, dass es Dinge nicht im Überfluss gibt. Uns ist es wichtig, dass wir als Familie verstehen für Dinge dankbar zu sein und auch Tiere, Arbeitsleistung, die Umwelt und andere Menschen mit Respekt zu behandeln.

Urlaub als Familie... wie kann ich Geld sparen im Urlaub?
Unterwegs als Familie… Respekt vor Mensch, Tier und Natur
touristische Klimafußabdruck
touristischer Klimafußabdruck (Quelle: WWF – Bericht über Umweltauswirkungen Urlaub & Reise)

-> Zum kompletten WWF-Bericht

Umweltschutz: Was wir tun – Was vielleicht jeder tun kann…

Wir versuchen immer weniger Müll zu produzieren, wir haben schon vor Jahren den Stromanbieter gewechselt, wir versuchen uns gezielt über Produkte und Hersteller zu informieren, wir versuchen unser Einkaufsverhalten stetig anzupassen, wir essen selten Fleisch (grad mit Kind möchten wir nicht ganz drauf verzichten – aber eben drauf achten woher es kommt).

Überlegt doch mal, ob ihr immer eine Extraverpackung braucht, wenn ihr Lebensmittel kauft oder die obligatorische Tüte (auch wenn sie gratis ist) oder Getränke in Plastikflaschen… oder…

Familienurlaub immer wieder anders...
Familienurlaub – auch unsere Reiseziele hinterfragen wir immer wieder…

Immer wieder hinterfragen wir uns, unser Konsumverhalten, (ja auch) unser Reiseverhalten, lassen einfach mal das Auto stehen und nutzen das Fahrrad. Bevor wir etwas neu kaufen (ob nun Möbel oder Klamotten), fragen wir uns mehrfach, ob wir das jetzt wirklich brauchen…

In der Tat wird unser Haushalt minimalistischer, wir verzichten auch mal und es fällt uns überhaupt nicht schwer. Bevor wir Dinge wegschmeißen (weil wir sie nicht mehr brauchen) verschenken und stiften wir sie.

Feststellung: Verschenken macht glücklich!

Ehrlich gesagt, ist das Thema unendlich und einfach megaumfangreich. Denken wir nur mal über das Insekten- oder Bienensterben nach, die Verschmutzung der Meere oder aber die unmenschlichen Produktionswege und Arbeitsbedingungen mancher großer (sehr reicher) Unternehmen, so könnte man doch einfach verzweifeln oder vielleicht sogar den Kopf in den Sand stecken. Ich sag ja, ich möchte hier auch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger winken und böse aus der Wäsche schauen. So bin ich nicht… 😉 Außerdem weiß ich ja selber, wie schwierig es sein kann, sein Verhalten zu ändern. Oft geht das eben nur Schritt für Schritt, um auch alle in der Familie mitzunehmen. Aber ich möchte vielleicht doch einen Anstoss geben, einfach mal drüber nachzudenken… und vielleicht einfach den nächsten oder gar den ersten Schritt zu gehen.

…und ich möchten einen Anstoss geben, mir hier auch einfach mal einen Kommentar zu hinterlassen, wie ihr dazu steht?

 

Wie handhabt ihr das? Wie wichtig ist das Thema bei euch? Redet ihr in der Familie drüber? Achtet ihr auf Inhaltsstoffe? Kauft ihr vielleicht bestimmte Marken nicht, weil ihr wißt, wie diese Unternehmen sich gegenüber der Umwelt verhalten oder wie vielleicht auch das Verantwortungsbewußtsein zu wünschen übrig läßt?

 

___

Lust auf mehr Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit?

 


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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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Kommentare
  1. Till sagt:

    Hallo Tanja, toller Artikel zu einem spannenden Thema. Gerade die Tabelle ist sehr gelungen. Es ist heutzutage einfach so schwierig, im Einklang mit der Natur zu leben. Aber man sollte es immer wieder versuchen. Palmöl ist, wie Du es schreibst, ja in so vielen Produkten enthalten. Ein Einkauf ohne Blick auf die Zutaten bzw. Inhaltsstoffe ist schon nicht mehr möglich. Was für Palmöl gilt, trifft oftmals auch auf Gelantine zu. Dieses tierische Produkt befindet sich teilweise sogar in Creme fraiche oder in vielen Süßigkeiten – und damit sind nicht Gummibärchen gemeint… VG Till

  2. Liebe Tanja, als ich Deinen Beitrag gelesen habe musste ich schmunzeln. Normalerweise bin ich immer diejenige, die besonders bei der Nuss-Nougat-Creme im Laden die Zutatenliste studiert. Trotzdem gibt es bei uns im Haushalt sicherlich noch deutliches Verbesserungspotenzial. Gerade mit einem Teenager im Haus ist es nicht immer einfach so konsequent beim Einkauf zu sein, wie man es könnte. Besonders Deine Frage, was nun besser ist, regional oder Bio finde ich sehr interessant und beschäftige mich momentan viel damit. Am Besten ist natürlich wenn beides zutrifft. Mir persönlich ist es lieber, wenn ich den Honig beim Imker aus dem Dorf hole statt die Bio-Honig-Mischung aus diversen EU-Staaten, auch wenn ich damit auf das Bio-Siegel verzichte. Wenn ich in Stadtnähe wohnen würde oder in der Nähe von Anbauflächen, die chemisch behandelt werden, würde ich aber vielleicht anders denken.

    Auf jeden Fall ist dies ein sehr informativer Artikel. Vielen Dank dafür!

    Liebe Grüße
    Tonia

  3. Anna sagt:

    Liebe Tanja,

    endlich komm ich nun auch mal dazu meinen Senf hier zu lassen. 😉
    Das Thema Nachhaltigkeit ist ja voll meins und auch ich beschäftige mich seit einigen Jahren bewusst damit, auf manche Dinge zu verzichten und auch meinen Konsum mehr und mehr einzuschränken. Ich finde es super klasse, dass ihr auch euren Nachwuchs zu dem Thema schon voll mit involviert und darüber am Frühstückstisch disskutiert – so wird er direkt sensibilisiert und hat vielleicht auch einen anderen Blick der Umwelt gegenüber.

    Auch zum Thema Reisen hab ich mich schon des Öfteren geftagt, ob manches unbedingt sein muss. Ich bin eine Zeit lang auch ziemlich viel geflogen (für meine Verhältnisse – das war glaub ich einmal 8 Mal im Jahr). Dieses Jahr flog ich 2 Mal nach Amsterdam und zurück und auch das hätte vermieden werden können… Aber manchmal ist man einfach bequem und möchte schnell von A nach B kommen, anstatt sich 10 Stunden in den Zug zu setzen…

    Ich finde es super, dass du das Ganze hier ohne erhobenen Zeigefinger einfach mal als Information schreibst und ein paar Tipps mit uns teilst. Auch diese statistische Überischt mit den verschiedenen Reisen finde ich super informativ und aufschlussreich! Ich glaube, wenn wir alle ein wenig so denken, dann sind wir doch schon auf nem richtig guten Weg!

    Danke für diesen informativen und isnpirierenden Beitrag zu einem so wichtigen Thema!
    Liebe Grüße und hoffentlich bis bald!
    Anna

    1. Tanja Klindworth sagt:

      Liebe Anna,
      vielen Dank für dein Feedback.
      Das Thema Nachhaltigkeit geht uns auf alle Fälle alle was an! Auch wenn manch einer es doch noch nicht so richtig wahrhaben will.
      Mit meinen Gedanken möchte ich eben einfach tatsächlich dazu anregen, einfach drüber nachzudenken…
      Drüber nachzudenken, was jeder Einzelne von uns tun kann.
      Und mit offenen Augen durch das Leben zu gehen und eben auch wirklich drauf zu achten, wie andere es machen.
      Sich davon dann vielleicht auch eine Scheibe abzuschneiden – wenn es denn eine gute Idee ist… 😉
      Oder auch vielleicht um festzustellen, dass einem „nicht nachhaltiges“ Verhalten ganz sauer aufstösst, um es eben dann selber besser zu machen.
      Und ich glaube, wenn man das tut, dann stolpern wiederum auch andere drüber und wollen es einem vielleicht nachmachen.

      Liebe Grüße
      Tanja

  4. Liebe Tanja, das hätte ich alles genauso geschrieben. Wunderbar, dass du es hier auf den Punkt briingst. Ich versuche inzwischen auch, mehr und mehr Reisen nah zu machen, obwohl ich Reisejournalistin bin. Das geht nicht immer, aber inmer öfter. Palmölprodukte gibt es bei mir gar nicht mehr, weil das so widerlich ist, was die mit den Orang Utans machen. Aber es ist nicht immer einfach, diese Dinge durchzusetzen
    Liebe Grüße
    Andrea (www.indigo-blau.de)

    1. Tanja Klindworth sagt:

      Liebe Andrea,
      vielen Dank für deinen Kommentar. In erster Linie finde ich auch, wir sollten uns alle unser Verhalten bewußt machen und wirklich mal drüber (nach)denken, was wir selber tun können. Denn es ist doch nun mal so, eine Veränderung fängt immer in erster Linie bei sich selber an. Jeder Schritt und ist er noch so klein, ist doch ein Schritt in die richtige Richtung.

      Liebe Grüße, Tanja