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Sonnenuntergang - Juist Strand

Juist – Wattwandern & Sternetreten auf der Nordseeinsel

Inhalte Anzeigen 1) Juist Strand, Watt & Nachhaltigkeit 1.1) 24 sonnig-intensive Stunden auf Juist 1.2) Juist Strand & Watt: Wattwanderung mit Heino 1.3) Juist Kurzurlaub – das muß sein… 1.4) Juist Hotel und süße Träume Ich bin ein Nordkind. Das merke ich einfach immer wieder. Je älter ich werde, desto…

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Juist – Wattwandern & Sternetreten auf der Nordseeinsel



Ich bin ein Nordkind. Das merke ich einfach immer wieder. Je älter ich werde, desto mehr liebe ich meine Heimatregion… und der Besuch kürzlich, auf der Nordseeinsel Juist, hat mich geflasht. Warum, Wieso, Weshalb und wie es dazu kam, berichte ich euch natürlich gern…

 

Juist Strand, Watt & Nachhaltigkeit

Ab und zu suche ich nach Überschriften für einen Artikel oder einen Aufhänger, nach der Besonderheit einer Region… all das ist mir für Juist überhaupt nicht schwer gefallen. Ganz im Gegenteil… ich hatte sofort viele Überschriften im Kopf. Juist die Nachhaltigkeitsinsel, Juist-Hotel-Geheimtipp, Juist Wetterknaller, Juist Strand-Highlights und mehr… An Juist – der Nordseeinsel, hat mich einfach so viel begeistert, dass es sicherlich nicht bei diesem einen Besuch bleiben wird.

Doch bevor ich darauf näher eingehe, hier mal ein paar Zahlen, Daten und Fakten zur Nordseeinsel im Wattenmeer. Juist gilt bei vielen als echter Geheimtipp… und nach meinem Besuch kann ich das absolut verstehen. Juist hat sich bis 2030 auf die Fahne geschrieben, absolute Nachhaltigkeitsinsel zu werden. Daran arbeitet man aktuell schon sehr aktiv, doch bis zum Ziel ist es natürlich noch ein längerer Weg. Aktuell wissen rund 70 Prozent der Inselbewohner etwas vom Projekt und wiederum 80 Prozent davon wären bereit aktiv etwas für dieses „große“ Ziel zu tun. Doch das Nachhaltigkeitsprojekt verdient einen ganz eigenen Bericht…

Wenden wir uns also kurz wieder den ganz banalen Fakten von Juist, in Niedersachsen, zu. Juist ist die längste der osfriesischen Inseln, sie hat knapp 1.600 Einwohner. Sie ist ca. 17 Kilometer lang und an der breitesten Stelle grad mal 900 Meter breit. Es gibt Tage, da kann die Juist Fähre nur 1 x am Tag fahren… anders lassen es Ebbe und Flut nicht zu. Daher gibt es auf Juist auch einen kleinen Flughafen, der auch fleissig von vielen Gästen genutzt wird.

Tipp: Juist bietet ein Kombiticket an „Flug + Fähre“ für 56.- Euro pro Person. Der Gast kann dann wählen ob er mit der Juist Fähre auf die Insel reisen möchte und mit dem Flieger zurückkehren ans Festland – oder umgekehrt. Das Ticket kann gebucht und genutzt werden, wenn man max. 5 Tage auf der Insel bleibt. *

Neben dem Thema Nachhaltigkeit, ist auch Thalasso hier ein ganz wichtiger Punkt auf Juist.

Früh morgens am Strand auf Juist
Früh morgens am Strand auf Juist

24 sonnig-intensive Stunden auf Juist

Auf die Insel ging es per Flieger von Norderney nach Juist. Der Flieger kann aber auch vom Festland genutzt werden, um auf die Nordseeinsel zu gelangen. Der Flug findet mit einer kleinen Maschine statt, hier haben 9 Leute bis max. 10 Personen Platz. Wir starteten, an einem sonnigen Herbstmorgen und ich muß zugeben, der Flug ist ein Higlight und auch die Inseln und das Watt(enmeer) einmal von oben zu sehen ist natürlich ein echter Geheimtipp. Ich kann daher jedem wirklich das Kombireiseticket sehr ans Herz legen.

Mit dem Flieger von Norderney nach Juist
Mit dem Flieger von Norderney nach Juist
Angekommen am Flughafen auf Juist
Angekommen am Flughafen auf Juist

Angekommen auf dem kleinen gemütlichen Flughafen auf Juist, wurden wir mit Pferd und Wagen abgeholt. Bei strahlendem Sonnenstein und gut eingemummelt, ging es dann per Kutsche über die Insel. Bis wir vor unserem Hotel im Ortskern, nach ca. 20 bis 30 Minuten Fahrt, angekommen sind.

Mit der Kutsche vom Flughafen zum Hotel
Mit der Kutsche vom Flughafen zum Juist Hotel

Schnell das Gepäck auf die Zimmer bringen und mehr von der Insel sehen, so sah der Tagesplan aus. Also ging es vom Wellnesshotel Pabst durch die Dünen, vorbei am Wasserturm und dann runter an den Strand. Endlich…! 🙂 Hier hieß es Schuhe aus, den Sand unter den Füßen spüren und dann mit Gejuchze ins Meer. Das Wasser war für Ende September noch erstaunlich warm.

Frische Luft, Meerwasser und Sand unter den Füßen – eine perfekte Kombi, nicht nur wenn es um Thalasso geht, sondern auch sehr appetitanregend. Also zogen wir vom Strand wieder zurück in den kleinen Ort (der auch direkt an den Strand grenzt) um dort ein Fischbrötchen im Strandkorb zu genießen.

Juist Strand & Watt: Wattwanderung mit Heino

Gut gestärkt stand im Anschluss eine Wattführung an. So führt uns der Weg auf die andere Seite der Insel, um dort (in Hafennähe) ins Watt abzubiegen. Als norddeutsches Mädel hab ich natürlich schon mal eine Wattführung bzw. geführte Wattwanderung erlebt. ABER… meine einzige Wattführung bis zu diesem Zeitpunkt fand auf Wangerooge statt. Dieses Erlebnis gehörte bisher nicht unbedingt zu meinen Favoriten im Leben – damals war ich in der vierten Klasse und wurde auf einer Klassenfahrt gezwungen komplett um die Insel zu laufen und dann im Anschluss auch noch eine (für mich damals grottenlangweilige) Wattführung mitzumachen… insgesamt umfasst der Spaß damals 18 Kilometer. Aber ich bin ja immer wieder bereit für neue Erfahrungen…

Auf dem Weg zum Watt, radelte Heino schon an uns vorbei – gut zu erkennen an seinem bestickten Seemannspullover. Er hielt und gemeinsam zogen wir dann über den Deich ins Watt. Schritt für Schritt und Wort für Wort nahm Heino uns mit…

Tipp: Ich will hier nicht zu viel verraten… aber solltet ihr nach Juist kommen, dann macht unbedingt eine Wattführung mit Heino. So zeitweilig, so interessant und auch für Kinder mit Sicherheit ein lehrreiches Highlight!

Wattführer Heino in Aktion
Wattführer Heino in Aktion

Ich werde niemals wieder von Wattwürmern sprechen – denn es gibt eigentlich keine Wattwürmer – jawohl! Es gibt verschiedene Wurmarten im Watt – der häufigste Wurm ist beispielsweise der Sandpierwurm. Ob ich noch mal wieder Muscheln esse, weiß ich nicht… ich habe aber einen ganz großen Respekt vor diesen wichtigen Tieren mitgenommen und ich hab mich auch als Muschelflüsterin betätigt (erfolgreich!). Insgesamt hat Heino uns erklärt, dass das Wattenmeer Herz, Lunge, Leber und Niere braucht… und das sind die Bewohner im Meer. Welches Organ nun Herzmuschel, Sandpierwürmer 😉 oder auch Krebse und Krabben oder Ebbe und Flut übernehmen, laßt euch am besten mal direkt von Heino erklären. Wir waren über 2,5 Stunden mit Heino im Watt unterwegs, wir haben nicht gemerkt, wie die Zeit verflogen ist, so interessant und liebevoll sind Heinos Erklärungen und Ausführungen… man merkt einfach, wie sehr er seinen Job als Wattführer liebt. Den Job hat übrigens schon sein Vater gemacht und Heino hofft natürlich, dass Sohn Ino auch mal in die Fußstapfen tritt… „wäre schon schön, dann wären es aus unserer Familie schon drei Generationen… so was gabs noch nie!“, schmunzelt er.

Gemeinsam ziehen wir ins Watt auf Juist
Gemeinsam ziehen wir ins Watt auf Juist
Wir lauschen Wattführer Heino
Wir lauschen Wattführer Heino
Wattführer Heino
Wattführer Heino

Juist Kurzurlaub – das muß sein…

Fisch futtern, Nationalparkhaus und in der Nacht ins Meer

Raus aus dem Watt, rein ins Watthaus oder besser gesagt, ins Nationalparkhaus. Auch ein heißer Tipp, um hier mal mit Kindern vorbeizuschauen. Hier gibt es viel zu sehen und zu entdecken… der Eintritt ist völlig kostenfrei.

Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir dann mit dem ersten Teil unseres Programms auf Juist durch. So zog es uns auf eine der Thalasso Plattformen am Strand, um von dort aus einen wirklich schönen Sonnenuntergang zu verfolgen. So viel interessante und schöne Eindrücke in Kombination mit Meeresluft und Sonnenschein machen ganz schön hungrig… also machten wir uns auf zum Hafen von Juist – ins Hafen-Restaurant. Bei guten Gesprächen (immerhin hatten wir uns eine Menge von diesem Tag zu berichten und noch mal gemeinsam zum Erlebten auszutauschen), einer (vom Koch) empfohlenen Fischplatte, mit fangfrischem Fisch, Wein und einer fröhlichen Stimmung nahm der Abend seinen Verlauf…

Sonnenuntergang - Juist Strand
Sonnenuntergang – Juist Strand

Als wir dann gegen 22 Uhr wieder in Richtung Strand zogen, war es längst dunkel auf der Insel. Doch richtig kalt wollte es in dieser lauen Septembernacht nicht werden. Somit beschlossen wir, noch mal direkt auf den Strand zu ziehen… denn uns wurde am Nachmittag von einer ganz besonderen Sache auf Juist erzählt – dem Meeresleuchten! Schon mal was davon gehört? Jetzt wird auch klar, warum Juist den Beinamen „Töwerland“, übersetzt Zauberland trägt. Denn mit dieser nächtlichen Aktivität hat Juist mich dann endgültig um den Finger gewickelt.

Tipp: Auf vielen der Nordseeinseln gibt es das Phänomen „Meeresleuchten“. Für das Leuchten im Meer sorgen Mikroorganismen. Fachlich ausgedrückt heißt das Phänomen Biolumineszenz.

Aber mir persönlich ist das ja egal, wie es heißt… denn ich stand am Strand mit den Füßen – fast bis zur Hüfte im Wasser und trampelte wild im Wasser und auf dem Sand herum. Mit diesem wilden Getrampel kann das Meeresleuchten aktiviert werden… es sieht ein wenig aus, als wenn der Sternenhimmel im Meer Platz genommen hat. Wenn ich an dieses nächtliche Highlight denke, wie wir alle „wild“ durcheinander am Stand auf und ab hüpften, voller Begeisterung und damit das Leuchten aktiviert haben, läuft mir ein angenehmer Schauer über die Haut und meine Augen beginnen zu leuchten. Ähnlich wie das Meeresleuchten…

Wir haben versucht, das Leuchten auf Bildern einzufangen… es ist uns nicht gelungen… es gibt wohl einfach Phänomene, die muß man selber erleben. Ein Bild kann hier absolut wohl auch nicht beschreiben, wie geflasht wir alle von dem Anblick waren. Wir kannten das Phänomen bisher auch alle nicht – jedenfalls nicht aus Deutschland, sondern eher aus dem asiatischen Raum.

Im Watt auf Juist
Im Watt auf Juist

Juist Hotel und süße Träume

Nach so viel Abenteuer ging es dann ins Bett. Unsere Herberge war das Wellnesshotel Pabst im Ortskern von Juist. Nach einer angenehmen Nachtruhe startete ich den Tag am nächsten Morgen um 6.30 Uhr mit einer Runde schwimmen im Pool des Juist Hotel.

Danach konnte ich nicht anders, der Weg führte mich noch einmal an den Strand. Sich noch einmal durchpusten lassen, damit das Frühstück im Anschluss richtig gut schmeckt.

Nach dem Frühstück hieß es schon wieder Abschied nehmen… leider! Mit dem Koffer zogen wir runter zum Hafen. Dort wartete schon das Fährschiff zur Rückfahrt ans Festland. Wir nahmen oben auf dem Deck (draussen natürlich) Platz, denn auch jetzt ließ sich die Sonne schon am Himmel blicken.

Als die Juist Fähre dann schließlich ablegt, muß ich mir eine Tränchen wegdrücken… denn zahlreiche Menschen stehen am Ableger und auch auf der Fähre und winken sich zu. Dazu setzt plötzlich aus einem Lautsprecher „Schifferklaviermusik“ ein… Es ertönt von James Last „Biscaya“. Während das Lied spielt, entfernen wir uns immer weiter von der Insel, die Sonne scheint, das Meer glitztert (einfach wundervoll kitschig). Schnell setze ich mir mal lieber eine Sonnenbrille auf, muß ja keiner sehen, wie sentimental ich grad werde… 😉

Ein wenig Herzschmerz spüre ich aber tatsächlich beim Verlassen der kleinen Nordseeinsel, so unwahrscheinlich wohl hab ich mich dort einfach gefühlt.

Ach, ich bin und bleibe eben doch ein Nordmädchen! 😉

Abschied von Juist
Abschied von Juist

*Ich wurde von #DieNordsee zur Pressereise inklusive Inselhopping eingeladen. Ich bedanke mich herzlich für die Einladung, die Gastfreundschaft der einzelnen Inseln und die tolle Unterstützung vieler Juist-Bewohner, wie z.B. Anja Pleuger von der Inselgemeinde Juist, dem Nachhaltigkeitsbeauftragen Thomas Vodde für den megainteressanten Einblick, Heino für die spitzenmäßige Wattführung und ein ganz besonderer Dank geht an die Mikroorganismen, die uns das einmalige Meeresleuchten-Erlebnis bescherrt haben (obwohl die Saison/Zeit fürs Meeresleuchten eigentlich schon vorbei gewesen wäre). 😉

Und natürlich auch ein ganz großer Danke-Gruß an die ganze tolle, megaentspannte (Mit)-Presse-Reisetruppe… 🙂

Ich könnte übrigens noch soooo viel mehr über Juist erzählen, daher wird es wohl nicht nur bei diesem einen Bericht bleiben… also unbedingt wieder vorbeischauen…

*Stand: September 2016

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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