Kein Bock auf Massentourismus +++ antizyklisch reisen +++
wellbeing work. life. travel.
Das Rheingau erwacht Wellnessurlaub Oestrich Winkel

Kein Bock auf Massentourismus: Entspannter (ver)Reisen – so gehts bei uns…

Zum Jahresende ziehen viele Blogger eine Bilanz. Wohin bin ich gereist, wohin will ich nächstes Jahr reisen? Ehrlich gesagt, möchte ich auch eine Reisebilanz ziehen… jedoch vielleicht anders, als andere Reiseblogger-Kollegen das aktuell tun. Wie sehen neue Reisepläne aus? Warum denke ich über antizyklisch reisen nach? Was sagen mir die…

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Kein Bock auf Massentourismus: Entspannter (ver)Reisen – so gehts bei uns…



Zum Jahresende ziehen viele Blogger eine Bilanz. Wohin bin ich gereist, wohin will ich nächstes Jahr reisen? Ehrlich gesagt, möchte ich auch eine Reisebilanz ziehen… jedoch vielleicht anders, als andere Reiseblogger-Kollegen das aktuell tun. Wie sehen neue Reisepläne aus? Warum denke ich über antizyklisch reisen nach? Was sagen mir die Reisetrends? Was hat sich verändert? Was wird sich verändern? Und welche Reisethemen bewegen mich für die Zukunft?

Mallorca als Reiseziel
Reiseziele & Top-Reiseziele vs. antzyklisch Reisen

Mein Reisejahr 2018…

…ist noch nicht zu Ende. Eigentlich dachte ich, mit dieser Woche endet mein aktuelles Reisejahr… doch weit gefehlt. Die letzten Tage halten noch ein paar sehr aufregende Events, Reisen und Jobs bereit. Doch dazu will ich an dieser Stelle gar nicht so viel verraten. Ihr lest dann ja zu gegebener Zeit davon bei mir auf dem Blog. 😉

Ich hab mir in diesem Jahr verstärkt Gedanken gemacht um das Thema nachhaltig Reisen und merke immer häufiger, wie ich mich hier immer wieder hinterfrage. Wie ich mein Reiseverhalten selber verbessern kann. Wie ich – sagen wir mal – vorbildlicher Reisen kann. Themen wie Overtourism und damit verbunden das antizyklische Reisen als Gegenmaßnahme werden in der Zukunft stark an Bedeutung gewinnen. Wer hier länger mitliest, weiß, mir liegt das Thema sehr am Herzen… und ich selber versuche hier schon stark mein Reiseverhalten zu ändern und entsprechend anzupassen.

Da genau zu diesem Thema auch immer wieder Fragen bei mir landen, was sich denn hinter Ouvertourism und antizyklischem Reisen verbirgt oder auch, was das denn nun mit WellBeing work, life & travel zu tun hat… werde ich dieser Rubrik ab jetzt mehr Platz einräumen. Denn um mich wohlzufühlen, müssen auf (m)einer Reise viel mehr Punkte stimmen, als nur eine Sauna, ein Infinity-Pool und geile Wellnessanwendungen. Um das jetzt mal ganz überspitzt zu sagen.

-> Zum Thema OVERTOURISM hab ich vor einiger Zeit auch schon mal sehr ausführlich geschrieben!

Buntes Treiben in Bromberg Polen
Buntes Treiben in Bromberg Polen – Polen Roadtrip in den Sommerferien statt Mallorca

Was bedeutet antizyklisch Reisen?

Wußtet ihr, dass weltweit jährlich mehr als 1,3 Millarden Personen reisen. In dieser Zahl sind übrigens Inlandsreisen noch nicht berücksichtigt. Fakt ist aber, die Zahl der Reisenden hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Alleine 2017 ist die Zahl der Urlauber weltweit wohl um 7 Prozent gestiegen. Diese Zahl hat die Welt Tourismus Organisation veröffentlicht. Von diesem Wachstum besonders betroffen sind Afrika, Asien und pazifische Regionen. In Europa profitieren die mediterranen Regionen von mehr Besuchern… oder vielleicht auch nicht… DENN… wollen all diese Länder und Regionen auch wirklich diesen Zuwachs an Touristen haben?

Die Kehrseite der Medaille sind verdreckte und überlaufene Städte und Strände, Wanderwege die einer Autobahn gleichen oder auch historische Bauten und die schönsten Naturplätze, die gefühlt nur noch als Instagramkulisse dienen. Tiere, Natur und Menschen leiden in diesen Zentren des Massentourismus immer mehr unter den Folgen. Müll, Dreck, Zerstörung und der Mangel an bezahlbaren Wohnraum für Einheimische sind da nur die Spitze des Eisbergs. Von unserem ökologischen Fußabdruck will ich an dieser Stelle gar nicht reden…

Doch was können diese Orte oder auch wir selber gegen diesen Massentourismus tun? Ich möchte das Reisen nicht verteufeln… ganz im Gegenteil. Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen und nur wer die Welt gesehen hat, kann sie wirklich beurteilen, lieben und schützen. Ein vermeintliches Dilemma…

Thalasso Urlaub Nordsee Langeoog
Thalasso Urlaub Nordsee Langeoog mitten im Winter

Reisen erweitert den Horizont…

Erste Städte haben ihre Häfen für Kreuzfahrtschiffe gesperrt und denken für die Zukunft über limitierte Gästezahlen nach. Antizyklisch Reisen könnte hier eine Alternative sein. Ich selber betreibe diese Art des Reisens schon seit einiger Zeit mit meiner Familie, denn gerade in den Ferien macht es mir als „Reisefan“ überhaupt keinen Spaß mehr bestimmte Orte zu besuchen. Ich persönlich fühle mich unter Menschenmassen, aus verschiedenen Gründen, nicht wohl und somit ist mein WellBeing-Feeling dann auch wirklich gestört. Ich kann den Ort nicht genießen und somit überhaupt keine Erholung finden… mich nicht für Schätze, Historie und Locals begeistern. Viel mehr kommt es mir vor, wie eine künstlich inszenierte Welt. Ich drängle an Overtourism-Orten mit tausenden von Menschen an den Highlights vorbei und übersehe die Geheimnisse und besonderen Momente…

Ich frage mich oft, fühlen sich die Menschen an diesen Massenreisezielen wirklich wohl?

Carlo Gondel Stade
Fahrt mit der Venezianischen Gondel – nicht in Venedig sondern in Stade
Für uns hat antizyklisch Reisen daher viele Vorteile und gemeinsam – als Familie – konnten wir schon wundervolle Orte – ganz neu entdecken – ohne das zahlreiche Instagram-Accounts damit überflutet sind und längst der Top 100 Reiseführer dafür geschrieben wurde.
Ich bin viel unterwegs und gerade darum achte ich auch immer verstärkter drauf, wie ich reise. Überlege lieber dreimal ob ich jetzt wirklich den Flieger oder die Bahn nehme… und ob es nicht auch vor der Haustür (Wellness)Abenteuer zu erleben gibt. Wißt ihr eigentlich was für tolle Ecken Deutschland zu bieten hat? Ecken, die ihr relativ streßfrei schnell erreichen könnt?
Rheingau Urlaub im Herbst
antizyklisch reisen -> kürzlich erlebt: Rheingau Urlaub im Herbst
Auch wir möchten gemeinsam als Familie die Welt erleben – doch nicht um jeden Preis. Wir möchten uns für Fernreisen dann auch wirklich Zeit nehmen, damit sich das auch wirklich lohnt, um „Geheimnisse“ zu entdecken und das Leben vor Ort auch wirklich „zu erleben“. Haben wir weniger Zeit so reisen wir in Deutschland und Europa – und auch hier gibt es so viel zu entdecken… so ging es für uns dieses Jahr im Herbst eine Woche durch den Harz und im Frühling über zwei Wochen per Roadtrip durch den Norden von Italien. Im Sommer verschlug es uns, wie im letzten Jahr, nach Polen... und weil wir dort noch lange nicht alles gesehen haben, wird das sicherlich noch nicht die letzte Reise gewesen sein.
Gargnano Urlaubsort Gardasee Italien
Gargnano Urlaubsort Gardasee Italien im März statt in der Hochsaison
Und auch vor der eigenen Haustür finden wir immer wieder tolle Reiseziele. Wir lieben die Nordsee – doch steuern wir die auch gern „antizyklisch“ im Winter an. Eine Winterauszeit auf den Nordseeinseln hat was sehr erholsames in der kalten Jahreszeit – dann erwarten einen dort ein besonderes Licht, besondere Farben und eine ganz andere Stille. Auch die Städte vor der Haustür bereisen wir gern als Mikroabenteuer – z. B. zum Weihnachtsmarktbesuch nach Braunschweig, Goslar oder Lübeck. Sehr abenteuerlich sind auch unsere Wanderstreifzüge auf heimischen Nordpfaden, eine Nacht im heimischen Wald oder Camping auf einer Elbinsel.
Luehesand Ausflug
Mikroabenteuer: Lühesand – Elbinsel – Sonnenaufgang ueber Lühesand

Reisen läßt mich die Welt mit anderen Augen sehen…

…und genau dieses Gefühl möchte ich auch an meine Familie geben. Ich möchte das gemeinsam mit ihnen erleben. Und ich möchte diese Welt für nachfolgende Generationen erhalten und möchte die Menschen bewußt auf dieses Thema lenken.
Doch ich möchte Urlaubs- und Reiseregionen erleben. Dabei geht es mir nicht darum, wann ich die Region erlebe – denn ich finde jede Jahreszeit hat ihre ganz eigenen Besonderheiten. Für mich ist es wichtig die Region, Land und Leute zu erleben und das geht oft viel besser in der Nebensaison… dann haben die Menschen vor Ort Zeit, Ruhe und Muße… und empfinden die Touristen vor Ort nicht als nervig und noch schlimmer als Störenfried.
Ihr könnt also sehr gespannt auf meine Reiseziele und Reisepläne in 2019 sein und natürlich auch auf meine Reistipps und „ganz besonderen“ Reisen zum Jahresende. 😉
Von euch würde ich gern mehr über eure Reisepläne wissen. Was interessiert euch? Was habt ihr vielleicht schon gebucht oder geplant? Und welchen Einfluss hat das Thema Nachhaltigkeit oder auch antizyklisch Reisen (ist das Thema schon bei euch angekommen?) bei eurer Reiseplanung?
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Mehr Lust auf Ideen in Sachen antizyklisch Reisen?

 


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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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Kommentare
  1. Daniela sagt:

    Ich mag auch keine großen Menschenansammlungen und bin total unentspannt, wenn ich mich in und mit Menschenmassen bewegen muss. Ich vermeide es daher, wo es geht und verreise auch lieber in der Nebensaison. Geht leider nicht immer, aber ich versuche es soweit es geht. So im Winter auf Rügen z. B. – wunderschön. Dann sind die Strände nicht überlaufen und ich kann mir die frische Luft entspannt um die Nase wehen lassen. 😉

    LG Daniela

    1. Tanja Klindworth sagt:

      Liebe Daniela,
      grad mit schulpflichtigem Kind ist es echt schwer… aber selbst hier kann man eben doch die großen Tourismushochburgen meiden. Ich fühle mich dann auch echt nicht wohl, wenn da die Menschenmassen unterwegs sind.
      Viele Grüße
      Tanja

  2. Kathi sagt:

    Liebe Tanja,
    ein toller Artikel, der mir sehr aus der Seele spricht. Ich mache mir auch so meine Gedanken und bin öfters in Deutschland unterwegs. Ich verreise meist nicht zur Ferienzeit. Nicht nur weil es günstiger und stressfreier ist, sondern auch aus Rücksicht auf meine Kollegen.
    Ich bin außerdem ein großer Europafan und liebe es, die Nachbarländer zu erkunden. Ich hoffe, es werden sich zukünftig mehr Reisende für diese Art des Reisens entscheiden… oder besser nicht? 😉

    Viele liebe Grüße
    Kathi

    1. Tanja Klindworth sagt:

      Liebe Kathi,
      ich denke, wenn wir alle anfangen schon mal drüber nachzudenken, ist der erste Schritt für Veränderungen getan.
      Ich selber hab mein Reiseverhalten in den letzten 5 Jahren extram geändert und ich versuche es auch immer weiter zu verbessern.
      Liebe Grüße
      Tanja

  3. Barbara sagt:

    Hallo Tanja,
    antizyklisch agieren – das ist auch mein Motto. Es gibt so viele tolle Reiseziele, die nicht überlaufen sind oder die vom Termin her ideal weil nicht so voll sind. Die sind mir lieber als die Ziele, die jeder anreist.
    Wobei ich ehrlich gesagt vieles schon gesehen habe, als ich jünger und die Ziele nicht so belebt waren. Das ist die andere Seite. Jemandem, der noch nicht in Rom, Paris, New York war zu sagen, reise doch lieber nach x, y, z – das traue ich mich dann doch nicht. 😉
    Liebe Grüße
    Barbara

    1. Tanja Klindworth sagt:

      Liebe Barbara,
      sicher… aber ich denke, man kann einige Ziele auch wirlich antizyklisch anreisen. Eben nicht in der Hauptsaison. Das macht ja schon vieles aus.
      Ganz drauf verzichten tun wir auch nicht. Grad wenn der Nachwuchs bestimmte Reisewünsche hat. Ich hab viele Highlights auch schon früher gesehen, wo die Ziele oft noch nicht so überrannt waren… und kann gut verstehen, wenn SPANESSi dann Wünsche äußert wie Eiffelturm, schiefer Turm oder auch die Freiheitsstatue.
      Liebe Grüße
      Tanja

  4. Elena sagt:

    Liebe Tanja,
    ein sehr inspirierender Artikel – ich denke, viele von uns machen sich Gedanken über das Thema. Manche rümpfen bestimmt bei meinen Reisen die Nase, weil ich mit dem Auto unterwegs bin und daher in erster Linie den Norden Italiens sowie einen machbaren Radius um meine Heimatstadt Salzburg erkunde. Wenig, im Vergleich zur großen Welt! Dafür fliege ich sehr selten und war noch nie auf einer Kreuzfahrt; aber wenn ich an den Energieverbrauch dabei denke, fällt mir das nicht schwer. Wie du habe ich das Glück, dass innerhalb weniger Stunden dermaßen viele schöne Plätze zu finden sind, dass ich damit noch lange nicht durch bin!
    Viele liebe Grüße
    Elena

    1. Tanja Klindworth sagt:

      Liebe Elena,
      ich sehe das auch so… rund um die Heimat gibt es so coole Ecken und ich stelle immer wieder fest, es gibt so viele Menschen, die zwar in die große Welt reisen – ohne sich Gedanken zu machen – aber die tollen Ecken im eigenen Land oder gar vor der Haustür nicht kennen. Und oft überrascht sind, was es da zu erleben gibt.
      Viele Grüße
      Tanja

  5. Sabine sagt:

    Liebe Tanja, ein wirklich interessantes Thema, mit welchem ich mich auch schon länger beschäftige! Den ökologischen Fußabdruck klein zu halten und dennoch die Welt zu sehen ist wirklich eine Herausforderung. Ich bin sehr gespannt auf deine Reisen 2019 und die Erkenntnisse, die du mit dem Thema sammelst.
    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Tanja Klindworth sagt:

      Liebe Sabine,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich, dass sich eben doch langsam auch immer mehr Menschen darüber Gedanken machen…
      In meinem neuen Bericht verrate ich auch schon ein wenig zu den Reiseplänen… 😉
      Liebe Grüße
      Tanja