Mein erstes SpaCamp habe ich 2012 im Berchtesgadener Land besucht. Zwischen diesem SpaCamp im Atlantic Hotel Wilhelmshaven und meinem ersten in Bayern liegen somit ganze zehn Jahre. Oft haben wir den Eindruck „alles bleibt wie es ist“ – doch ist das wirklich so?
Um dieser Frage auf die Spur zu kommen, wird es also unbedingt Zeit, einfach mal einen Rückblick auf zehn Jahre Entwicklung und Veränderung in der Spa- & Wellness-Hotellerie, Day-Spas und den Gesundheitstourismus zu werfen.
SPACamp 2022 vs. 2012
Barcamps sind heute ein gelerntes und beliebtes Veranstaltungsformat zum Austausch auf Augenhöhe. Doch mal abgesehen davon, dass Barcamp-Formate 2012 noch etwas sehr exotisches an sich hatten und das „DU“ vielen Teilnehmern damals noch sichtlich schwerer gefallen ist, gab es noch mehr exotische Themen, die heute längst selbstverständlich in der Branche sind.
Spiritualität, Wellness für Männer & iPads zur Gästekommunikation
Ich erinnere mich, dass wir auf dem SpaCamp 2012 über „Spiritualität“ gesprochen haben. Aber auch wie wir zukünftig mehr Männer in den Spa bekommen. Darüber hinaus stand die Frage im Raum, ob sich ein iPad zur Gästekommunikation, z.B. auf dem Hotelzimmer, überhaupt lohnt.
An dieser Stelle muss ich wohl nicht erwähnen, dass heute zehn Jahre später, Männer ebenso oft im Spa zu finden sind wie Frauen. Ähnlich verhält es sich auch mit den Inroom-Tablets (wie z.B. von SuitePad). In vielen Hotelzimmern zählen sie längst zum Standard, anstatt der früher üblichen Gästemappen.
Rückblick auf das (Spa)Marketing 2012
Wobei es in den Marketing-Sessions eher noch um klassische Pressearbeit ging oder auch, wie wir Social Media „besser“ oder für viele damals auch noch erstmalig in die Öffentlichkeitsarbeit einbinden können.
Wir haben auch intensiv darüber diskutiert, wie denn Online-Verkäufe und Zugriffe auf Webseiten überhaupt analysiert werden können. Von echter Digitalisierung waren wir zu diesem Zeitpunkt sicherlich noch meilenweit entfernt.
Wir haben den Gipfel noch nicht erklommen
Das Motto von damals „Gemeinsam Berge versetzen“ bekommt rückwirkend für mich sogar viel mehr Relevanz als damals. Denn wenn wir die letzten zehn Jahre mal Revue passieren lassen, dann sind es zum Teil Hügel die versetzt wurden. Ja, vielleicht auch sogar Berge. Im Gegenzug haben wir auch sicherlich so manchen Berg – als Metapher für Herausforderung – erklommen und gemeistert.
Doch wer schon einmal in den Bergen wandern war, der weiß, bei einem Gipfel bleibt es nicht. Bevor wir nun einmal oben ankommen, gehts mal bergauf und bergab, über steinige Wege, schmale Pfade und durch tiefe Schluchten. Sicherlich hätten wir 2012 nicht mit einer weltweiten Pandemie, einschneidenden Lockdowns oder derartig explodierenden Energiepreisen gerechnet, wie wir sie erlebt haben und wie sie nun auf zu zurollen.
SpaCamp 2020 Teilnehmer
SpaCamp 2022: Watt’n Erlebnis – die Top-Themen
Der Kunde ist König – oder?!
Haben wir uns 2012 noch intensiv über die (fast) bedingungslose Erfüllung von Gästewünschen unterhalten, so hat sich das Blatt doch etwas gewandelt. Die Branche hat einen neuen Weg eingeschlagen und stellt viel mehr die Fragen:
Wie vermitteln wir dem Gast also was er wirklich braucht?
„Was wünscht sich der Gast wirklich?“ und „Müssen wir alle Wünsche erfüllen?“.
Gerade mit Blick auf nachhaltige Wertschöpfungsketten, Klimaneutralität und Mangel an Fachpersonal, einem geschärften Blick auf die eigene Gesundheit und Wellbeing-Faktoren – verändern sich auch die Bedürfnisse und Ansprüche – sowohl auf Anbieter- als eben auch Gastseite.
Zeit zum Umdenken & Handeln
Themen wie Regionalität, Authentizität, Klimaneutralität, faire Arbeitsbedingungen oder auch Ganzheitlichkeit standen 2012 eher am Rande einer Agenda. Doch sie haben in den letzten Jahren enorm an Relevanz gewonnen. Das zeigt schon der Veranstaltungsort. Im Mittelpunkt steht nicht das High-End-Wellnesshotel sondern viel mehr eine ganze Wellness-Region, die gemeinsam an einem Strang zieht. Auch damit gewinnt das alte Motto #gemeinsamBergeversetzen einen ganz neuen Blickwinkel – auch wenn am Wattenmeer eben gar keine Berge stehen.
Doch letzten Endes zeigt es eben nur, wir müssen alle zusammen arbeiten, von einander lernen und uns offen austauschen – egal ob nun Watt, Berge oder idyllische Seenlandschaft. Was ja auf dem SpaCamp – wie auch anderen Barcamp-Formaten – schon mal super klappt.
In zehn Jahren SpaCamp durfte ich immer wieder neue Spa-Talente und Persönlichkeiten treffen aber mich auch kontinuierlich über die Jahre mit alten Wellness-Hasen und Akteur:innen der Branche wertvoll austauschen. Gerade zu meinem Rückblick auf Spa-Trends und Einblicke in die laufenden Prozesse und Veränderungen der Branche habe ich ganz spontan spannende Impulse von tollen Kolleg:innen eingeholt, die seit Jahren für ihre Arbeit in der Branche brennen.
Bedürfnisse haben sich geändert
Aus Sicht der Kund:innen stellen wir fest, die Bedürfnisse haben sich sehr gewandelt. Vor rund zehn Jahren war eine Ayurveda- oder Hot-Stone-Massage noch der Clou. Oft jedoch ohne von Gast-Seite zu wissen, was wirklich dahintersteckt.
Heute werden Behandlungs-Angebote, Service-Leistungen, Produktquellen und Ganzheitlichkeit viel mehr hinterfragt. Das fordert von den Behandler:innen auch noch mehr Qualität, Professionalität und ‚Berührungen‘ eben auch auf menschlicher Ebene. Dem gegenüber steht natürlich wie wohl nie zuvor der aktuelle fachpersonelle Mangel, mit dem wohl fast alle Betriebe unserer Branche zu kämpfen haben.
Susanne Januschek, Inhaberin Badehaus Bremen
Susanne Janauschek (c) Jasmin Walter
Wirtschaftliche Erfolgsfaktoren und ein nachhaltiges Angebot haben an Wichtigkeit gewonnen
Die Branche hat sich in den letzten zehn Jahren enorm professionalisiert und somit steht auch die Wirtschaftlichkeit viel mehr im Fokus. Längst wurde erkannt, mit dem richtigen Konzept, kreativen Upselling-Ideen, einer vernünftigen Budget-Planung, funktionellen Buchungssystemen und langfristigen Zielen lassen sich im Spa durchaus sehenswerte Profite erzielen – auch in Zeiten knapper Personalressourcen.
Daneben legen die Gäste deutlich mehr Wert auf Nachhaltigkeit, welches sich nicht nur in den verwendeten Kosmetikprodukten widerspiegeln darf, sondern ganzheitlich gelebt und kommuniziert werden sollte. Es gibt bereits ein paar sehr gute Best Practice Beispiele an denen man sich orientieren kann – alternativ kann auch eine Zertifizierung Orientierung für die nachhaltige Entwicklung geben.
Noch vor zehn Jahren haben wir von Verlängerung der Öffnungszeiten gesprochen, oft wurde ein Spa- und Wellnessbereich sogar in zwei Schichten betrieben. Mit einer ausreichenden Ressource an Mitarbeitern ging es eben nur darum Räume bestmöglich auszunutzen. Doch gefühlt waren natürlich nicht nur Mitarbeiter:innen noch ausreichend vorhanden: Wasser, Energie und auch Platz schienen zumindest unendlich zur Verfügung zu stehen.
Aufgrund des mittlerweile herrschenden Mangels an Mitarbeitern, steigenden Kosten für Energie, Miete und Personal wurde und wird stark umgedacht. Es kommen mehr Behandlungen und Anwendungen zum Einsatz, welche unabhängig von Fachkräften bzw. Mitarbeitern angeboten werden können. Digitalisierung sorgt für Entlastung und auch der nachhaltige Aspekt hat einen starken Einfluss auf Pool-Temperaturen, Sauna-Öffnungszeiten oder bauliche Anpassungen.
Gesine Ponto, CIERE – Spa Management
Gesine Ponto (c) Jasmin Walter
Echter Zusammenhalt in der Community
In den letzten Jahren sind wir sehr viel enger in der Spa-Branche zusammengerückt, sogar mit der Wellness-Industrie und auch auf regionaler Ebene. Die Kommunikation und auch der (Erfahrungs)Austausch sind viel wichtiger geworden, auch durch Fachgruppen und Verbände wie z.B. mit dem Wellness-Verband. Von dem gemeinsamen Austausch profitiert die ganze Branche, denn kürzere und schnellere Wege oder auch verbesserte sowie effizientere Lösungen sind davon eine positive Folge. Wege vereinfachen sich und auch die Ausbildung wird bedarfsgerechter angeboten. Es ist interessant zu beobachten, wie wir gemeinsam in der Community zu lebhaften Veränderungen beitragen dürfen und können.
Nina Hirtler, Medical Spa Manager Wangerland Touristik
Ich habe tatsächlich vor ziemlich genau zehn Jahren angefangen in der Wellness- und Beauty-Branche zu arbeiten. Damals wurden verstärkt hochpreisige namenhafte Produkte angefragt und es wurden frühzeitig(er) Termine und Behandlungen eingebucht. Naturkosmetik wurde, im Gegensatz zu heute, wirklich nur sehr vereinzelt gewünscht und verkauft. Der Markt an naturkosmetischen Produkten hat seit dem stark zugenommen und auch zwischenzeitlich für eine fehlende Übersicht, sogar fast etwas Verwirrung, gesorgt. Es haben viele gute und mittlerweile auch namenhafte Naturmarken Einzug gehalten, so dass die Nachfrage vereinzelt auch schon wieder zurückgeht.
Insgesamt hinterfragt der Gast heute stärker Sinn und Zweck der Anwendungen. Gewünscht sind schnellere (Beauty- und)Entspannungs-Effekte. Die Bereitschaft für lange Verwöhn-Behandlungszeiten am Stück hat zugenommen. Der Gast möchte, dass individueller auf ihn eingegangen wird. Wir beraten heute viel intensiver und schnüren Behandlungs- und Anwendungs-Pakete genau auf den Gast zugeschnitten. Dabei kommt auch verstärkt apparative Kosmetik zum Einsatz.
Vanessa Legler, Beauty- und Spa-Managerin Parkhotel Egerner Höfe
Vanessa Legler (c) Jasmin Walter
SpaCamp 2023: Egal wohin die Reise geht…
Das SpaCamp 2022 in Wilhelmshaven war tatsächlich anders. Vielleicht liegt es daran, weil wir nun sehr lange kein richtiges bzw. nur eine sehr eingeschränkte Variante des SpaCamps veranstalten und besuchen konnten? Eventuell haben die Herausforderungen seit 2020 noch einmal als Beschleuniger zu den ohnehin schon laufenden Veränderungen beigetragen und die Prioritäten sowie die Einstellung der Akteur:innen stark verändert? Vielleicht ist es aber auch nur mein ganz persönliches Gefühl, weil wir in meiner Heimatregion Norddeutschland in Niedersachsen zu Gast waren oder weil 10 Jahre echt eine lange Zeit sind?
Es bleibt auf alle Fälle spannend. Das Rad wird sich weiter drehen und die Zukunft wir zeigen, wohin die Reise für die Spa-Community und Wellness-Branche geht. Prioritäten und Trends werden sich ändern und wir werden hoffentlich noch sehr oft zu vielen SpaCamps zusammenkommen. Ich bin auf alle Fälle schon sehr neugierig wohin die SpaCamp-Reise 2023 geht und ich blicke sehr positiv auf die Motivation der Branche. Es ist noch viel Raum für Inspiration, Innovation und kreative neue Lösungen. #packenwiresan #gemeinsamsindwirstärker
SpaCamp 2022 – Jasmin Walter
Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden!
Übrigens: Die neue SpaCamp-Location für 2023 wird noch gesucht! Wenn du also Inhaber:in, Direktor:in oder Mitarbeiter:in eines 4-5*-Hotel bist oder ein schönes Haus kennst, das 2023 unbedingt DER Austragungsort des SpaCamp sein sollte, dann freuen wir uns über deine Kontaktaufnahme! Du möchtest dich für ein zukünftiges SpaCamp als Hotel, Location oder auch Region bewerben? Die wichtigsten Eckdaten wurden HIER zusammengefasst.
SpaCamp 2022: Erstes „SummerCamp“ in Tirol
Das erste SpaCamp „Summer-Camp“ fand Ende Juni im Hotel Panorama Royal in Bad Häring / Tirol statt. In ungewohnt kleinerer Runde – im neuen Format kamen 80 motivierte Teilnehmer:innen aus dem deutschsprachigen Raum – wirkte die Veranstaltung inspirierend und wie gewohnt als echte Ideenwerkstatt.
Sommer SpaCamp: Freude entfaltet Talente
Unter dem Motto „Freude entfaltet Talente“ tauschten sich Spa-Manager:innen aber auch Vertreter:innen der Spa-Industrie zu aktuellen Fragestellungen auf Augenhöhe aus.
Herzstück sind, wie euch beim „regulären“ SpaCamp im Herbst, die Sessions. Hier konnten ganz nach „Barcamp-Manier“ Themenvorschläge von den Teilnehmer:innen eingereicht werden. Diese bestimmten dann auch vor Ort, welche Sessions in der Agenda behandelt wurden. Damit ist sichergestellt, wie bei einem echten Barcamp üblich, dass nur jene Themen besprochen werden, die aktuell Relevanz haben.
In den insgesamt 14 Sessions ging es beispielsweise um Social-Media im Spa, die Generation Z, Gesundheit und Fitness, Schlaf, Düfte, Kälte, Ästhetik, Digitalisierung, Hybrid-Spa aber auch um Spa-Irrtümer.
Ein wichtiges Thema ist dabei weiterhin die Transformation in der Spa-Hotellerie. Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Werte sind zum Bekenntnis geworden und es wird tatkräftig angepackt.
SpaCamp SummerCamp 2022 (c) Jasmin-Walter
Top Thema „Nachhaltigkeit“
Auch bei diesem SpaCamp hat das Thema Nachhaltigkeit wieder zu Diskussionen und inspirierende Anregungen in vielen Sessions geführt.
Mich haben die vielfältigen Möglichkeiten auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Umgang auch gerade im Tourismus und der Wellness- und Spa-Branche/Industrie überrascht. Vieles davon war mir vorher so noch nicht bewußt. Ich denke, wir brauchen noch viel mehr Kommunikation, um auch die Gäste und Kunden mit auf die Reise zu nehmen, um mehr Akzeptanz für ein nachhaltigeres Handeln zu bewirken.
Gesine Ponto von CIERE – Spa Management
Sicherlich werden wir zum Thema „Nachhaltigkeit“ auch beim SpaCamp im September in Wilhelmshaven wieder ansetzen. Doch bis es so weit ist, habe ich abschließend zum SpaCamp „SummerCamp“ in Tirol SpaCamp-Veranstalter Wolfgang Falkner noch ein paar Fragen gestellt.
Brauchen wir wirklich zwei SpaCamps pro Jahr?
Das ist eine sehr gute Frage, die ich mir natürlich als Veranstalter nicht nur einmal gestellt habe“, Die Idee eines „Nord-“ und „SüdCamps“ gab es ja schon seit 2016. Wir haben aber immer gezögert. Corona hat dann im Prinzip wie ein Katalysator für diese Idee gewirkt. Jetzt konnten, und mussten wir das sogar, diese Idee einfach ausprobieren, um nicht wieder alles auf eine Karte setzen zu müssen. 2020 mussten wir das SpaCamp ja online veranstalten und 2021 zitterten wir bis zur letzten Minute, trotz 2G und Maskenpflicht.
Zwei SpaCamps machen grundsätzlich auch aus Nachhaltigkeitsgründen Sinn, da dadurch die Anreise für manche/n Teilnehmer:in kürzer ausfällt. Dennoch haben wir gesehen, dass eine kürzer Anreise nicht das Argument für eine Teilnahme ist – wir hatten beim SummerCamp viele aus dem Norden und an der Nordsee erwarten wir viele Gäste aus dem Süden. Es hängt eher mit dem Termin oder auch die Location zusammen und natürlich wer sonst noch mit dabei ist. Außerdem muss sich so ein „SummerCamp“ erstmal etablieren.
Was wir auch beim kleineren „SummerCamp“ gesehen haben ist, dass die Diskussionsrunden wieder persönlicher und der Austausch noch familiärer waren. Wir werden aber in aller Ruhe schauen, überlegen und dann entscheiden, wie es 2023 weitergeht. Aber grundsätzlich haben zwei SpaCamps schon einen ganz besonderen Reiz.
Wolfgang Falkner (c) Jasmin Walter
Was ist der Unterschied zwischen dem SpaCamp und dem SummerCamp?
Zwei wesentliche Dinge fallen sofort ins Auge – die Größe, wie oben beschrieben, und der Termin mit den wärmeren Temperaturen. Allein schon die andere Jahreszeit zaubert ein anderes Erlebnis. Aber im Prinzip gibt es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Auch das SummerCamp ist, wie das „reguläre“ SpaCamp, ein Barcamp. Dh. die Teilnehmer:innen reichen selbst Themen ein und stimmen dann auch ab, welche Sessions auf die Agenda kommen. Und natürlich gibt es ein buntes Rahmenprogramm, dass sich an das Motto und die jeweilige Umgebung anpasst – d.h. Business mit Austausch perfekt kombiniert.
Unser Ziel ist es, den/die Teilnehmer:in mit auf eine Reise zu nehmen, ein Erlebnis bieten, das er nicht ein zweites Mal genau so erleben kann. D.h. im Prinzip unterscheidet sich jedes SpaCamp voneinander. Denn es sind ja auch immer andere Themen, andere Menschen und ein anderer Ort.
Was bewegt die Branche gerade besonders?
Da gibt es viele Themen und es ist schön zu sehen, wie leidenschaftlich sich die Spa-Branche hier austauscht. Das wichtigste Thema ist wohl die Nachhaltigkeit – zwei Sessions gab es zu diesem Thema aus zwei ganz unterschiedlichen Blickwinkeln – „Alter Hase“ Dennis Micknass mit Hilke Kleemann von den ATLANTIC Hotels diskutierten über Grüne Erlebnisse. D.h. wie kann man die Gäste mitnehmen, nachhaltig nachhaltiger zu werden. Und „Newbee“ Selina Weinert von der FH Joanneum fragte, wie der negative Einfluss meines Unternehmens auf das Klima reduziert werden kann?
Dicht gefolgt kommt das Thema „Fachkräftemangel“ gepaart mit „Generation Z“. Hier gab es einige spannende Thesen im Raum. Einerseits ist es richtig und gut, dass die Jungen vehement einfordern, dass man sich am Arbeitsplatz auch wohlfühlen darf – davon kann auch die Generation Y, X und darüber hinaus lernen. Anderseits muss aber auch der/die Arbeitgeber:in in diesen Zeiten selbstbewusst bleiben. Wohlfühlen ja, aber auch Arbeit und Leistung müssen selbstverständlich stimmen und das WIR ist bei einer Gemeinschaft wichtiger als das ICH.
Was hat dich bei diesem Camp besonders überrascht oder vielleicht auch besonders begeistert?
Feedback von den Teilnehmer:innen ist uns sehr wichtig und da freut es mich ganz besonders, wenn es hier Komplimente gibt. Aber natürlich nehmen wir auch immer Verbesserungsvorschläge mit. So werden wir wohl unseren Sessionmodus für das anstehende SpaCamp von 26. bis 28. September an der Nordsee optimieren. D.h. es wird zukünftig die Möglichkeit geben, entweder Diskussionsrunden einzureichen (Dauer 45 Min.) ODER Impulse (Dauer 20 Min.). Aber keine Sorge, die Abstimmung wird auch weiterhin ganz Barcamp-Konform von den Teilnehmer:innen gemacht.
Was mich so überrascht hat, war, dass die Freude bei den Teilnehmer:innen so präsent und die Stimmung so gut war. Das lag sicher am tollen Ort, am Team, den Teilnehmer:innen aber wohl auch daran, dass das erste Mal seit 2019 wieder ein SpaCamp ganz ohne Einschränkungen möglich war. Unser Motto „Freude entfaltet Talente“ passte also perfekt .
Was mich persönlich begeistert hat, war das Team. Es ist immer wieder erstaunlich, dass man sich, auch wenn man sich länger nicht gesehen hat, so schnell zusammenfindet und gemeinsam an einem Strang zieht. Als Veranstalter gibt es nichts Besseres! Danke an dieser Stelle für das super Engagement und die Freude die ansteckt.
SpaCamp SummerCamp 2022 (c) Jasmin Walter
Was wollen Wellnessgäste wirklich?
Diesen Punkt haben wir sehr ausführlich bei der Session von Friedrich Kaindlstorfer, Geschäftsführer im Curhaus Bad Kreuzen besprochen. Gäste wollen natürlich eine schöne, entspannende Umgebung, runterkommen und dem Alltag ein Stückweg entfliehen. Behandlungen und Treatments sind hier selbstverständlich ein willkommenes „Tool“. Das wichtigste ist aber, dass man sich wohlfühlt und sich als ganzer Mensch an- und aufgehoben fühlt. Und hier kann ein ernstgemeintes, also authentisches und herzliches Lächeln eines/r Mitarbeiter:in oft mehr beitragen als ein luxuriöses Spa.
In diesem Zusammenhang kann es gut sein, dass wir jetzt an einem Punkt angekommen sind, wo die Wellness- und Spa-Bereiche wieder kleiner werden. Viele Argumente sprechen dafür – vom Fachkräftemangel bis hin zu den Lieferengpässen und den damit verbundenen Preissteigerungen.
Das SpaCamp 2022 findet vom Montag 26. September bis Mittwoch 28. September 2022 im Atlantic Hotel Wilhelmshaven statt.
Was bringen zukünftige Wellness-Trends? Was hat sich verändert durch und nach zwei Jahren Pandemie? Welchen Einfluss hat die Pandemie auf unsere Reise- und Wellnesswünsche genommen?
Wellness-Tourismus: Relevanter als jemals zuvor!
Nach der Pandemie haben die Menschen den großen Wunsch wieder auf Reisen zu gehen. Doch noch etwas haben zwei Jahre Corona bewirkt. Den Menschen ist sehr bewusst, wie wichtig die eigene Gesundheit ist. Genau dieses neue Bewusstsein zeigt sich in vielerlei Hinsicht.
Mehr Menschen achten auf eine gesunde, ausgewogene und nachhaltige Ernährung. Mehr Bewegung und Ruhephasen werden in den Alltag integriert und auch bei der Wahl von Reisezielen und Urlaubsorten spielt der Entspannungsfaktor oft eine größere Rolle.
Laut einer Umfrage der Wellness-Hotels- & Resorts in Zusammenarbemit mit beauty24 ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Wellnesshotels nach der Pandemie deutlich gestiegen. Früher gönnten sich die Menschen eher ein Wochenende doch mittlerweile bleiben viele Wellnessurlauber sogar bis zu einer Woche oder länger.
Stellt sich die Frage, welche Behandlungen und Anwendungen liegen im Trend? Was bewegt die Wellness-Branche und Spa-Industrie? Wie wichtig ist dabei die Natur und die Landschaft rund um ein Wellnesshotel?
SpaCamp 2022: Watt’n Erlebnis – der perfekte Ort?!
Das SpaCamp ist die Ideenwerkstatt für die Spa- & Wellness-Hotellerie, Day-Spas und den Gesundheitstourismus. Hier treffen sich deutschsprachige Hoteliers, Spa-Manager:in, Geschäftsführer:innen oder Mitarbeiter:innen aus Unternehmen, welche sich mit Spa, Wellness und Gesundheit beschäftigen.
WANN: 26. September bis 28. September 2022 WO: Wilhelmshaven im Altlantic Hotel
Das SpaCamp trifft sich mit Herbstbeginn in diesem Jahr in Norddeutschland. Die Region an der Nordsee steht wohl wie fast keine andere in Deutschland für Wellness und Gesundheit.Thalasso ist fast überall an der niedersächsischen Nordseeküste Programm. Viele Betriebe, Orte, Hotels, Thermen und auch Inseln haben sich zertifizieren lassen.
Es lohnt sich also in vielerlei Hinsicht, dem SpaCamp Aufmerksamkeit zu schenken. Denn ganz klar steht wie immer der Austausch im Fokus und bei diesem SpaCamp eben auch eine ganz besondere Landschaft. Auch das Thema Thalasso wird hier sicherlich eine große Rolle spielen – stellvertretend für einige Wellnesstrends, die mit Natur und natürlichen Materialien, im engen Zusammenhang stehen.
Inspiriert durch den rauen aber schönen Norden und die Nordsee vor der Hoteltür erwartet die Teilnehmer ganz passend bereits zum Start am Montag ein erster Impuls durch Joke Pouliart. Er ist staatlich geprüfter Natur-Landschafts- und Wattführer sowie Gründer des Wattwanderzentrums Ostfriesland. Er setzt sich mit großer Energie für das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer ein.
Ich freue mich riesig, dass wir nach Warnemünde an der Ostsee 2014 nun auch 8 Jahre später (!) endlich ein SpaCamp an der Nordsee ausrichten dürfen. Das ATLANTIC Hotel in Wilhelmshaven ist dafür die perfekte Location. Hier hat man einen beeindruckenden Blick in den Hafen, es liegt direkt an der Nationalpark Region Wattenmeer und das Hotel-Team rund um Florian Schönwetter hat total Bock auf Barcamps. All das sind gute Zutaten für inspirierende Sessions aber auch für eine ausgelassene Party im benachbarten Pumpwerk – endlich wieder Tanzen!
Wolfgang Falkner – Veranstalter SpaCamp 2022
Quelle: AdobeStock/helmutvogler
Atlantic Hotel Wilhelmshaven: Anker & Hafen für entspannte Ideen
Veranstaltungsort für das SpaCamp 2022 ist das Atlantic Hotel in Wilhelmshaven. Es liegt eindrucksvoll fast wie ein Kreuzfahrtschiff an der Wasserkante zwischen Jadebusen, Ems-Jade-Kanal, Grosser Hafen und Banter See. Immer mit Blick auf die schöne Kaiser-Wilhelm-Brücke – dem Wahrzeichen der Stadt. Wellness steht in diesem Hotel nicht direkt im Mittelpunkt, auch wenn es einen kleinen aber feinen Wellnessbereich im Hotel gibt.
Doch besondere Wellness-Momente findet der Gast direkt rund ums Hotel. Sei es bei einer Fahrradtour oder einem Spaziergang auf dem Deich, einer Wanderung um den See oder auch einer Wattwanderung mit ganz viel Thalasso-Feeling.
Eine genussvolle Gastronomie mit gesunden und frischen Zutaten bevorzugt aus der Region rundet das etwas andere Wellnessgefühl ab. Das komplette Hotelteam freut sich bereits sehr auf die Spa- und Wellness-Community und ist sehr stolz darauf Austragungsort sein zu dürfen.
Wir waren schon vor dem SpaCamp im Atlantic Hotel und in Wilhelmshaven unterwegs, um uns selber von der Qualität zu überzeugen und uns mit Verkaufsdirektor Dennis Micknaß zu unterhalten.
Warum wird es Zeit für ein SpaCamp in Wilhelmshaven im Atlantic Hotel?
So können wir die schönen Seiten der Nordsee zeigen. Zudem überraschen wir mit Wilhelmshaven als urbane Stadt am Meer – hier ist es urban, kantig und echt!
Warum ist das SpaCamp in Wilhelmshaven und vor allen Dingen im Atlantic Hotel genau richtig?
Wir sind mit unserem 1000 Quadratmeter Beauty & SPA Bereich im ATLANTIC Hotel Wilhelmshaven sicherlich eines der kleineren Wellnesshotels in der DACH-Region.
Mit dem Nationalpark Wattenmeer vor der Tür, bieten wir jedoch viele Möglichkeiten zur Erholung. Zudem haben wir in der Region sehr viele Partner an Bord, so dass unser Gesundheits- und Wellnessangebot weit über die Hotelgrenzen geht und viel Abwechslung bietet.
Was erwartet die Teilnehmer auf dem diesjährigen SpaCamp?
Zu viel soll nicht verraten werden. Auf jeden Fall eine tolle, maritime Atmosphäre mit einem wunderschönen Blick auf den Hafen und den Jadebusen, regionale Speisen aus der Watt-Region und spannende Sessions!
SpaCamp 2022 – Ticketverkauf ab 1. Mai 2022
Am 1. Mai 2022 ist es so weit, der Run auf die 150 limitierten Tickets in 8 Branchenkategorien für das SpaCamp 2022 beginnt. Wir treffen uns an der niedersächsischen Nordsee in Wilhelmshaven.
Das Programm bietet neben den bekannten und bewährten Sessions auch inspirierende Impulsvorträge von, mit und über:
Natur-, Landschafts- und Wattführer Joke Pouliart zum Nationalpark Wattenmeer
Hoteldirektor Florian Schönwetter und Dennis Micknaß, der Verkaufsdirektor Weser-Ems erzählen in ihrem Impuls, wie man das Thema Nationalpark Wattenmeer in die Guest Journey integriert. Es geht dabei auch um die Verantwortung, Chancen, Mehrwert(e) und Best Practices.
Madlen Prior, Spa-Managerin sowie Henrik Schuster, stellv. Spa Manager vom SEVERIN*s Resort & Spa gehen darauf ein, was ein gutes Spa-Team auszeichnet.
Natürlich kommt auch die Zeit zum Netzwerken nicht zu kurz. Denn der persönliche Austausch mit den Kolleg:innen und Akteur:innen der Branche ist selbstverständlich immer besonders wichtig und wertvoll, auch um die Ergebnisse und Erkenntnisse aus den Sessions und Impulsen vielleicht noch einmal zu vertiefen.
Das SpaCamp 2022 findet vom Montag 26. September bis Mittwoch 28. September 2022 im Atlantic Hotel Wilhelmshaven statt. Der Run auf die Tickets startet am 1. Mai 2022 HIER.
Was ist im SpaCamp Ticket enthalten?
Im Ticketpreis von 499 Euro pro Person ist die Teilnahme am Barcamp (alle Sessions, Impulsvorträge, Tagungsverpflegung, Abendessen – Getränke – Party im Pumpwerk an Tag 2 und Zugang zu den Mind-Maps + Vorstellung auf der Online-Teilnehmerliste. Das Ticket kann auch als Standardticket (ohne Teilnahme an der Party gekauft werden für 429 Euro pro Person).
Die Übernachtung im Atlantic Hotel Wilhelmshaven ist im Ticketpreis nicht enthalten. Das Hotel hält Sonderkontingente für die Teilnehmer des SpaCamp 2022 bereit – ab 85 Euro pro Person / Nacht (bei Doppelbelegung) inklusive Frühstück – ebenfalls enthalten: Flasche Mineralwasser (0,75 l) auf dem Zimmer (bei Anreise), alkoholfreie Getränke in der Minibar, Kaffee und Tee zur eigenen Zubereitung, (Leih-) Bademantel und Slipper, Nutzung des Fitnessbereichs und der Sauna- und Wellnesslandschaft, Internetnutzung
Unser Tipp – probiert doch mal den Bleisure-Trend und bleibt länger: Reise doch einfach schon am Sonntag an. Genieße die Vorzüge des Hotels, erkunde etwas Wilhelmshaven und schau dich vorab am Nordsee-Strand um. Alternativ könnt ihr natürlich auch einfach länger bleiben.
SPACamp 2021: Wellness-Trends und Lösungen mit Zukunft – Mut. Motivation. Miteinander.
Das SpaCamp 2021 stand unter einem sehr besonderen Stern. Denn eigentlich wollten wir uns bereits im letzten Jahr im Salzburger Land im wunderbaren DAS EDELWEISSS – Salzburg Mountain Resort treffen, um über Wellnesstrends, Herausforderungen der Branche, Spabrands und die Zukunft der Spa-Hotellerie zu sprechen.
Was bewegt die Spa- und Wellnessbranche
Die Frage, was derzeit akut brennt und bewegt läßt sich wohl so einfach beantworten wie noch nie. Corona und die Folgen dieser Pandemie halten besonders den Tourismus und die gesamte Hotellerie (weiterhin) auf Trab. Die Nachfrage und auch die Sehnsucht der Gäste ist enorm, vielleicht sogar so hoch wie nie.
Doch wird sie natürlich immer wieder durch Lockdowns, Unsicherheiten und vor allen Dingen auch Personalmangel ausgebremst.
SpaCamp 2021 (c) Jasmin Walter
Personal & Mitarbeiter für Hotel, Spa und Wellnessbereiche
Gerade die Wellness- und Spa-Hotellerie spürt den Mangel an Personal enorm. Denn benötigt wird nicht nur klassisches Hotel- und Servicepersonal. Die Wellnessbranche braucht eben auch erfahrene Behandler, Spa-Manager, Therapeuten, Anwendungsprofis und Bademeister, um nur mal ein paar gesonderte Positionen zu nennen.
Doch woher kommen die in Zukunft?
Wo finde ich Talente? Was kann ich selber tun um Experten auszubilden? Wie binde ich meine Mitarbeiter an mich und mein Unternehmen? Hinhören! Was will der Mitarbeiter wirklich?
Somit wurde das Thema „PERSONAL“ in vielen Sessions aber auch in intensiven Gesprächen am Tisch und sogar an der Bar immer wieder aufgerollt. Klar ist, dass Corona die ohnehin schon angespannte Lage noch enorm verschärft hat.
Wie gewinne ich gute Mitarbeiter:innen und wie motiviere ich sie
Mein persönliches Highlight dazu war übrigens die sehr unterhaltsame und inspirierende Session mit Keven Prünster – Stellvertretender Direktor & SPA Manager vom A-ROSA Kitzbühel. Interessanterweise liegt der Fokus bei den Stellenausschreibungen dort in der Regel bei 30 Stunden – mehr oder weniger Arbeitszeit ist natürlich möglich.
Mitarbeiter spiegeln den Wert eines Unternehmens wider. Da stellt sich doch die Frage, wie kann ich ihr Glück beeinflussen – als Teamplayer:in, Mitarbeiter:in und natürlich auch als Mensch? Wir sprechen hier von flexibleren Arbeitszeitmodellen, Provisionsmodellen, Weiterbildung, Begeisterung, Selbstvertrauen, echten Austausch, Zuhören und Ideen ernst nehmen um nur ein paar Punkte anzusprechen.
Keven Prünster – Auszug aus seiner Session
Damit spricht mir persönlich Keven Prünster aus dem Herzen. Ich denke, wir müssen einfach viel genauer hinschauen, um zukünftig neue Talente auf und für die Arbeitsbühne zu entdecken und vor allen Dingen auch zu fördern. Denn für die nächste Generation ist die Selbstverwirklichung, die WorkLifeBallance und auch die Weiterentwicklung enorm wichtig. Darauf gilt es zu reagieren und nicht einfach abzuwarten… das ein Talent zufällig an meine Hoteltür klopft.
Nachhaltigkeit & Klimaneutralität – Was bedeutet das eigentlich?
Ein weiteres Thema unserer Zeit ist natürlich auch the one and only „NACHHALTIGKEIT“. Auch für den Fall, ihr könnt es alle nicht mehr hören und lesen. Uns allen sollte klar sein, dass wir eine Verantwortung tragen und uns die Zeit davonläuft. Ich spreche hier nicht nur von der Zeit, die uns bleibt, Klima, Welt und Bewohner zu retten. Viel mehr geht es darum, dass Nachhaltigkeit und Klimaneutralität zum Standard wird – werden muss. Wer jetzt den Anschluss verpasst, der muß demnächst wohl mit harten Konsequenzen rechnen und zwar nicht nur von der Umwelt – auch die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wird reagieren.
In der nahen Zukunft sind Unternehmen beispielsweise gezwungen ihren Nachhaltigkeitsbericht zu veröffentlichen. Aufgeführt sind hier nicht nur ökologische Maßnahmen sondern auch der Ausgleich von CO2 in Form von Zertifikaten. So ein Nachhaltigkeitsbericht setzt dann auch voraus, sich Schritt für Schritt zu verbessern und sich nicht auf „alten“ Nachhaltigkeitszielen – oder eine Dauerkompensation durch Zertifikate – auszuruhen.
Stellen wir uns doch einfach mal die Frage: Werden wir z.B. demnächst noch Aufträge von Unternehmen bekommen, wenn wir nicht klimaneutral handeln? Oder erhalten wir von Banken als Unternehmen noch Kredite, wenn wir keinen Nachhaltigkeitsbericht vorlegen können?
Emissionsfreiheit ist das Ziel – Klimazertifikate kaufen eine Übergangslösung
Es hat niemand behauptet, dass es einfach wird. Der Weg ist unbequem aber es ist notwendig, dass wir uns endlich bewegen und Haltung annehmen für uns, unsere Kinder, unser aller Zukunft. Nur im gemeinsamen Dialog können wir konstruktiv Lösungen finden und uns (hoffentlich) zusammen ökologisch und nachhaltig verbessern. Daraus ergeben sich allerdings auch so viele neue Chancen, Techniken, neue Arbeitsplätze, spannende Entwicklungsprojekte und und und…
Bekanntlich ist oft ja der erste Schritt der schwerste – also los gehts! Wie sagen wir hier im Norden so schön „nicht lang schnacken, sülver macken un anpacken!
Wellness- & Spa-Trends auf dem SPACamp 2021
Ein drittes großes Thema sind natürlich, wie eh und je die Spa- und Wellnesstrends. Klar ist, auch hier hat Corona einen großen Einfluss genommen bzw. wird auch weiterhin Einfluss nehmen. Die Menschen achten mehr denn je auf ihre Gesundheit. Das „gesunde“ Bewußtsein, schlägt sich auch in einigen Wellness-Anwendungen nieder und zeigt sich auch in der ein oder anderen Ausstattung von Wellnesszentren und Spa-Hotels.
Ein weiteres Thema ist auch ganz sicherlich „mit allen Sinnen genießen“ und das zeigt sich auch bei der Gestaltung der (Wellness)Räume. Ist weniger vielleicht zukünftig mehr? Was braucht der Mensch tatsächlich um sich wohlzufühlen oder anders gefragt „um sich gut aufgehoben“ zu fühlen? Gerade diese Aussicht oder besser gesagt genauere Betrachtung wird uns wohl in den nächsten Jahren noch ein wenig intensiver beschäftigen.
Was macht das alles mit uns?
Ein ganz wichtiger Aspekt, wenn wir über Wellness sprechen, ist aber auch die Frage, was macht die derzeitige Situation mit den Menschen, mit unseren Gästen, mit unseren Mitarbeitern? Was brauchen und wünschen sich die Menschen durch die ständigen Veränderungen, Lockdowns und Corona-Ängste?
Wir alle leiden vermehrt unter Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Abgeschlagenheit, Mutlosigkeit – wir haben oft das Gefühl, wir können einfach nicht mehr. Denn Corona fordert in allen Lebenslagen eine Menge Kraft. Es gilt mit Angeboten, Anwendungen und Behandlungen darauf zu reagieren aber bitte nicht vergessen, auch wir selber und unsere Mitarbeiter sind extrem von den Ausmaßen betroffen. Hier schließt sich dann übrigens der Kreis zum Thema „PERSONAL & MITARBEITER“.
SpaCamp 2021: Stimmen der Teilnehmer
Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass die Wiedersehens-Freude bei allen Teilnehmern enorm groß war. Entsprechend intensiv fiel auch der Austausch aus. Erfahrungen, Ideen, Erkenntnisse und persönliche Meinungen aber auch Herausforderungen der letzten Monate standen auf dem Gesprächsprogramm.
Entsprechend neugierig habe ich verschiedene Teilnehmer im Nachgang auch einfach nach ihrem persönlichen Fazit zum SpaCamp 2021 gefragt.
Menschliche und vor allen Dingen persönliche Begegnungen sowie der offene und warmherziger Austausch auf Augenhöhe – das ist für mich das SpaCamp. Es tat auch einfach gut Kollegen persönlich zu treffen. Doch ich wünsche mir, dass die Branche sich agiler zum Thema Nachahltigkeit bewegt und auch hier einfach mehr Mut beweist.
Christine Lenz –SleepConsulting & Design
Christine Lenz
Als Neuling war das SpaCamp für mich die beste Möglichkeit, um viele Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Wellnessbranche kennenzulernen. Der intensive Austausch über Themen, die jeden einzelnen beschäftigen war für mich sehr inspirierend und hat meinen Horizont erweitert. Energiegeladen will man direkt in die Umsetzung gehen und deshalb freue ich mich schon jetzt auf die kommenden Jahre.
Erika Kettschik, Spa-Managerin Hotel Zeller
Es war wirklich klasse und ich bin total happy, dass ich so viele interessante Menschen treffen und kennen lernen durfte. Es war mein erstes Mal und ich habe so viele Eindrücke aufnehmen können und kam mir vor wie ein übermotivierter Schwamm, der alles aufsaugen wollte. Ich freue mich auf nächstes Jahr!
Young Spa Award 2021 – von links nach rechts: 1. Marco Fleissner, 2. Monika Breitsameter und 3. Nadine Türpe (c) Jasmin Walter
Als SpaCamp-Neuling habe ich mich besonders über das Miteinander gefreut, ganz ohne Konkurrenz-Gedanken. Das SpaCamp hat mir Mut gemacht, dass wir die nächsten Herausforderungen wie z.B. die vernünftige Umstellung auf Nachhaltigkeit in der Hotellerie oder die Förderung von Mitarbeitern und Nachwuchstalenten auch schaffen werden. Es hat mir gezeigt, dass wir alle in einem Boot sitzen. Wir alle wollen unseren Gäste ein unvergleichliches Urlaubs-, Wellness- und Hotelerlebnis ermöglichen und die bestmögliche Qualität liefern – gemeinsam als Team und mit allen Mitarbeitern und Akteuren.
Florentina Zach, Social Media & PR Manager DAS EDELWEISS Salzburg Mountain Resort
Veranstaltungsort für das SpaCamp 2021 war das wunderschöne DAS EDELWEISS – Salzburg Mountain Resort im Salzburger Land. Das Hotel ist in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderer Ort, von dem ich euch übrigens noch ausführlicher berichten werde. Als familiengeführter Betrieb wird es mit viel Herzblut betrieben. Darüber hinaus hat sich die Familie Hetteger ein paar wirklich große Ziele gesetzt.
Das zeigt sich aktuell besonders im ersten Teil des umfangreichen Umbaus, der mal eben schlappe 70 Mio. Euro gekostet hat und so coole Kleinigkeiten wie ein Rutschenparadies (nicht nur) für die Kinder beherbergt oder auch einen Wellnessbereich über mehrere Etagen mit viel Platz und entspannten Ruheräumen, Rooftoppool mit Blick auf die Skipiste und einem Schwimmbecken mit sportlicher Olympiaqualität.
Die abschließenden Umbau- und Renovierungsarbeiten sind übrigens für spätestens 2023 / 2024 geplant. Da hat sich die Familie Hettegger wirklich ganz schön was vorgenommen. Vielen Dank auch an dieser Stelle noch einmal für die offenen Worte auf dem SpaCamp 2021 zu Zielen, Herausforderungen und zur Geschichte des Familien-Hotelbetriebes.
Young Spa Award 2021
Zum dritten Mal wurde auf dem SpaCamp auch der Young Spa Award verliehen. Mit diesem Preis sollen besonders Nachwuchs-Talente belohnt, gefördert und ausgezeichnet werden. Eine erfahrene Fach-Jury erhält vorab alle Teilnehmer-Bewerbungen und wählt daraus sehr gewissenhaft die drei Finalisten aus. Die letzte Stimme haben dann die Teilnehmer vor Ort – direkt auf dem SpaCamp, die mit Hilfe eines Online-Votings den Sieger küren.
Die Fachjury setzt sich zusammen aus Maren Brandt (Corporate Spa Director, Precise Hotels & Resorts), AndreasBlum (Director Sales Hotels & Spa Asia Pacific, Art of Cryo), Lisa Marie Stangier (Coach & Impulsgeberin, Charismatisch. Wirksam. Geschätzt) und Wolfgang Falkner (Initiator und Veranstalter, SpaCamp).
In diesem Jahr ging der 1. Platz an Marco Fleissner (28) vom Hotel Bachmair Weissach am Tegernsee. Marco ist dort seit 2015 Spa-Manager und hat darüber hinaus ein Duales Studium zum Hotelmanagement absolviert. Auf dem 2. Platz landete Monika Breitsameter (31) aus dem Klosterhof Alpine Hideaway & Spa in Bayerisch-Gmain. Ihr Werdegang führte sie 2017 aus der Gesundheits- und Krankenpflege einer Rehaklinik ins Hotel – anfänglich als Asisstentin von Hotelchef- und Arzt Dr. Färber. Die dritte im Bunde ist Nadine Türpe (32) aus dem Esplanade Resort & Spa in Bad Saarow. Dort arbeitet sie bereits seit 2012, davor hat sie bereits sieben Jahre in Kitzbühl gelebt, gelernt und gearbeitet.
Mehr zum Young Spa Award und den drei Finalisten findet ihr HIER.
SpaCamp 2022 – Wie gehts weiter?
Normalerweise wird zum Ende des SpaCamp immer mitgeteilt wie und wo das nächste SpaCamp stattfindet. In Zeiten wie diesen kann auch das natürlich zu einer Herausforderung werden. Daher stehen aktuell der genaue Termin oder auch der Austragungsort noch nicht fest.
Eine große Chance also, sich jetzt noch als Veranstaltungsort für das SpaCamp 2022 oder vielleicht sogar schon für 2023 einfach mal bei den SpaCamp-Initiatoren vorzustellen.
Spa-Camp 2021. Normalerweise gebe ich im Frühling, kurz nach der ITB, einen Überblick zu aktuellen und zukünftigen Wellness-Trends. Doch seit etwas mehr als einem Jahr ist alles anders. Die Welt dreht sich immer noch, doch Corona hat längst einschneidende Eindrücke hinterlassen.
Die ITB, als größte Tourismusmesse der Welt, ist erneut vor Ort ausgefallen und fand in diesem Jahr erstmalig als hybrides Online-Event statt. Viele Prognosen und Untersuchungen, die es vor Corona gab zur Entwicklung der Wellness-Trends, wurden durch die Ereignisse und den Verlauf des letzten Jahres einfach mal über den Haufen geschmissen.
Denn Corona hat gerade die Spa- und Wellness-Welt sehr beeinflusst und die Veränderungen durch eine Pandemie in diesem Ausmaß wird auch weiterhin einen großen Einfluss gerade auf den Tourismus und derzeitige aber auch kommende Wellness-Trends haben.
Eines ist klar, wir freuen uns alle sehr auf den Moment, wenn der Wellness-Tourismus in unser Leben umfassend zurückkehrt. Steigende Impfzahlen und sinkende Infektionszahlen lassen hoffen. Doch um den Re-Start motiviert anzupacken brauchen wir alle weiterhin eine große Portion Zuversicht und wohl auch Mut.
Passend dazu lautet das Motto in diesem Jahr auf dem Spa-Camp 2021 „Alles, was Mut macht“.
SpaCamp/AdobeStock/Krankenimages.com
Corona und der Einfluss auf Spa-Trends
Spa- und Wellness-Einrichtungen dürfen ganz langsam, in Europa wieder die Türen öffen. Doch an vielen Orten bleiben sie auch noch geschlossen. Die Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität ist groß. Das ist der Kreislauf der letzten Monate.
Ganz sachlich runtergebrochen, hat Wellness in der Regel einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und die Berührungen sorgen für Wohlgefühl. Die letzten Monate haben gezeigt, möglich ist Wellness zwischendurch immer wieder, trotz Pandemie und der Wunsch nach ein paar entspannten Momenten ist ungebrochen. Doch wie werden wir Wellness zukünftig umsetzen und welche Trend-Änderung hat vielleicht längst eingesetzt?
Wunsch nach Geborgenheit ist groß
Nach Berührung und Geborgenheit sehnen sich die Menschen gerade besonders, denn eine sehr lange Wellness-Durststrecke liegt erneut hinter uns. Daher müssen wir auch weiterhin einfach ein besonderes Augenmerk auf Wellness- und Spa-Angebote legen, um die Sicherheit und Gesundheit der Gäste und natürlich auch die der Behandler zu gewährleisten.
Dieser Ausgangslage sind sich alle Wellness- und Spa-Experten mehr als bewußt. Angepasste Ideen und Angebote, entsprechend zur aktuellen Situation, müssen weiterhin erdacht und umgesetzt werden.
Unser Leben und Verhalten wird sich ändern…
Uns wird in den letzten Monaten sehr deutlich vor Augen geführt wie schnell ein solcher Virus das normale Leben aus der Bahn werfen kann.
Wir müssen also lernen, mit solchen Situationen zu leben. Doch welchen Einfluss hat so ein Virus oder eben auch das Bewußtsein für den Virus im Hinterkopf der Gäste, auf die Wellness-Angebote der Zukunft?
Wir haben uns mit Spa- und Wellness-Experten der Branche darüber unterhalten.
Nina Hirtler: Medical Spa Manager bei Wangerland Touristik
Aktuell bereiten wir deutschlandweit erneut ein „sanftes“ Hochfahren der Spa-Betriebe vor. Der Austausch mit anderen Wellness-Experten und Spa-Managern war und ist unheimlich wichtig, um gemeinsame Lösungen zu finden. Tatsächlich sind wir durch die aktuelle Situation, in der Wellness-Branche, viel näher zusammengerückt.
Fakt ist, so wie es bis zum März 2020 lief, wird es niemals wieder sein. Viele Wellness-Trend-Themen, über die wir in der Vergangenheit schon gesprochen haben, gewinnen sicherlich enorm an Bedeutung.
Ich bin verantwortlich für den Gesundheitsbereich einer Tourismusdestination. Daher gehört nicht nur der reibungslose Ablauf der verschiedenen Abteilungen (Sport, Spa, Kur…) zu meinen Aufgaben. Auch die touristische Weiterentwicklung muß ich im Blick haben und passend dazu Wellness- und Spa-Angebote entwickeln.
Im ersten Schritt wurden jetzt natürlich überall Hygienemaßnahmen angepasst, an die neue Situation. Da die meisten Betriebe wohl aber immer schon enorm auf Hygiene geachtet haben, bedeutete das für uns gar nicht so eine große Umstellung.
Wir stellen überall fest, die Gäste sind sensibler und wir gehen achtsamer auf diese Sensibilität ein. Diese Transparenz ist natürlich wichtig, um dem Gast eben auch ein Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden zu vermitteln.
Nähe durch Distanz schaffen
Um besonnen mit der neuen Situation umzugehen, spielt Zeit eine große Rolle. Mehr Zeit für den Gast um Anwendungen noch aufmerksamer durchzuführen. Zeit für optimierte Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen. Und natürlich auch ein Zeitfenster für weitere Anpassungen sowie Feedback-Gespräche, mit Behandlern und Gästen.
Dabei benötigen wir auch eine Portion Verständnis von Arbeitgebern, Team-Leitern aber auch eben von den Gästen.
Sowohl mentale Angebote als auch Angebote in Verbindung mit der Natur werden sicherlich mehr gefragt sein. Hier entwickeln wir gerade neue Konzepte und Ideen. Denn die letzten Monate haben auch gezeigt, wir kämpfen mit großen Herausforderungen.
Was mir Mut macht
Mut ist nicht die Abwesenheit von Furcht, sondern der Triumph darüber. Nelson Mandela
Im Frühling letzten Jahres waren wir alle verunsichert was kommt und wie geht es weiter? Wir haben mehr denn je zusammengehalten. Jeder hat (mit)geteilt wie in der eigenen Region gerade gearbeitet werden darf und so haben wir voneinander gelernt.
Es gab überhaupt kein Konkurrenzdenken. Es war uns allen wichtig, dass wir unsere Betriebe wieder eröffnen dürfen. Diesen Sharing Gedanken, den leben wir auch mit Ideen und Tipps. Weniger ich, mehr wir. Das macht mir Mut mit Blick auf das Arbeitsumfeld unserer Branche.
Wenn ich mir was wünschen darf, lasst uns das beibehalten.
Nina Hirtler & Tanja Klindworth
Nadine Häuser: Head of Spa im Vila Vita Hotel Rosenpark Marburg
In Hessen durften wir unseren Wellnessbereich zum Teil wieder öffnen. Besonders gefragt sind derzeit Beauty-Treatments. Doch auch die Nachfrage nach Massagen steigt langsam wieder an.
Hohes Vertrauen in Hygiene-Maßnahmen und Anwendungen
Das Vertrauen unserer Stammkunden, in unsere Arbeit und die Hyginemaßnahmen, ist sehr hoch. Daher haben sie die Öffnung sehr schnell genutzt und sich Behandlungszeiten gebucht. Hier bemerken wir auch wirklich großes Verständnis für die Anpassungen und die veränderte Arbeit am Gast. Neu ist in diesem Jahr natürlich der Nachweis mit einem negativen Corona-Test.
Selbstverständlich haben aber auch wir, trotz hoher Hygiene-Ansprüche, das Hygiene-Konzept, entsprechend der Situation, optimiert. Da unsere Mitarbeiter z.B. während der Behandlung Masken tragen, ist es wichtig, für zusätzliche Pausen zu sorgen, um „durchzuatmen“.
Back to Basics
Um dem Gast, auch zukünftig, ein wirklich entspanntes Erlebnis bieten zu können, obendrauf den Mitarbeiter zu entlasten und dabei auch für die nötige Transparenz zu sorgen, wird in Zukunft sicherlich noch einmal das Spa-Menü angefasst und angepasst.
Meine Prognose geht hier in Richtung „back to basics“.
Was mir Mut macht
Trotz Distanz-Gebot oder vielleicht auch gerade durch die benötigte Distanz hat Corona dafür gesorgt, dass wir noch achtsamer miteinander umgehen – sowohl mit dem Gast, als auch mit Mitarbeitern und Kollegen. Das macht Mut, (hoffentlich) in diese Richtung weiterzudenken und zu arbeiten!
Nadine Haeuser
Catrin Stoppa: Hotel & Spa Consulting
Durch die aktuelle Situation wurde der Wunsch, nach mehr Sicherheit, deutlich verstärkt. Viele Gäste werden zukünftig also auch ein höheres Sicherheits-Empfinden, in Bezug auf Wellness-Angebote entwickeln. Besonders die Hygiene-Maßnahmen stehen dabei im Fokus. Endlich wieder Berührung, Menschen treffen – aber trotzdem sicher fühlen, das bedeutet auch mehr Abstände und Platz schaffen in den Ruhebereichen.
Kurz- und mittelfristig werden dadurch, meiner Meinung nach aber auch, Anwendungen mit mehr körperlicher Distanz, wichtiger.
Doch auch auf den sorgsamen Umgang, besonders mit dem Gast, wird sicherlich zukünftig verstärkt ein Augenmerk gelegt.
Hohes Hygiene-Niveau wird zur Selbstverständlichkeit!
Ein hohes Hygiene-Niveau, bei den Anwendungen, wird zukünftig, noch mehr denn je, als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Daher sollten Konzept und Abläufe gut in den Köpfen der Mitarbeiter verankert sein.
Der Behandler wird dabei zur Schlüsselperson. Er hat, neben der Behandlung, auch die Aufgabe, Vertrauen und Wohlgefühl zu schaffen.
Um für Verständnis und Transparenz zur sorgen, ist die Kommunikation aller Beteiligten (Behandler, Vorgesetzte und auch Gast) und über alle Ebenen, enorm wichtig.
Gesundheit steht im Fokus
Auch haben sich viele Menschen in den letzten Wochen intensiver mit dem Thema Gesundheit, Immunsystem etc. auseinandergesetzt, was für eine höhere Bereitschaft „in sich selbst zu investieren“ spricht.
Nicht zuletzt werden dadurch Anwendungen mit Blick auf Entspannung, Achtsamkeit, Entgiftung etc. sicher in der Nachfrage steigen.
Was mir Mut macht
Während des letztens Jahres habe ich sehr rege im Austausch mit vielen Hotels, Spa Managern und Branchenkollegen gestanden. Der Blick nach vorne hat in der Regel die Gespräche dominiert, Ideen wurden generiert, das Gasterlebnis um die neuen Vorschriften herum weiterentwickelt.
Trotz der belastenden Situation hat das Positive dominiert. Und aktuell gibt es endlich die ersten Öffnungen in Österreich und in einigen Bundesländern in Deutschland. Was ich da gerade auf Social Media erlebe macht teilweise schon beim Zuschauen Gänsehaut. Mit wieviel Emotionen der Restart zelebriert wird, wie die Mitarbeiter mit ins Boot genommen wurden, wir sehr sich alle freuen endlich wieder Gastgeber sein zu dürfen – das macht mir Mut.
Wie wird sich die Wellness-Branche, mit und nach Corona, verändern?
Auch Wolfang Falkner haben wir abschließend natürlich diese Frage gestellt, mit Aussicht auf das Spa-Camp 2021 und zukünftige Spa- und Wellness-Trends.
Antwort von Wolfang Falkner:
Nach der ausgefallenen Wintersaison stellt man sich auf die Sommersaison ein und der Optimismus aufgrund steigender Buchungszahlen kommt zurück. Wie bereits vermutet, sehnen sich die Menschen nach einer unbeschwerten Zeit und Berührung bei Spa-Behandlungen. Dennoch herrscht noch große Unsicherheit. Ein Zurück zur „alten Normalität“ macht keinen Sinn, weder ökologisch, sozial noch ökonomisch. Die Konsument*innen hatten Zeit, ihre Wertvorstellungen zu hinterfragen und wollen nun auch bewusster leben. So wird nicht nur nachhaltiger und regionaler Urlaub weiter an Bedeutung gewinnen, sondern auch das Besondere verstärkt nachgefragt – unter dem Motto, wenn schon, dann aber richtig! Es ist also an der Zeit, festgefahrene Prozesse zu öffnen und neue, kreative Ideen mutig umzusetzen.
Wolfgang Falkner (c) Jasmin Walter
SpaCamp 2021: Alles, was Mut macht – lautet das Motto
Das Spa-Camp ist die große deutschsprachige Ideenwerkstatt für die Spa- und Wellness-Hotellerie, den Gesundheitstourismus sowie die Spa-Industrie.
Um einen informativen Mix an Wellness- und Spa-Experten-Themen zu schaffen gibt es 180 Teilnehmerplätze in insgesamt 10 unterschiedlichen Kategorien und Fach-Bereichen.
SpaCamp 2021 in Salzburg / Österreich
Die impulsgebende Fachveranstaltung findet 2021 in DAS EDELWEISS Salzburg Mountain Resort in Großarl in Österreich statt.
SPACamp 2021: 15. bis 17. November 2021
Das Spa-Camp 2020 steht unter dem Motto Alles, was MUT macht. Mit Blick auf die aktuelle Situation bekommt das Motto natürlich, grade wenn man Wellness-Trends hinterfragt, eine ganz neue und eigene Bedeutung.
Das SpaCamp hat seit 2010 Station in einigen der Top-Wellness-Destinationen im deutschsprachigen Raum gemacht – vom Schwarzwald bis nach Berlin-Brandenburg, von der Ostsee bis nach Tirol. Nach dem coronabedingten Online-Camp 2020 feiert unsere impulsgebende Ideenwerkstatt bei der 12. Auflage ihr erstes Heimspiel in Salzburg.
Wolfgang Falkner, SpaCamp 2021 Veranstalter und Organisator
SpaCamp 2021: Focus Day
Am 22. März 2021 fand der erste Spa Camp Focus Day – in Zeiten wie diesen natürlich als reines Online-Event – statt.
Der Tourismus steht vor vielen Herausforderungen und Veränderungen und das nicht nur seit und mit Corona. Denn eine weitere wichtige Frage, die wir unbedingt zu klären haben ist die Frage der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes. Daraus resultierend müssen wir uns auch ganz realistisch die Frage stellen, wie wir in der Hotellerie mit dem Thema umgehen. Wie kann beispielsweise Nachhaltigkeit im Tourismus umgesetzt werden? Wie passen Luxus und Nachhaltigkeit zusammen, passen sie überhaupt zusammen und was bedeutet Luxus heute eigentlich?
Was genau ist eigentlich Luxus?
Um auf Spurensuche zu gehen zu den Möglichkeiten einer Symbiose zwischen Luxus und Nachhaltigkeit stellt sich vorab die Frage, was bedeutet Luxus überhaupt? Sind es luxuriöse Produkte? Ist es finanzieller Reichtum oder versteckt sich dahinter heute vielleicht etwas ganz anderes?
Zeit, Liebe und Selbstfürsorge sind für mich Luxus. Alles sind Dinge die man nicht endlos bekommen oder kaufen kann.Gesine Ponto – Organisatorin @ CIERE – SPA Management / Spa-Managerin Landhotel Rittmeister Rostock
Nach einer solchen Einschätzung sollte schnell klar sein, Luxus ist für jeden Menschen etwas ganz Individuelles. Außerdem entscheidet sich die Frage nach dem Luxus danach, ob wir es auf ein Business beziehen oder die Menschen nach ihrem ganz privaten Luxus-Gefühl(en) fragen.
Für mich ist es Luxus, mich frei bewegen zu können, Zeit für gesundes Essen zu haben, am liebsten in guter Gesellschaft und das Glück zu haben nicht nur einen „Job“ sondern einer Leidenschaft nachzugehen. Nina Hirtler – Spa Management Wangerland Touristik GmbH
Auch eine solch treffende Aussage zeigt, fragen wir verschiedene Menschen, so erhalten wir ganz unterschiedliche Aussagen zum Thema Luxus.
Würdet ihr Luxus ähnlich definieren?
Die Frage nach Luxus hat immer auch mit der allgemeinen Lebenssituation einer Person zu tun. Mit dem Alter, mit dem Familienstand, mit der Jobauswahl, mit möglichen Krankheiten, Herausforderungen, Ängsten.
Luxus ist für mich 8,5 Stunden Schlaf jeden Tag. Danach morgens die erste Tasse Kaffee im Bett genießen zu dürfen. Außerdem ist es Luxus morgens nach den Träumen der Nacht barfuß in den Garten zu gehen… dann wenn die Welt langsam erwacht, die Muße zu haben den Vögeln nachzuschauen.
Christine Lenz – Schlafprojekte & Consulting
Möchten wir beispielsweise unseren Kunden zukünftig den „neuen“ Luxus anbieten, so müssen wir uns natürlich vorab klar darüber sein, welche Sehnsüchte und daraus resultierende Luxus-Wünsche unsere Gäste und Kunden verfolgen.
Bleibt darüber hinaus natürlich auch noch die Frage der Symbiose zur Nachhaltigkeit. Ist Nachhaltigkeit für die Menschen heute wirklich (noch) oder (bereits) Luxus?
Luxus ist die Klarheit und der Anmut alltägliche Dinge wie ein Stück Holz, meine Leinenbettwäsche oder den goldenen Honig unserer Bienen bewusst zu genießen.
Sollte Nachhaltigkeit nicht eher zum Standard werden?
Christine Lenz
Müssen wir Luxus neu definieren?
Eine berechtigte Frage ist, ob wir das Luxus-Angebot für unsere Gäste zukfünftig komplett neu überdenken müssen? Dazu müssen wir dringend immer wieder neu hinterfragen, wer denn unsere Gäste sind und was diese Gäste sich von Herzen wünschen. Natürlich dürfen wir auch dabei nicht vergessen, zu analysieren, durch welche Einflüsse sich, wie und warum, Bedürfnisse und Wünsche ändern.
Luxus entsteht für mich nicht durch teure und prunkvolle Ausstattung, sondern durch eine Atmosphäre und Service, die mir eine sorgenfreie Auszeit bescheren. Wie beispielsweise bequeme Ruheinseln mit viel Platz in der Natur, toller Blick und entspannte Anwendungen, garniert mit authentischem und herzlichen Service.
Was sorgt für Wohlgefühl? Warum fühlen sich Menschen an einem Ort wohl und an einem anderen nicht? Wie können wir dafür sorgen, dass sich diese Menschen bei uns wohlfühlen? Und welche Rolle spielt dabei zukünftig das Thema Nachhaltigkeit?
Catrin Stoppa
Nachhaltigkeit sollte keine Besonderheit sein!
Die Frage nach Luxus scheint einem stetigen Prozess zu unterliegen. Aktuell ist Nachhaltigkeit wirklich (leider) eher noch eine Besonderheit. Wir müssen uns aber alle klar darüber sein, dass sich das in Zukunft ändern muß. Eine Zukunft ohne Nachhaltigkeit für Umwelt und Menschen kann es auf Dauer nicht geben!
Halten wir uns das ernsthaft vor Augen, so zeigt sich auch schnell, dass wir eine Symbiose finden müssen! Nicht nur die Symbiose zwischen Luxus und Nachhaltigkeit – sondern grundsätzlich eine Symbiose zwischen unseren Angeboten, Wünschen, Idealen, Ideen, dem Erhalt unserer Umwelt und unserer Gesundheit.
Spa-Camp Focus Day: Kann die Symbiose zwischen Luxus & Nachhaltigkeit gelingen?
Genau um diese Fragestellung drehte sich der erste Spa Camp Focus Day 2021 am 22. März. Insgeamt trafem sich über Zoom bis zu 80 Vertreter / Teilnehmer der Branche – Hoteliers, SpaBrands, Regionen und Medienvertreter um sich umfangreich zu diesem Thema auszutauschen. In Form von Impulsvorträgen (vom Naturhotel Pfösl, Naturresort Schindelbruch und Posthotel Achenkirch in Zusammenarbeit mit Fokus Zukunft), Austausch auf Augenhöhe und inspirierenden Sessions gingen wir den aktuellen Fragen zu Nachhaltigkeit gemeinsam auf den Grund und eruierten mögliche Lösungen damit die Symbiose gelingt.
Mehr Interesse für Nachrichten, Infos und Rückblicke aus der Wellness-Welt?
Wellness lebt von Nähe, von Berührungen von entspannten Momenten. Genau diese Kernpunkte standen in den letzten Jahren auch immer beim SpaCamp – dem Barcamp der Wellness-Branche – im Mittelpunkt. Doch was passiert, wenn Wellness so nicht mehr umgesetzt werden darf? Wenn vieles nicht mehr im persönlichen Treffen statt findet sondern über virtuelle Begegnungen?
Da stellt sich doch gleich mal die Frage…
Geht ein Treffen der Wellness-Branche wirklich online?
SpaCamp 2020: Auch online über 100 Teilnehmer
Ganz nüchtern betrachtet läßt die aktuelle Situation auf der Welt wohl derzeit nicht viele andere Alternativen zu. Doch genau darum ist es gerade jetzt wichtig, den Austausch zwischen Wellness-Destinationen, Spa-Betreibern, Hotel-Besitzern und Spa-Industrie zu fördern. Denn wohl keine wirtschaftlich sonst doch sehr starke Branche, ist derzeit von der Pandemie so sehr betroffen wie der Tourismus, in all seinen Facetten.
Daher standen auch viele Fragen zur Klärung und offenen Diskussion im Raum und viele der über 100 SpaCamp-Teilnehmer waren sich sehr einig, dass die Situation auch auf das Thema Wellness einen großen Einfluss haben wird, auch wenn die Pandemie längst irgendwann hoffentlich und endlich vorbei ist.
Nachhaltigkeit tauchte nicht nur als Begrifflichkeit immer wieder im Rahmen der SpaCamp Sessions auf. Die Branche beschäftigt sich sehr intensiv mit der Frage, wie wir Wellness auf hohem Niveau, doch eben auch mit Blick auf einen nachhaltigen und bewußten Lebensstil, stemmen können. Denn diese Verantwortung geht uns alle an, so viel steht fest.
So stellte sich Johannes Mikenda von Schloss Elmau in seinem Impulsvortrag der brisanten Fragestellung „Nachhaltiger Luxus – Widerspruch oder wie gelingt die Symbiose“ und Gregory Endres von Fokus Zukunft und Friederike Müller von Die Starnbergerin, gingen in ihrer Session verstärkt auf echte ’nachhaltige‘ Verantwortung und offene Kommunikation anstatt Greenwashing ein. Passend dazu wurden auch Hotelprojekte vorgestellt.
Welche Möglichkeiten gibt es also ernsthaft, um den CO2-Fußabdruck für die Zukunft geringer ausfallen zu lassen, somit CO2 zu reduzieren, für mehr Klimaneutralität zu sorgen und Klimaschutzprojekte zu unterstützen?
Wir alle sind gefragt und gefordert endlich zu handeln! Wir sollten diese Herausforderung als Chance sehen und nutzen. Denn gerade die Wellness- und Spa-Branche steht im Tourismus für Gesundheit und Wohlbefinden! Nachhaltigkeit ist somit schon immer ein wichtigker Indikator, um dauerhaft für Wohlgefühl und Wohlbefinden zu sorgen.
Kommunikation & Storytelling
Was uns die vergangenen Monate verstärkt gezeigt haben, ist auf alle Fälle die Tatsache, dass nichts über eine offene Kommunikation geht, um Mißverständnissen und unsicheren Aussagen vorzubeugen.
Das gilt natürlich auch in der Gäste-Kommunikation. In einer gemeinsamen Session mit meiner lieben Kollegin Catrin Stoppa freuten wir uns somit über einen sehr regen Wissens-Austausch und vielen praktischen Ansätzen, wie das so geht, mit der Kommunikation und dem richtigen Storytelling.
Was ist das überhaupt Storytelling? Wie nutze ich es richtig? Welche Geschichten will ich eigentlich erzählen?
Kein Instrument eignet sich aktuell so gut wie Storytelling, um den Gast authentisch und emotional abzuholen und mit auf eine Reise zu nehmen! Durch Storytelling lassen wir Bilder zum Leben erwachen. Sei es nun vor dem heimischen Bildschirm, da der Gast gerade nicht seine langersehnte Reise antreten darf. Sei es im Hotel, nach dem CheckIn, damit er einfach einen traumhaften Aufenthalt genießen kann, auf der Webseite, um Lust auf die nächste Reise zu machen oder über die Social Media Kanäle um zu informieren, was im Hotel oder der Region passiert, während der Gast nicht vor Ort ist.
Warum? Jeder Mensch hört gern Geschichten und daher ist die Kunst des ‚Geschichten erzählens‘ auch schon so alt, wie der Mensch selber. Nur die Geschichten ändern sich!
Dabei ist es wichtig, nicht nur die Gäste mit auf eine Reise zu nehmen. Gerade in Krisen ist es ratsam, auch die Mitarbeiter entsprechend zu informieren, um ihnen ein Gefühl von Sicherheit und ehrlicher Kommunikation zu vermitteln. Auch dabei kann Storytelling als Instrument enorm hilfreich sein.
SpaCamp 2020
#Digitalisierung & #Heimkommen
Der Prozess der Digitalisierung ist im Tourismus noch längst nicht abgeschlossen. Ganz im Gegenteil, vielerorts wird fleissig an Lösungen gearbeitet, wie z.B. Joram Schirmaier von Myssage anhand von Online-Buchungslösungen, bis hin zu Buchungen via Social Media Kanälen, vorstellte. Bereits 80 Prozent der Buchungen werden bei Myssage rein online, selbständig durch den Gast abgewickelt.
Um digitale Technologien und deren Einsatz ging es auch in anderen Sessions. Oft stand die Frage im Raum, in wie weit digitale Lösungen auch tatsächlich zu einem Wellness-Erlebnis passen? In die Diskussion flossen Erfahrungen der FH Joanneum oder auch verschiedener Teilnehmer ein, da durch die Digitalisierung auch Freiräume für „andere“ Aufgaben geschaffen werden können und neue Kunden erreicht werden.
Im Kontrast zur Digitalisierung, die sicherlich auch dafür sorgt, dass wir immer mehr miteinander verbunden und gefühlt immer erreichbar sind, standen die Sessions zu aktuellen und kommenden Wellness-Trends oder eben auch Lösungen für „gesundheitliche“ Herausforderungen unserer Zeit.
Z.B. in der Session von Christine Lenz „Wie wir schlafen und wie wir gerne schlafen würden! Chancen für Gastgeber“ oder auch bei Diskussionen zur Wirkung und Qualität von Spa- und Wellness-Treatments, neue Hygieneanforderungen oder auch was für einen Einfluss die Chronobiologie auf unser Wohlbefinden hat.
Young Spa Award 2020
Zum zweiten Mal wurde, im Rahmen des SpaCamps, der Young Spa Award vergeben. Von den insgesamt rund zehn Bewerbungen wurden drei Finalisten (Carina Preuß, Joram Schirmaier und Charlotte Schmerbauch) durch die Spa-Fachjury ausgewählt.
Die drei finalen Spa-Persönlichkeiten stellten sich und ihr Projekt zu Beginn des SpaCamps persönlich vor. Die SpaCamp-Teilnehmer stimmten im Nachgang für ihren Favoriten.
Der erste Platz ging in diesem Jahr an Charlotte Schmerbauch von der SPA VILLA Beauty & Wellness Resort in Thüringen. Mit 20 Jahren ist sie bereits Junior-Chefin im Familienbetrieb. Mit ihren mutigen Marketing-Maßnahmen, hat sie maßgeblich zum Erfolg des Hotels beigetragen.
Die beiden anderen Finalisten teilten sich mit gleicher Punktzahl den zweiten Platz. Wir gratulieren auf alle Fälle – ganz verdient – allen drei Finalisten zu ihren tollen Leistungen, ihrem Einsatz und den spannenden Ideen.
SpaCamp: Wie gehts weiter?
Normalerweise endet das SpaCamp mit der Bekanntgabe des nächsten Austragungsortes und dem Veranstaltungsdatum für das Folgejahr. In diesem Jahr ist alles anders. Eigentlich hätten wir uns in diesem Jahr im Salzburger Land zum Austausch getroffen. Nach dem Motto aufgeschoben ist nicht aufgehoben geht es nun 2021 (hoffentlich) ins Salzburger Land.
15. November bis 17. November 2021
Da der digitale Austausch in den letzten Monaten fleissig erlernt werden konnte und nun auch einhellig die Meinung herrscht, dass die Online-Variante gar nicht so uncool ist, finden zukünftig regelmäßig SpaCamp-Fokus-Meetings via Zoom statt. Das nächste SpaCamp-Fokus-Meeting wird im Frühling 2021 durchgeführt. Mehr Informationen und Termine findet ihr HIER.
…und wie war es nun?
Ach ja und abschließend natürlich auch ein kleines Fazit zum Online-SpaCamp 2020: Natürlich kann so ein Online-Event das persönliche Zusammentreffen nicht ersetzen. Doch kam der fachliche Austausch, der gerade in Krisenzeiten besonders wichtig ist, definitiv nicht zu kurz.
Alle Teilnehmer waren voller Tatendrang dabei und auch die gewohnte Herzlichkeit, die auf dem SpaCamp herrscht, war ebenso online zu spüren. Sogar ein paar „Flurgespräche“ ausserhalb der offiziellen Session-Räume fanden virtuell statt. Tatsächlich waren auch ein paar neue Gesichter dabei, die wirklich erstmalig aufgrund des flexiblen Online-Formates teilnehmen konnten. Ingesamt eine gelungene Veranstaltung! DANKE SPACamp-Team für die tolle Organisation und Umsetzung!
SpaCamp 2019: Mehr als Sauna & Massage: Packen wir es an…
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne (von Hermann Hesse)… das war das Leitmotto in diesem Jahr. Und passend zu diesem Motto wurden auch neue Themen der Spa- und Wellnessbranche in Angriff genommen. Auch der „Öschberghof“ als Austragungsort passte sehr gut zu diesem Motto.
Globale Wellness-Trends bis Spa-Recruiting
Die Themen auf dem Spa-Camp waren wie immer vielfältig. Inspirierende Diskussionen enstanden rund um die aktuellen Wellness-Trends. Die Frage nach Biohacking oder auch nachhaltigen Wellness-Erlebnissen, Regionalität und Klimaschutz bewegt die Branche. Klar ist, hier müssen Lösungen her!
Zusätzlich entsteht natürlich auch die Frage, nach der Vermarktung. Wie und wo erreiche ich meine Wellnessgäste und kann auf mein innovatives Angebot richtig aufmerksam machen.
Personalmangel in Hotels und auch Spa’s ist kein Geheimnis und auch weiterhin eine der großen Herausforderungen. Die Frage, wie dem entgegengewirkt werden kann und auch welche Alternativen und Neuerungen es in Sachen Fortbildung und Mitarbeiterbindung gibt, treibt die Branche daher auch weiterhin um.
Immer klarer wird, die Branche muß noch näher zusammenarbeiten. Es Bedarf noch mehr Austausch, um Erfolge oder auch Herausforderungen gebündelt anzupacken. Denn eines macht auch dieses Spa-Camp wieder ganz deutlich: Das Bewußtsein der Menschen für die Erhaltung der Gesundheit wächst. Somit wächst auch weiterhin der Wellness-Markt ganz stark.
Young SPA Award
Seit diesem Jahr wird auf dem Spa-Camp der Young Spa Award vergeben. „Damit wollen wir junge Spa-Persönlichkeiten für ihr Engagement und ihren Einsatz belohnen. Denn eines ist klar, nur wenn immer wieder junge Menschen vom Spa-Spirit angesteckt werden, bleibt unsere Branche so inspirierend wie sie jetzt ist“, fasst Spa-Camp Erfinder Wolfgang Falkner zusammen.
Eine Fachjury hat sich sehr viel Zeit genommen, um aus den 12 Bewerbungen die drei Finalisten zu wählen. Vor Ort, direkt auf dem Camp, haben dann die Teilnehmer per Voting entschieden, wer das Rennen gemacht hat.
Gewonnen hat Katharina Bauer. Die junge Spa-Managerin führt in München einen eigenen Spa (Face & Body Day Spa) und eine Berufsfachschule für Kosmetik, Make-up, Wellness und Spa. Schon als Kind wußte sie, dass sie in die Fußstapfen ihrer Mutter treten wollte.
Young Spa Award, Fachjury & Nominierte. Foto: DH STUDIO Köln, Dirk Holst www.holst.de
Der Öschberghof im Schwarzwald
Der Öschberghof ist ein luxuriöses Golf- und Wellnesshotel in Donaueschingen. Nach einer dreijährigen Umbauphase wurde das Hotel im Mai neu eröffnet.
Ösch-Spa
Der Gast findet im Hotel eine wirklich tolle Wellnesslandschaft auf 5.000 qm. Dabei ist der Spa in verschiedene Bereiche eingeteilt. Der Harmony Spa lädt zu einem Tag wie am Meer ein. Im Energy Spa heißt es „schwitzen und abkühlen für die Gesundheit“. Der Asia Spa lädt, mit japanischem Onsen, Ashiyu Fußbad, Kamaburo-Steinbadsauna und Sento Dampfbad zu fernöstlicher Entspannung ein. Der Lady Spa verspricht widerum femininen Luxus.
Ein großer Innenpool (25 Meter Länge), der Sole-Infinity-Aussenpool, die Gym-Area und gemütlich gestaltete Ruhe- und Anwendungsräume runden das Wohlfühlangebot im Hotel ab.
Natürlich war auch zwischendurch immer mal wieder Zeit, den Wellnessbereich zu erkunden und zu genießen.
Events & Tagungen
Ideal ist der Öschberghof, als Austragungsort für das 10. Spa-Camp aber natürlich auch noch aus einem anderen Grund. Denn auch die Räumlichkeiten für Tagungen und Events, mit Ausblick über den wunderschönen Schwarzwald, bieten den perfekten Rahmen für eine inspirierende Veranstaltung der Wellness-Branche.
Zimmer, Suiten & Gastronomie
Bekanntlich geht Wellness auch durch den Magen. Daher muß wohl nicht erwähnt werden, dass der Öschberghof auch hier geglänzt hat. Besonderes Highlight war das Frühstück im loftigen Restaurant „Esszimmer“ des Hotels, mit Blick über den Schwarzwald. Obst, Gemüse, Brotauswahl, Brötchen, Kaffee-Spezialitäten, frisch zubereitete Eierspeisen, selbst hergestellt Marmeladen u.v.m. ließen keine Wünsche übrig.
Auch zum Mittag und Abendessen wurden wir kulinarisch vom „immer gut gelaunten“ Küchenteam des Hotels verwöhnt.
Die Zimmer & Suiten des Öschberghof sind alle sehr gemütlich-stylisch, geräumig und sehr durchdacht. So verriet uns Hotelchef Alexander Aisenbrey, dass er und auch verschiedene Kollegen vor der Zimmergestaltung in den vorbereiteten Prototypen gewohnt hat, um diese optimal zu planen.
Fazit Spa-Camp 2019
Das Spa-Camp 2019 hat mich abgeholt. Ich freue mich besonders darüber, dass viele Wellnessbetreiber auch das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz längst auf die Agenda geholt haben. Trotzdem war auch zu merken, dass das Thema bei dem einen oder anderen Wellnessbetreiber keine Priorität hat. Das finde ich schade und ehrlich gesagt auch verantwortungslos. Für die Zukunft müssen wir hier viel mehr Verantwortung übernehmen, den Gast einbinden, „nachhaltiges Verhalten“ fördern und endlich die Ausreden sein lassen und/oder die Schuld auf andere schieben. Ich weiß, es ist nicht einfach! Ich weiß, die Komfortzone zu verlassen ist anstrengend! Doch frei nach dem Motto „es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ kann sich jeder hinterfragen, an sich arbeiten und sein Verhalten ändern und optimieren, um jeden Tag ein wenig bewußter mit der Umwelt umzugehen. Dazu werde ich demnächst noch einmal ganz seperat einen Artikel schreiben.
Abschließend sei dazu nur gesagt: Da ich selber Nachwuchs in diese Welt gesetzt habe, für den ich unseren wunderschönen Planeten auch zukünftig erhalten möchte, fasse ich mich auch an die eigene Nase. Ich versuche jeden Tag unseren Haushalt und auch das Arbeitsleben noch nachhaltiger zu gestalten und ärgere mich über mich selber, wenn mir das nicht schnell genug gelingt. Oder bin auch mal stolz auf mich, wenn ich wieder einen Punkt umsetzen konnte, um den nächsten in Angriff zu nehmen. Das ist menschlich… und ich vertrete die Meinung, wenn wir das alle tun, können wir die Welt jeden Tag „Schritt für Schritt“ besser gestalten. Das fängt bei Wertschätzung für Mitarbeiter, Kollegen und Gästen an und hört bei Hinterfragung, Dankbarkeit und eben auch Müllvermeidung sowie klimafreundlichem Verhalten auf.
Und das kann ehrlich gesagt jeder… Schritt für Schritt!
Pre-Convention Tour am Titisee
Spa-Camp: Gut zu wissen!
Mit dem nächsten Spa-Camp geht es, vom 9. bis 11. November 2020 nach Österreich ins Salzburger Land. Veranstaltungsort ist dann das Hotel Edelweiss – Salzburg Mountain Resort.
Ihr sucht weitere Informationen rund um das Spa-Camp? Nachfolgend habe ich euch dazu die wichtigsten Links zusammengefaßt:
Spa Camp 2018: Inspirierende Punktlandung in Hessen
Ich bin zurück vom Spa-Camp 2018. Leider mußte ich die letzten zwei Jahre aussetzen, da der Termin immer in die Herbstferien gefallen ist und ihr wißt ja, ich liebe meinen Job, doch Familie und somit auch der Familienurlaub geht dann doch vor.
Trotzdem war es schon mein fünftes Spa Camp, seit dem ich als SPANESS unterwegs bin.
Spa Camp 2018 – Die Wellnesswelt trifft sich in Fulda
Mittlerweile kenne ich daher viele Gesichter auf den Spa- und Wellnessveranstaltungen, doch es kommen auch immer wieder noch neue Kontakte dazu. Das zeigt ja schon einmal, dass die Spa- und Wellness-Szene auch immer in Bewegung ist. Und das ist dann auch ein gutes Stichwort! Was genau ist denn los in der Spa- und Wellnesswelt, was gibt es für Neuigkeiten, wie entwickeln sich Trends und warum treffen sich Spa-Manager, Wellness-Profis, Destinationen, Hoteliers und Ausstatter der Branche eigentlich einmal pro Jahr?
Getroffen haben sich 175 Teilnehmer in der Mitte von Deutschland – im hessischen Fulda – vom 12.10. bis 14.10.2018. Ich bin bereits am 11.10. angereist, da ich bei der Pre-Convention-Tour durch die Rhön dabei sein wollte. Denn in diesem Jahr war ich in doppelter Funktion auf dem Spa-Camp unterwegs. Einmal als Medienpartner des Camps, als Bloggerin des Wellness-Blogs von Hessen Tourismus und natürlich auch, um mich einfach mal mit den Kollegen auszutasuchen und inspirierende Neuigkeiten und Ansätze aus der Wellness-Welt mitzunehmen.
Spa Camp – Pre Convention Tour & offizieller Camp-Auftakt
Den Auftakt machten wir also am Freitag mit der Tour durch Fulda und die Rhön. Gemeinsam mit rund 20 Kollegen der Wellnessbranche ging es per Bus erst einmal in die Fulda Altstadt. Mehr zu Fulda verrate ich euch aber demnächst in einem ganz eigenen Bericht.
Gemeinsam schauten wir uns dann etwas ausserhalb von Fulda das Boutique Hotel Badehof in Bad Salzschlirf an. In diesem wunderschönen Jugendstilbau verbergen sich 91 frisch renovierte Zimmer, eine fast 1.000 Quadratmeter große Wellnness- und Spalandschaft – mit ca. 400 Quadratmeter Sauna- und Poolbereich und rund 500 Quadratmetern Spa- und Behandlungsräumen. Hinzu kommt ein Fitnessbereich mit weiteren 400 Quadratmetern. Viel Platz also für Wellnessfans. Im Badehof wartete auch ein kleiner Mittagssnack auf uns und man erzählte uns etwas zur aktuellen Wellnesslage in Bad Salzschlirf. Warum z. B. die Therme geschlossen wurde oder wie man neue Besucher erreichen möchte und könnte.
Hotel Badehof, Lindenstraße 2, 36364 Bad Salzschlirf
Im Anschluss führte uns die Fahrt weiter durch die hügelige Landschaft der Rhön zu Krenzers Rhön. Dahinter verbirgt sich Jürgen Krenzer samt Familie und Team. Sehr engagiert, der Region verbunden und nachhaltige Ideen – so könnte man das Projekt wohl zusammenfassen. Bei ihm probierten wir Wein und Sherry aus Äpfeln, lauschten seinen Plänen und warfen einen Blick auf sein innovatives Schäferwagen Hotel, inklusive Schäferwagen Sauna.
Die letzte Station der Tour führte uns dann auf die Wasserkuppe, dem höchsten Berg in Hessen. Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir die herrliche Aussicht und schauten den Gleitschirmfliegern zu.
Danach ging es zurück zur Spa-Camp Location dem Bäderpark Hotel in Fulda mit Sieben Welten Spa, zum offiziellen Auftakt der Veranstaltung. Nach der herzlich-freudigen Wiedersehens-Umarmungsrunde war es Zeit für die erste Keynote der Veranstaltung und im Anschluss stand die Sessionvorstellung und SpaCamper-Vorstellungsrunde durch drei # an.
Gegen 20 Uhr ging es dann in die Abendlocation der urigen Q-Alm – das Motto: Speis, Trank, Austausch und Networking.
Pre Convention Tour durch Fulda
Auf den Punkt gebracht: Was wollen Wellness-Urlauber wirklich?
Zu der Keynote mit Vanessa Borkmann vom Frauenhofer Institut möchte ich euch ein wenig mehr erzählen, denn es ging um die aktuellen Wellness-Trends. Die Überschrift für diese kleine Einführung lautete „FutureHotel-Wellness-Erlebnisse: Innovative Konzepte und Lösungen für die Hotellerie“.
Zum einen zeigt die Studie ganz deutlich, Wellnessgäste wünschen sich Aussenbereiche, Naturnähe und Schwimmbecken. Auch klassische Massagen, Ruhe- und Saunabereiche stehen hoch im Kurs. Interessant fand ich hier, dass Dampfbäder hier noch vor Saunen gewünscht sind. Zwischen Wunsch und Realität der Wellnesshotels zeigt sich aber eine große Lücke, denn nur ein relativer Anteil der Hotels kann diesen Anforderungen entsprechen.
Während sich rund 93 Prozent der Wellnessgäste einen Aussenbereich wünschen, können in der Tat nur 37 Prozent diesen Wunsch erfüllen. Ein Schwimmbecken bieten wenigstens schon 56 Prozent der Hotels – wünschen tun sich das aber fast 91 Prozent der Gäste. Mit Dampfbädern können übrigens rund 30 Prozent dienen, doch zeigt die Studie hier fast 75 Prozent Gästeklinentel. Die ganze Studie beleuchte ich demnächst mal in einem ganz eigenen Artikel. Das würde wohl sonst an dieser Stelle den Rahmen spregen. Doch zeigt sowohl die Studie, als auch viele der Sessions auf dem diesjährigen Spa-Camp ganz deutlich, es gibt eine Menge Handlungsbedarf und es wird Zeit alte „gelernte“ Konzepte vielleicht auch mal zu überdenken. Auch wenn es „weh tut“.
Spa Camp 2018 Vorstellung der Sessions
SpaCamp: Sessionplan 2018 (Samstag)
Für noch mehr Inspiration sorgten die verschiedenen Sessions – teilweise wirklich mit Workshop-Charakter. Ich gebe zu, einige Themen sind für mich natürlich sehr speziell, da sie sich eher auf Spa-Manager beziehen. Doch auch dort tauche ich natürlich gern mal ein, einfach um mich eben auch mit den Herausforderungen und Fragen der Branche auseinanderzusetzen… und vielleicht auch für mich oder andere Kunden daraus neue Ideen und Konzepte zu entwickeln.
Die erste Session führte mich zu Judith und Anna – es ging um die Personalsuche und Findung via Instagram, LinkdIn oder auch XING. Andere Unternehmen haben diese Art des Recruitings längst für sich entdeckt (ich unterstütze hier ja auch schon ein größeres Unternehmen seit über einem Jahr) und so langsam kommt das nun auch in der Hotel- und Wellnesswelt an. JUHUHU… leider braucht diese Branche dann häufig doch etwas länger, um innovative Ideen zu akzeptieren und umzusetzen. Ich freue mich natürlich sehr, wenn solche Ideen ankommen.
Weiter ging es bei mir dann mit Jenny von Skinbiotic zum Thema „Generation Y im Spa“. Für alle die mit Generation Y nichts anfangen können. Damit sind junge Menschen zwischen 20 und 35 gemeint, die viele Dinge nicht mehr einfach akzeptieren sondern nach dem WARUM fragen. Wie erreicht man diese Generation und was möchte sie überhaupt? Es entstand eine lebhafte Diskussion – ja im Session-Raum war zu merken, dass hier verschiedene Generationen anwesend waren – über Kaufkraft, Werte und Wünsche dieser Zielgruppe.
Leute, wir brauchen stylische Hotels (im Stil Motel One) mit Wellnessangebot bzw. vielleicht auch anderen freshen Um-die-Ecke-denken-Wellnessideen wie z. B. dem 25 Hours in Hamburg mit Containern, Sauna und Astra-Kisten auf dem Dach des Hotels.
Um die Ecke denken ist ein gutes Stichwort für unsere eigene Session „Schmeiß den Pinterest Turbo an“. DANKE an alle Teilnehmer der Session und an dieser Stelle vor allen Dingen DANKE an meine liebe Session-Mitstreiterin Catrin. Sagenhafte 41 Pünktchen hat unser Thema erhalten. Somit saßen doch schon ein paar mehr Teilnehmer in der Session und so war der Austausch und unsere kleine Kreativrunde vor Ort natürlich auch besonders spannend. Gemeinsam konnten wir den Einen oder die Andere überzeugen auch mit Pinterest zu starten, um über diesen kreativen Kanal Kunden zu gewinnen. Ich denke, hier werdet ihr von uns noch einmal hören in nächster Zeit, denn die Catrin und ich planen, aufgrund der Nachfrage, da zukünftig evtl. einen kleinen Exkurs.
Spa Camp 2018 Sessionplan
Wellness-Check: Sieben Welten Therme & Spa Resort
Die letzte Session und auch die Keynote zum Thema „Zeit“ ließ ich dann leider ausfallen… denn Zeit ist ein gutes Stichwort, ich persönlich möchte mir auch Zeit nehmen, um die neuen Produkte zu checken und vor allen Dingen auch die Location. Somit seilten Jenny von I love Spa und ich uns kurzerhand ab, um uns die Sieben Welten Therme mal genauer anzuschauen.
Wir streiften erst einmal eine Runde durch alle Sieben Themenwelten (Asien, Afrika, Andalusien, Arabien, Mexiko, Indien und Japan), chillten ein wenig im Ruhebereich (absolut positiv: für Hotelgäste gibt es extra Ruhezonen) bis wir schließlich in eine Art Kino landeten dem Angkor Wat. Hier lief erst einmal eine Film zu Angkor Wat, danach fuhr die Leinwand hoch und wir konnten den Fischen in einem riesigen Aquarium zuschauen und einer Stimme vom Band lauschen, die Anweisungen für Entspannungsübungen gab.
Der Style der Therme ist natürlich Geschmackssache. Ich finde aber, die Therme wurde wirklich mit Liebe zum Detail eingerichtet und gestaltet. Besonders gut haben mir die Private Spa Suiten gefallen (auf die wir am nächsten Morgen, bei einer exklusiven Führung vor Öffnung der Therme, einen Blick werfen durften) – alle unterschiedlich und geschmackvoll und vor alle Dingen mit viel Platz. Hier kann man auch gut mal mit einigen Freundinnen oder einer kleinen Familie eine private Wellness-Auszeit verbringen.
Nach einer etwas längeren aber echt coolen SpaCamp-Partynacht, wenig Schlaf und der Thermenführung am frühen Morgen, standen ab 9.30 Uhr die beiden letzten Spa-Camp-Sessions an. Der erste Slot ließ die Wahl zwischen „SPA 2025 -Think out of the box 2.0 – Visionen brauchen Macher und gestalten die SPA Zukunft. JETZT.“, „INNER SPA – Bewusstsein steuert Erfolg“ und „Spa Manager Circle: The Power of We!“ Und in der letzten Runde des Tages hieß es „Mehr Schein als Sein? Die Bedeutung der Spa-Behandler*innen für die Zukunft der Branche“, „Machen innovative – für den Gast präventologische – Behandlungsmethoden im klassischen Spa Betrieb überhaupt Sinn?“ und „Wissen, dass es gut ist: Quellen inspirierter Leichtigkeit im Unternehmen“.
Passend zum Thema diskutierten wir beim abschließenden Mittag noch zum Thema „Was macht mich eigentlich glücklich?“ angeregt durch das Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo.
Gut gelaunt, inspiriert glücklich, wenn auch sehr müde hab ich dann das SpaCamp 2018 verlassen. Lieben Dank an alle Teilnehmer für das coole Zusammentreffen, den Austausch, neue Anregungen und der Weisheit: „Wir sollten alle mehr das tun, was uns glücklich macht“, möchte ich diesen Bericht schließen.
Spa-Camp 2019: 27.09.2019 bis 29.09.2019 im Öschberghof (Schwarzwald / Baden Württemberg)
SpaCamp 2014 – Auf Werte besinnen und Weitblick gewinnen
Kürzlich traf sich die Wellnesswelt, bereits zum fünften Mal, zum SpaCamp. Zum ersten Mal seit Beginn des Camps ging die Reise aus Österreich bzw. dem Süden Deutschlands (an der österreichischen Grenze) in den Norden Deutschlands.
Das Motto des Spacamps „Auf Werte besinnen und Weitblick gewinnen“. Dieses Motto ist aktuell wohl Trend – so könnte man es festhalten. Denn die Menschen besinnen sich immer mehr auf die Ursprünge. Es geht nicht mehr darum, hauptsächlich Geld zu verdienen, sondern der Job soll uns auch ausfüllen und erfüllen.
Wie heißt es doch so neumodern, die Work-Life-Balance muß stimmen. Das der Trend in diese Richtung geht, haben wir bereits 2013 im SpaCamp thematisiert und uns dazu auch mal angeschaut, wie Wellness in anderen Ländern und auf anderen Kontinenten gelebt wird. Die Angebote und Wünsche der Gäste zeigen ganz deutlich, dass diese Richtung auch genau die richtige ist. Denn auch in Deutschland wünschen sich immer mehr Gäste einen „roten Faden“ im Dschungel der Wellness-Angebote. Der Preis des Arrangements steht nicht mehr im Vordergrund, sondern die Authentizität und Qualität. Gäste wollen das Wellnesshotel bzw. die Wellnessoase mit einem „Ergebnis“ verlassen. Gesundheitsangebote und Anwendungen mit einem regionalen Ansatz werden hier auch immer wichtiger.
Zum ersten Mal gab es auf dem Spacamp einen Motto-Workshop, der sich auch genau mit diesem Thema „Werte und Glück“ beschäftigt hat und dazu z.B. auch den Werte-Index herangezogen hat. In kleinen Gruppen und bei Konzepten wie z.B. einem World-Cafe wurde diskutiert, kreative Ideen gesammelt und vorgestellt. “Werte leben im Spa. Neue Angebots-Ideen für den Wellness-Gast von morgen” so lautete die Aufgabenstellung für die rund 180 Teilnehmer.
Es wurden verschiedene Bausteine (insgesamt 10) wie z.B. Natur, Gesundheit, Erfolg, Freiheit, Ehrlichkeit etc. vorgegeben und dann gemeinsam überlegt, wie so etwas in einem Wellness-Arrangement bzw. Spa umgesetzt werden kann und was den Menschen hier wichtig ist.
Auch bei der Key Note Speakerin Catharina Bruns ging es um die Verbindung von Arbeit, Erfolg, Spaß und Glück – „Arbeit ist mehr als ein Job“ – so lautete der Titel. Hier müssen zukünftig Mittel und Wege gefunden werden, um beides zu vereinen. Der Job sollte zur Berufung werden. Wer auf dem Spacamp war, ist hier bestimmt schon auf dem besten Wege, im Job mehr als nur den Job zu sehen. 😉
Der Wellnessgast von morgen
Auf dem Spacamp treffen sich Wellness-Experten, Wohlfühl-Fans, Vermartungsprofis und die führenden Köpfe der Wellnesshotellerie und wir mitten drin- unsere Session „Reiseblogger – Erfahrungen, Fragen, Möglichkeiten“. In gemeinsamen Talk- und Feel-Sessions, Talk-Runden, beim Networking-Dinner oder bei einer Tasse Kaffee während einer Pause tauschen sich die Teilnehmer aus und entwickeln neue Ideen, um den Gast von morgen oder gar übermorgen im Spa zu begrüßen und vor allen Dingen, um die Wünsche und Anforderungen dieses Gastes zu erfüllen.
Was ist eigentlich genau Wellness?
Dabei geht es nicht nur um die Einrichtung und Ausstattung in einem solchen Spa oder aber um die Anwendungen oder Behandlungen, sondern auch darum, wie der Gast der Zukunft in das Wellnesshotel oder den Spa gelangt. Mit welchen Marketing-Maßnahmen beispielsweise kann der Gast erreicht und ins Haus geholt werden? Was spricht z.B. die „Generation Y“ oder aber „Best Ager“ an?
Um sich solch neue Angebote anzuschauen oder besser gesagt, Hotels die es einfach mal anders machen, gab es zum ersten Mal am Tag vor dem Spacamp eine Pre-Convention-Tour. Diese führte nach Rügen in das Hotel meerSinn – einem Hotel mit Gesundheitskonzept nach F.X. Mayr. Sind diese Hotels mit einem Wellness- und echten Gesundheitsangebot die „Wellnesshotels“ der Zukunft?
Eine spannende Frage, die tatsächlich nur der Gast wirklich beantworten kann.
SpaCamp Aussichten
Wir möchten auf alle Fälle Danke sagen für die Organisation dieser Veranstaltung. 5 Jahre Spa-Camp, das ist schon eine große Leistung. Immerhin waren wir nun bereits zum dritten Mal dabei – zum zweiten Mal haben wir uns mit einer Session eingebracht, um grad auch den Vermarktungsthemen einen Platz zu geben. Denn das Wellness-Angebot soll ja auch genutzt werden. 🙂
5 Jahre SpaCamp
Der Austausch der Wohlfühl-Branche ist wichtig, grad um auch einfach mal über den Tellerrand zu blicken. Zu schauen, wie es andere machen, welche Erfahrungen es in anderen Regionen und Ländern gibt, um gemeinsam daraus zu lernen. Natürlich muß auch diese Branche Geld verdienen, um erfolgreich zu sein und die vielfältigen Angebote anzubieten und eben auch um Trends nicht nur zu leben sondern vielleicht auch zukünftig mit zu setzen. Doch ist es doch schön zu wissen, das ab und zu – grad in dieser Brance – das Geld verdienen nicht auf Platz 1 steht. Denn wenn die Köpfe der Branche gefragt werden, so ist immer noch der Dienst am Gast und die Tatsache das etwas geschaffen werden soll, womit sich der Gast wohlfühlt, der absolute Spitzenreiter.
Im nächsten Jahr trifft sich die Runde dann in Rheinland-Pfalz – mal sehen, welche Spa-Fans und Experten – wir dann dort an- und wiedertreffen.
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Mehr Informationen zu Reise- und Wellnesstrends gewünscht?
*Offenlegung: Mein erstes SpaCamp habe ich bereits 2011 besucht. Seit 2018 bin ich als Medienpartner beim SpaCamp dabei! Dieser Beitrag wird regelmäßig ergänzt und gibt so einen umfassenden Gesamtüberblick über die Entwicklung von Spa-Trends in der Branche anhand von Erfahrungen und Eindrücken im Rahmen der Teilnahme am SpaCamp.
Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der SPANESS-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.
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